Die zentralisierte Herangehensweise an den Schutz und die Steuerung von Verteilerstationen ebnet den Weg für die Erweiterung, Anreicherung und Flexibilisierung bestehender Kundennetze, ohne diese zu "stören", und führt so zu einer höheren Verfügbarkeit und funktionalen Redundanz.
Für Neuinstallationen bietet es weitere Möglichkeiten der vollständigen Redundanz auf Systemebene, einschließlich funktionaler und kommunikationsbasierter Redundanzen (PRP).
Die Lösungsanordnung bietet eine flexible Verteilung oder sogar eine Replikation von Schutz- und Steuerfunktionen zwischen Geräten auf Feld- und Unterstationsebene über ein hochverfügbares und schnelles Ethernet-Netzwerk, das auf dem IEC 61850-Standard für die Kommunikation in Unterstationen basiert.
Die Systemkonfiguration besteht aus Relion SMU615 und/oder Relion REF615 mit Merging-Unit-Funktionen für jeden Abgang und der SSC600-Einheit. Die gewünschten Ebenen der funktionalen oder physischen Redundanzen können je nach der relativen Kritikalität der an die Lastzentren oder Geräte im Netzwerk angeschlossenen Abgänge ausgewählt werden.
Umfang
- SSC600 als Hauptschutzeinheit für bis zu 20 Abgänge
- Beinhaltet einen Basisschutz, der fast 70-80% aller Anforderungen abdeckt
- Spezielle Schutzfunktionen für Kabel-/Leitungs-, Transformator- und Motorabgänge
- RE_615 als Reserveschutz, Kondensator- oder Spannungsschutz
- Dedizierter oder zentraler Ansatz oder Kombination je nach Bedeutung des Abgangs
- Vollständige Redundanz mit SSC600 mit einem vollständig zentralisierten Ansatz
Vorteile
- Völlig zentralisierte oder hybride Schutz- und Steuerungsphilosophie möglich (Funktionsverteilung auf Abzweig- und Zentralebene)
- Erweiterte Anwendungen können im SSC600 ausgeführt werden
- Anpassungsfähig an kundenspezifische Anforderungen und Philosophien
- Schutz der Kundeninvestitionen
- Basierend auf IEC 61850 und damit gesicherte Systeminteroperabilität
- Hohe Verfügbarkeit des Schutz- und Steuerungssystems