ABB und Kawasaki präsentieren erste einheitliche Bedienoberfläche für kollaborative Roboter

Auf der automatica in München vom 19. bis zum 22. Juni 2018 präsentieren ABB und Kawasaki Heavy Industries, zwei der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Industrieautomatisierung und Robotik, die erste einheitliche Bedienoberfläche für kollaborative Roboter der Welt.

Die einheitliche Bedienoberfläche soll unter anderem dabei helfen, dem Fachkräftemangel in vielen Industrien zu begegnen. So wird in Japan zum Beispiel einer von fünf Mitarbeitern innerhalb der nächsten zehn Jahre in den Ruhestand gehen.

Benutzerfreundliche Roboter sprechen neue Nutzer an, was dazu führt, dass die Nachfrage nach kollaborativen Robotern den rasch wachsenden Industrierobotermarkt überflügelt. Die Tatsache, dass kollaborative Roboter von Menschen ohne spezielle Schulung programmiert und bedient werden können, bietet besonders kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, die mit Industrierobotern verbundenen, normalerweise deutlich längeren Lernkurven zu überspringen.

Kollaborative Roboter (Cobots), die von nahezu jedermann bedienbar sind, können dabei helfen, Probleme durch fehlende Arbeitskräfte zu kompensieren. Da sie flexibel und ohne Sicherheitsbarrieren nahezu überall in einer Fabrik eingesetzt werden können, eignen sie sich ideal, um plötzliche und unerwartete Bedarfsspitzen abzufangen.

„Die moderne Bedienoberfläche orientiert sich an Branchenstandards und wird das rasante Wachstum im Bereich der kollaborativen Roboter weiter beschleunigen“, sagt Per Vegard Nerseth, Managing Director von ABB Robotics. „Sie wird vielen neuen Herstellern die notwendige Flexibilität und Skalierbarkeit bieten und gleichzeitig den für die weltweite Industrie wichtigen Beschäftigten interessantere Jobs sichern.“

Die Bedienoberfläche ist das Ergebnis der im November 2017 bekannt gegebenen Zusammenarbeit zwischen ABB und Kawasaki. Ziel der Kooperation ist es, Wissen auszutauschen und den Nutzen der kollaborativen Automatisierung, insbesondere von kollaborativen Zweiarmrobotern, stärker in das Bewusstsein zu rücken. Dazu gehört auch die Entwicklung einer vereinfachten Mensch-Roboter-Schnittstelle mit intuitiver, Smartphone-ähnlicher Navigation und Symbolik.

Yasuhiko Hashimoto, Managing Executive Officer und Präsident der Precision Machinery und Robot Company, Kawasaki Heavy Industries, Ltd., sagt: „Wir sind stolz, diesen ersten großen Schritt gemeinsam mit ABB zu machen, und es ist nur passend, dass wir mit einem kollaborativen Ansatz ein neues Zeitalter der kollaborativen Automatisierung einläuten. Kollaborative Roboter werden einen großen Beitrag für die Gesellschaft leisten, indem sie die Fertigung flexibler und effizienter machen und dafür sorgen, dass unsere Fabriken ihre Produktivität trotz schrumpfender Belegschaften erhalten.“

In einer gemeinsamen Präsentation zum Thema kollaborative Automatisierung am Osteingang der automatica ist der innovative Doppelarm-SCARA-Roboter „duAro“ von Kawasaki zu sehen, der mit dem Zweiarmroboter YuMi von ABB zusammenarbeitet.

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit neben der Weiterentwicklung der Bedienoberfläche ist die Entwicklung einheitlicher Sicherheitsstandards. Traditionelle Sicherheitsstandards in der Industrie basieren auf jahrelanger Praxis, unterstützt von sehr spezifischen Parametern. Das Ziel für die kollaborative Automatisierung besteht darin, Sicherheitsstandards zu entwickeln, die die Sicherheit des Personals gewährleisten, aber gleichzeitig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit erlauben, ohne die vielfältigen Vorzüge kollaborativer Roboter übermäßig einzuschränken.

Weitere Informationen für Redakteure:

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein global führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, industrielle Automation und Stromnetze mit Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation gestaltet ABB heute die Zukunft der industriellen Digitalisierung mit zwei klaren Leistungsversprechen: Strom von jedem Kraftwerk zu jedem Verbrauchspunkt zu bringen sowie Industrien vom Rohstoff bis zum Endprodukt zu automatisieren. Um zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen, verschiebt ABB als namensgebender Partner der FIA Formel E Rennsportserie die Grenzen der Elektromobilität. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 135.000 Mitarbeiter. ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 3,26 Milliarden Euro und beschäftigt 10.550 Mitarbeiter. www.abb.com

ABB Robotics ist Pionier auf dem Gebiet der industriellen und kollaborativen Robotik sowie für fortschrittliche digitale Servicelösungen. Als einer der weltweit führenden Hersteller von Industrierobotern sind wir an mehr als 100 Standorten in 53 Ländern aktiv und haben bereits über 400.000 Roboter an Kunden aus verschiedensten Industriebranchen geliefert. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Steigerung ihrer Flexibilität, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit und treiben gemeinsam mit ihnen die Idee der vernetzten und kollaborativen Fabrik der Zukunft weiter voran. www.abb.com/robotics

Kawasaki wurde vor mehr als 120 Jahren gegründet und hat sich seitdem zu einem globalen Unternehmen entwickelt. Eine divisionsübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht dabei Technologie-Synergien und die Entwicklung revolutionärer Produkte.

Kawasaki ist globaler Marktführer in verschiedenen Branchen und Anwendungsbereichen zu Land, zu Wasser, in der Luft und darüber hinaus. Das Unternehmen bietet hochmoderne Technologien für die Bereiche Umwelt- und Energieinfrastruktur, Maschinen und Robotik sowie für verschiedene Transportmittel – angefangen von Schiffen und Eisenbahnen über die Luft- und Raumfahrt bis hin zu Freizeitfahrzeugen wie Motorrädern und Wasserfahrzeugen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 35.800 Mitarbeitende. global.kawasaki.com

Kawasaki Robotics ist ein führender Anbieter von Industrierobotern und Robotersystemen mit einer breiten Produktpalette und hat bisher 180.000 Roboter in rund 50 Länder geliefert. Kawasaki gilt in Japan als Pionierunternehmen und feierte 2017 sein 50-jähriges Jubiläum. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Robotertechnik vollziehen wir nun den Wandel von einem rein industriellen zu einem vollständig integrierten Roboterhersteller. Mit seinem weitreichenden Anwendungs-Know-how und seinen vielfältigen Sparten und Produkten bietet Kawasaki Lösungen für den Einsatz zu Land, zu Wasser und in der Luft. www.robotics.kawasaki.com

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