Seit 25 Jahren ist ABB bereits Premium Partner von Special Olympics Deutschland. Mehr als 3600 Mitarbeitende haben in dieser Zeit bereits bei den nationalen Sommer- und Winterspielen unterstützt. Um diese Vielfalt und Erfahrungen sichtbar zu machen, wurden 25 Kolleginnen und Kollegen ihre Volunteergeschichten interviewt. Anfangs war sie skeptisch, ob ABB-Mitarbeitende ihren Urlaub bzw. Mehrzeiten für den Einsatz nehmen würden und wurde positiv überrascht: Daniela Schiermeier
Wer bist du und was machst du beruflich bei ABB?
Ich bin Daniela Schiermeier und als Konzernbetriebsratsvorsitzende und Präsidentin des Europäischen Betriebsrates bei der ABB AG tätig.
Wie oft warst du schon als Volunteer bei den Special Olympics dabei?
Die genaue Anzahl kann ich nicht mehr nachvollziehen - aber 20 mal bestimmt. Besonders in Erinnerung sind mir die Anfänge der Special Olympics in Erinnerung geblieben. Als im Jahr 2000 die Idee geboren wurde ein Corporate Social Sponsorship Projekt ins Leben zu rufen und die Projektleiterin in der Kommuniationsabteilung mit der Idee auf den Konzernbetriebsrat war ich skeptisch. Ich war kritisch, ob die Beschäftigten bereit sind, ihren Urlaub oder Mehrzeiten einzusetzen, aber da haben mich die ABB Kolleginnen und Kollegen positiv überrascht.
Die ursprüngliche Idee zu diesem Projekt kam von einer Kollegin, die bei ABB in den USA Special Olympics und das Konzept des Volunteering kennengelernt hatte. Special Olympics war zu diesem Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen, die Organisation lange nicht so professionell wie das heute ist und daher war auf unserer Seite immer sehr viel Spontanität, Flexibilität und Kreativität gefragt. Alles Kompetenzen die die ABB Volunteers mitgebracht haben. Nach den Erfahrungen des ersten Volunteereinsatzes sind wir mit Werkzeugkoffer, Dekomaterial und guter Musik für die Stimmung bei der Siegerehrung angereist.
Was waren deine persönlichen Highlights bisher?
Special Olympics, die Vibes, die Volunteers und vor allem die Athletinnen und Athleten haben mich einfach sofort in den Bann gezogen und mein Herz erobert. Alle in meinem beruflichen sowie privaten Umfeld kennen inzwischen Special Olympics.
Inklusion im Alltag ist für mich wichtig und eine Herzensangelegenheit. Als mein Sohn in die Weiterführende Klasse kam und an der Schule erstmalig in Mannheim eine Inklusionsklasse angeboten wurde war ich sehr erfreut, ein Teil davon sein zu dürfen und kann nur gute Erfahrungen weitergeben. Ein voller Erfolg für alle Kinder der Klasse.
In meiner beruflichen Rolle durfte ich auch schon das eine oder andere Mal dazu beitragen, dass auch internationale ABB Verantwortliche von Special Olympics "infiziert" wurden - die positive Energie ist einfach ansteckend. Inzwischen gibt es in mehreren ABB Ländern Volunteerprogramme mit Special Olympics.

Gibt es eine besondere Begegnung oder ein Erlebnis bei Special Olympics, das dir in Erinnerung geblieben ist?
Es gab viele persönliche Begebenheiten, mit Athletinnen und Betreuern sowie Eltern. Besonders schön ist es immer, wenn die Sportlerinnen und Sportler uns auch bei einem weiteren Treffen wiedererkennen. Glücklicherweise konnte ich auch meinen Kindern die Erfahrung der Special Olympics ermöglichen und ich bin fest davon überzeugt, dass es die soziale Kompetenz stark unterstützt hat.
Ein weiteres Highlight gab es bei den nationalen und Weltspielen in Berlin. Dort durften wir in unserem ABB Zelt zwei Volunteers, Cheyenne und Michael, kennen lernen. Beide wohnen in Einrichtungen in Berlin und haben bei den Special Olympics als Volunteer geholfen. Die Nachmittage haben sie mit viel Spaß bei uns im Zelt verbracht. Trotz ihrer persönlichen Schwierigkeiten genießen die beiden das Leben in vollen Zügen. Bei einem anderen Aufenthalt in Berlin habe ich Cheyenne in der Bahn getroffen und wir haben uns freudig begrüßt.

Was motiviert dich, immer wieder als Volunteer bei den Special Olympics mitzumachen?
Meine Motivation immer wieder dabei zu sein, ist die Freude der Athletinnen und Athleten, deren Betreuerinnen und Trainer sowie Eltern. Natürlich auch die ABB Volunteers sind wichtiger Faktor dieser guten, fröhlichen und großen Bewegung, von der ich genieße ein Teil davon zu sein.
Wie hat sich dein Leben durch dein Engagement bei den Special Olympics verändert?
Meine „Zugehen“ auf Menschen, die nicht so sind oder aussehen wie ich, hat sich stark verändert. Es gibt wenig Gelegenheiten eigene Ängste und Befürchtungen so schnell und nachhaltig über Bord zu werfen. Zudem fahre ich immer mit einem großen Lächeln von den Special Olympics zurück und das trage ich auch ganz lange in meinem Herzen weiter.