ABB Azipod® bringt Schiffsantriebe zum Nordpol und darüber hinaus

Das Schiff der norwegischen Küstenwache, KV Svalbard, ist das erste Schiff mit Azipod®-Antrieb, das den Nordpol erreicht hat.

ABB Azipod® bringt Schiffsantriebe zum Nordpol und darüber hinaus

Ein weiterer Meilenstein für ABBs Führungsrolle in der nachhaltigen Schiffsantriebstechnik.

Mit seiner fortschrittlichen Technologie, seiner überlegenen Leistung unter härtesten Bedingungen auf See und seinem umweltfreundlichen elektrischen Betrieb hat sich das Azipod®-Antriebssystem von ABB zu einem Industriestandard entwickelt. In seinem jüngsten Meilenstein hat Azipod® Geschichte geschrieben und den Eisbrecher der norwegischen Küstenwache, die KV Svalbard, bis zum Nordpol gefahren.

Die KV Svalbard, 2001 gebaut und mit zwei 5 MW Azipod® Eisbrecheranlagen ausgestattet, war das erste norwegische Schiff, das im August dieses Jahres zum Nordpol segelte. Das Schiff fuhr mit Geschwindigkeiten von bis zu 6 bis 7 Knoten durch das gepackte Polareis im Rahmen einer internationalen wissenschaftlichen Expedition namens Coordinated Arctic Acoustic Thermometry Experiment (CAATEX), die von der norwegischen gemeinnützigen Forschungseinrichtung The Nansen Center geleitet wird. 

"Wir konnten durch die arktischen Gewässer navigieren und den Nordpol schneller erreichen, als wir dachten", sagte Ottar Haugen, Kommandant der norwegischen Küstenwache. "Dies ist ein bedeutender Meilenstein für uns und ein Beweis dafür, dass wir ein Schiff in unserer Flotte haben, das mit einem robusten Antriebssystem ausgestattet ist, das den Einsatz unter härtesten Eisbedingungen ermöglicht - bis hin zum Nordpol." 

Kommandant Geir-Magne Leinebø und  Expeditionsleiter CAATEX Dr. Hanne Sagen am Nordpol
Kommandant Geir-Magne Leinebø und Expeditionsleiter CAATEX Dr. Hanne Sagen am Nordpol

Azipod® ist ein elektrisches Antriebssystem, das es Schiffen ermöglicht, sehr wendig zu sein, indem es einen elektrischen Antriebsmotor verwendet, der sich unter dem Rumpf in einer getauchten Gondel befindet, die sich um 360 Grad drehen kann, um Schub in jede Richtung zu liefern. Ein Azipod®-Antrieb ist in der Lage, bis zu 2,1 m dickes arktisches Eis zu brechen und hat die nachgewiesene Fähigkeit, den Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Schiffsantriebssystemen mit Wellenlinie zu senken. 

Als der LNG-Träger Christophe de Margerie von Sovcomflot 2017 ohne Eisbrecher die weltweit erste Überquerung der Nordsee durchführte, wurde er mit dem Azipod®-Antrieb von ABB betrieben. Dieses Schiff und seine 14 Schwesterschiffe zeichnen sich durch viele Eigenschaften aus und verfügen über einige der leistungsstärksten Azipod®-Triebwerke für eisige Bedingungen, die von ABB hergestellt wurden (3x15MW).

Der Erfolg der Arktisexpedition ist der jüngste in einer langen Reihe von Meilensteinen für Azipod®. Seit der Einführung im Jahr 1990 hat ABB Azipod® elektrische Antriebssysteme an über 90 Eisbrecher und Eisschiffe mit einer kombinierten Antriebsleistung von bis zu 45 MW geliefert. Die Optionen für den Azipod®-Antrieb erstrecken sich von 1 MW bis 22 MW, und die Technologie hat eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der starken Position von ABB für umweltfreundlichen Elektroantrieb gespielt. Azipod®-Antriebssysteme haben mehr als 15 Millionen Betriebsstunden gesammelt und allein im Passagierkreuzfahrtbereich über 700.000 Tonnen Kraftstoff eingespart.

KV Svalbard am Nordpol
KV Svalbard am Nordpol

Azipod® ist das Schiffsantriebssystem der Wahl nicht nur für eisgehende Schiffe, sondern auch für alles, von Frachtschiffen über Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Mega-Yachten, Offshore-Versorgungsflotten, Forschungsschiffe, Windkraftanlagenboote und Bohrinseln.

ABB hat Azipod® in den letzten drei Jahrzehnten kontinuierlich verbessert, was zu einem höheren Wirkungsgrad und reduzierten Emissionen führte. Das bedeutet, dass ein Schiff weniger Kraftstoff verbraucht, um die Generatoren anzutreiben, die den Azipod® mit elektrischer Energie versorgen. Ein geringerer Kraftstoffverbrauch bedeutet weniger CO2-Emissionen. Das ist wichtig, denn die globale Fährindustrie, die jährlich 2,1 Milliarden Passagiere befördert, steht unter Druck, das Ziel der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, die jährlichen Emissionen bis 2025 um 30 Prozent zu reduzieren, zu erreichen.

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