Seit 25 Jahren ist ABB bereits Premium Partner von Special Olympics Deutschland. Mehr als 3600 Mitarbeitende haben in dieser Zeit bereits bei den nationalen Sommer- und Winterspielen unterstützt. Um diese Vielfalt und Erfahrungen sichtbar zu machen, wurden 25 Kolleginnen und Kollegen ihre Volunteergeschichten interviewt. Mit Neugier hat es 2015 angefangen und seitdem versucht er bei allen Spielen dabei zu sein: Simon Goldbach
Wer bist du und was machst du beruflich bei ABB?
Hallo, ich bin Simon Goldbach, 29 Jahre alt und wohnhaft in Mannheim. Ich habe bereits mehrere Positionen bei ABB durchlaufen und arbeite derzeit als Fertigungsteamleiter in der Fertigung von Leistungsschutzschaltern in Heidelberg.
Wie oft warst du schon als Volunteer bei den Special Olympics dabei?
Ich hoffe, dass ich keine Spiele vergessen habe, aber bisher müsste es insgesamt neun Mal gewesen sein. Alles begann mit meiner Neugier, als mich 2015 Marco (damals dualer Student) während meiner Ausbildung fragte, ob ich Interesse hätte, bei den Spielen zu helfen. Aus dieser Neugier entwickelte sich eine echte Leidenschaft.

Was waren deine persönlichen Highlights bisher?
Meine persönlichen Highlights bei den Spielen sind die intensiven Emotionen, der Zusammenhalt und die Freude, die ich erlebe. Am Ende des Tages leben wir das Motto #Gemeinsamstark. Es ist schwer, diese Erfahrungen in Worte zu fassen – man muss es einfach selbst erlebt haben. Ich bin äußerst dankbar für all die Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Kolleginnen und Kollegen, die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte. Sie haben die Spiele zu unvergesslichen Momenten gemacht
Was motiviert dich, immer wieder als Volunteer bei den Special Olympics mitzumachen?
Die Motivation, als Volunteer bei den Special Olympics mitzumachen, ist vielfältig. Ich möchte den Athletinnen und Athleten helfen, ihre Fähigkeiten zu zeigen und persönliche Ziele zu erreichen. Die Special Olympics fördern Gemeinschaft und Inklusion. Darüber hinaus bietet die Freiwilligenarbeit die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung, indem neue Fähigkeiten erlernt und Werte wie Empathie gestärkt werden. Die Begeisterung und der Kampfgeist der Sportlerinnen und Sportler inspiriert mich sehr. Schließlich möchten viele Menschen einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten, und die Special Olympics bieten eine hervorragende Gelegenheit.
Gibt es eine besondere Begegnung oder ein Erlebnis bei Special Olympics, das dir in Erinnerung geblieben ist?
Es gibt viele beeindruckende Geschichten, aber eine bleibt mir besonders im Gedächtnis. Bei den Landesspielen in Baden-Württemberg übernahm ich mit Begeisterung meine Lieblingsrolle als Riegenführer. Bei gefühlten 35 Grad beendeten wir die 100-Meter-Läufe. Meine Riege war am Ende des Rennens noch sehr fit. Offiziell war die Mittagspause angesagt, doch sie konnten mich überzeugen, dass ich im nächsten Lauf (außer Konkurrenz) gegen sie antrete.
Und was soll ich sagen? Ich wurde letzter! Doch das war erst der Anfang. Immer mehr Athleten wollten beim nächsten Start mitmachen, sogar die Coaches mussten daran glauben. Am Ende waren wir bestimmt 40 Starter, und jeder hatte seinen Spaß. Das Ganze endete in einem Schubkarrenrennen. Jedes Mal, wenn ich an diesen Moment zurückdenke, muss ich lächeln, denn es war einfach großartig.
Wie hat sich dein Leben durch dein Engagement bei den Special Olympics verändert?
Mein Engagement bei den Special Olympics hat einen tiefgreifenden Einfluss auf meine persönliche Entwicklung gehabt. Zu Beginn meiner Reise als Volunteer war ich mir nicht bewusst, wie sehr diese Erfahrung meine Fähigkeiten und meine Perspektive auf das Leben verändern würde.
Die erste und vielleicht wichtigste Lektion, die ich gelernt habe, ist die Bedeutung von Empathie. Die Interaktion mit den Athletinnen und Athleten, die oft mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind, hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich in die Lage anderer zu versetzen. Ich habe gelernt, zuzuhören und die Bedürfnisse und Wünsche meines Gegenüber ernst zu nehmen. Diese Fähigkeit zur Empathie hat nicht nur meine Arbeit als Volunteer verbessert, sondern auch meine Beziehungen im Alltag gestärkt.

Darüber hinaus hat meine Rolle als Volunteer meine Kommunikationsfähigkeiten erheblich verbessert. Ich musste lernen, klar und effektiv zu kommunizieren, um sicherzustellen, dass die Athleten die Anweisungen verstehen und sich wohlfühlen. Diese Fähigkeiten haben sich auch in meinem beruflichen Leben positiv ausgewirkt. Die Teamarbeit, die ich bei den Special Olympics erlebt habe, hat mir auch beigebracht, wie wichtig Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung sind. Ich habe gelernt, dass jeder im Team eine wichtige Rolle spielt und dass der Erfolg oft das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen ist. Diese Erkenntnis hat meine Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten, gestärkt und mir geholfen, ein besserer Kollege und eine gute Führungskraft zu werden.
Schließlich hat mein Engagement bei den Special Olympics meine Sichtweise auf Erfolg verändert. Ich habe gelernt, dass Erfolg nicht nur durch Medaillen oder Auszeichnungen definiert wird, sondern auch durch die Freude, die man anderen bringt, und die positiven Veränderungen, die man in der Gemeinschaft bewirken kann. Diese Erkenntnis hat mich dazu inspiriert, meine Ziele neu zu definieren und mich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Insgesamt hat mein Engagement bei den Special Olympics meine persönliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht gefördert.
Ich bin dankbar für die Lektionen, die ich gelernt habe, und die Menschen, die ich getroffen habe.