Was können wir tun, um den Plastikmüll in den Weltmeeren zu bekämpfen?

Was können wir tun, um den Plastikmüll in den Weltmeeren zu bekämpfen?

Eine riesige Ansammlung von Plastik treibt inmitten des Pazifischen Ozeans. Der «Great Pacific Garbage Patch» wird heute auf die dreifache Grösse Frankreichs geschätzt. ABB Ability™ Lösungen helfen, das Kunststoffproblem in den Meeren zu beseitigen.

Die Umweltforschungsyacht «Fantastiko», die von der niederländischen Stiftung «By the Ocean We Unite» (BTOWU) betrieben wird, nutzt fortschrittliche Lösungen von ABB, um die steigende Konzentration an Kunststoff im Meer zu untersuchen, zu messen und zu berichten. Die Mission der gemeinnützigen Organisation ist es, auf die Schäden hinzuweisen, die durch die Millionen Tonnen Kunststoff verursacht werden, die jedes Jahr in den Weltmeeren landen.

Die Stiftung schätzt, dass jedes Jahr rund acht Milliarden Kilogramm Kunststoff in den Ozeanen landen. Das entspricht 23.000 Kilogramm an neuen Kunststoffabfällen pro Minute! Einmal ins Meer geworfen, beginnt es sofort, die Umwelt zu schädigen und in die Nahrungskette einzudringen. In mehr als 200 Arten von Meereslebewesen wurden im Verdauungstrakt Kunststoff nachgewiesen.

«Es ist wirklich traurig zu sehen, wie viel Plastik wir in die Ozeane gesteckt haben», sagt Dr. Nanne van Hoytema, wissenschaftliche Forschungskoordinatorin am BTOWU. Um dieses Problem zu lösen, nutzt das Schiff der Stiftung das ABB Ability™ Marine Advisory System - auch "OCTOPUS" genannt, um optimale Routen zu planen, die die Kraftstoffeffizienz und die betriebliche Wirkung maximieren. Die Software wurde entwickelt, um die Besatzungsplanung zu unterstützen, Daten aus den Ergebnissen einzugeben und die Wetterbedingungen auf Forschungsreisen in den Gewässern vor Rotterdam, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Dänemark, Südengland und den Kanalinseln zu überwachen.

Gleichzeitig unterstützt das ABB Ability™ Marine Fleet Portal die Stiftung dabei, Echtzeitdaten von den Onboard-Sensoren der Fantastiko zu sammeln und zu analysieren. Diese Daten umfassen nicht nur das Ausmaß und die Eigenschaften der vom Schiff angetroffenen Kunststoffabfälle, sondern auch Informationen über die Reise und die Wetterbedingungen auf der Route des Schiffes.

Dank des ABB Ability™ Marine Fleet Portals können die Forschungen und wichtigsten Ergebnisse von der Fantastiko direkt von der Öffentlichkeit über die Website der Stiftung abgerufen werden. Das Publikum des BTOWU kann den Status der Segelexpeditionen über die Website, die Informationen über die Art der gefundenen Kunststoffpartikel enthält, verfolgen.

Die Anhäufung von Ozeanplastik wurde als eine der grossen Herausforderungen erkannt, die es zu bewältigen gilt. Das Europäische Parlament hat bereits für ein vollständiges Verbot von Einweg-Kunststoffen gestimmt, darunter Kunststoffbesteck, Teller, Wattestäbchen und Strohhalme. Aber es kann und muss mehr getan werden und die Mobilisierung der öffentlichen Meinung ist von entscheidender Bedeutung.

«Der wichtigste Aspekt unserer Forschungsexpeditionen ist es, unsere Ergebnisse so vielen Menschen wie möglich zu präsentieren», sagt Dr. van Hoytema. «ABB Ability™ ermöglicht es uns, unsere Forschungsergebnisse über Social Media zu teilen. Indem wir den Menschen zu Hause eine direkte Verbindung zu uns auf See ermöglichen, können wir unsere Forschungsergebnisse schnell und effektiv in die Köpfe der Menschen bringen.» Und so zum Umdenken anregen.

«ABB engagiert sich für Technologien, die mit Nachhaltigkeit vereinbar sind», sagt Mikko Lepistö, Senior Vice President of Digital Solutions bei ABB Marine & Ports. «Wir freuen uns auch, dass unsere Marine-Software direkt im Kampf um den Schutz der Meeresumwelt eingesetzt wird.»

Weitere Umweltexpeditionen mit ABB-Technologie sind in Vorbereitung. 

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