Konzernergebnis des 1. Quartals 2022: solide Performance in unsicherem Umfeld

  • Auftragseingang +21% auf 9,4 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis1+ 28%
  • Umsatz +1% auf 7,0 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis +7% 
  • Ergebnis der Geschäftstätigkeit 857 Millionen US-Dollar, Marge bei 12,3% 
  • Operatives EBITA1 von 997 Millionen US-Dollar, Marge1 bei 14,3% 
  • Unverwässerter Gewinn je Aktie 0,31 US-Dollar, +25%2 

Zusammenfassung des CEO
Im ersten Quartal mussten wir den Ausbruch des Krieges in der Ukraine miterleben – eine menschliche Tragödie. Eine unserer obersten Prioritäten war es, die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden zu gewährleisten. Um den Menschen in der Ukraine zu helfen, haben wir dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz eine signifikante Spende zukommen lassen. Vor der Aussetzung der Annahme neuer Aufträge machte Russland im vergangenen Jahr lediglich 1 bis 2 Prozent des Umsatzes von ABB aus.  

Das gesamte Quartal war von regen Kundenaktivitäten geprägt, was zu einem kräftigen Auftragsplus von 21  Prozent gegenüber der Vorjahresperiode führte (28  Prozent auf vergleichbarer Basis). Die meisten wichtigen Kundensegmente und Regionen entwickelten sich positiv, und drei der vier Geschäftsbereiche meldeten hohe zweistellige Zuwächse. Der starke Auftragseingang wurde hauptsächlich durch lebhafte allgemeine Kundenaktivitäten und nicht durch Grossaufträge getrieben und beinhaltet eine Ausbuchung im Umfang von rund 190 Millionen US-Dollar im Geschäftsbereich Prozessautomation. 

Der Umsatz stieg bei positiver Entwicklung in allen Geschäftsbereichen um 1 Prozent (7 Prozent auf vergleichbarer Basis). Ausgenommen hiervon war der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation, der durch Komponentenengpässe beeinträchtigt wurde. Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Ende des Quartals auf 18,9 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (32 Prozent auf vergleichbarer Basis). Die Zero-Covid-Strategie in China hatte im ersten Quartal keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Fähigkeit, Kunden zu beliefern. Wir beobachten die Situation jedoch aufmerksam und können nicht ausschliessen, dass es aufgrund der lokalen Lockdowns kurzfristig zu etwaigen negativen Folgen für unser Geschäft kommen könnte, die allerdings schwer zu beziffern sind. 

Insgesamt erzielten wir eine operative EBITA-Marge von 14,3 Prozent. Dank höherer Volumen und erfolgreicher Preismassnahmen konnten wir die nachteiligen Folgen der Kosteninflation abfedern, die sich insbesondere auf Rohstoffe, bestimmte Komponenten, die Logistik und die angespannten Arbeitsmärkte bezog. Auch geringere Kosten von Konzernaufwand & Sonstiges trugen zum Ergebnis bei. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass in der operativen EBITA-Marge von 13,8 Prozent des Vorjahresquartals ein positiver Effekt von 30 Basispunkten durch die unlängst verkaufte Division Mechanical Power Transmission enthalten war. Mit Blick auf das zugrundeliegende Geschäft freue ich mich, dass wir die operative EBITA-Marge in einem von Inflation und angespannten Lieferketten geprägten Umfeld leicht verbessern konnten. Hier zeigt sich, dass unser konsequenter Einsatz für mehr Verantwortlichkeit, Transparenz und Schnelligkeit Früchte trägt.  

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit belief sich auf  -573 Millionen US-Dollar. Ein Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode war erwartet worden, wenngleich nicht in diesem Umfang. Ursächlich für die starke Reduzierung war insbesondere der höher als erwartet ausgefallene Aufbau von Nettoumlaufvermögen zur Unterstützung von Lieferungen aus dem Auftragsbestand. Der Cashflow wird künftig ein klarer Schwerpunkt sein, und für das Gesamtjahr erwarte ich eine solide Cashflow-Generierung. 

Wie im März in unserem Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, haben wir 2021 insgesamt gute Fortschritte im Hinblick auf unsere Nachhaltigkeitsziele für 2030 gemacht. Beispielsweise haben wir unsere eigenen CO2-Emissionen gegenüber dem Referenzwert von 2019 um 39 Prozent reduziert. Ausserdem werden die im letzten Jahr verkauften Produkte, Services und Lösungen von ABB unsere Kunden in die Lage versetzen, ihre CO2-Emissionen nach dem ersten Jahr um 11,5  Megatonnen zu senken. Das ist ein guter Auftakt zur Verwirklichung unseres Ziels, bis 2030 Einsparungen von mehr als 100 Megatonnen zu ermöglichen. 

Auch mit den Portfolioaktivitäten sind wir vorangekommen. Wir planen einen Ausstieg aus der Division Turbocharging, wobei uns die geopolitischen Unsicherheiten dazu bewogen haben, die endgültige Entscheidung über einen Spin-Off oder einen Verkauf auf das zweite Quartal zu verschieben. In Vorbereitung des Ausstiegs haben wir den neuen Firmennamen und die Marke Accelleron eingeführt. Für die Division E-mobility halten wir an unseren Plänen für einen Börsengang im zweiten Quartal fest, sofern die Marktbedingungen konstruktiv sind.  

Ich freue mich auf die Ergebnisse des Wechsels in der Leitung der Geschäftsbereiche Elektrifizierung und Antriebstechnik. Ich habe grosses Vertrauen in Tarak Mehta und Morten Wierod und gehe davon aus, dass sie die operative Leistung verbessern und das Wachstum und die Profitabilität steigern werden. Der Wechsel wurde am 1. April wirksam. 

Zu guter Letzt freue ich mich, dass wir weitere Aktienrückkäufe im Umfang von bis zu 3 Milliarden US-Dollar angekündigt haben. Damit erfüllen wir auch unser Versprechen, die verbleibenden 1,2 Milliarden US-Dollar der Erlöse aus dem Verkauf von Power Grids auszuschütten. Das neue Rückkaufprogramm wurde am 1. April gestartet. 

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