Grundlagen für mentale Gesundheit und Integration am Arbeitsplatz in der Ausbildung schaffen

Grundlagen für mentale Gesundheit und Integration am Arbeitsplatz in der Ausbildung schaffen

Mentale Gesundheit ist ein zentrales Thema in der Ausbildung und am Arbeitsplatz. Unser Kollege Sedat Pelisterdag spricht über die Bedeutung der mentalen Gesundheit, den Umgang mit Stigmatisierung und die Rolle des Unternehmens in der Förderung einer offenen und unterstützenden Kultur, die wir im Ausbildungszentrum gemeinsam leben.

In unserem zweiten Interview mit Kemal-Sedat Pelisterdag, einem erfahrenen Ausbilder für Elektroberufe im ABB Ausbildungszentrum Berlin, beleuchten wir die entscheidende Rolle der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz. Sedat teilt seine Einsichten über den Umgang mit Stigmatisierung und die Bedeutung einer offenen Unternehmenskultur, die das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden inklusive Auszubildenden fördert.

Wie gehst du mit der Stigmatisierung um, die oft mit mentalen Gesundheitsfragen verbunden ist? 

Es ist wichtig, dass die Auszubildenden in der Gruppe integriert bleiben und nicht das Gefühl haben, besonders behandelt zu werden. Ich achte darauf, dass sie sich aktiv an den Gruppenaktivitäten beteiligen und habe gleichzeitig ein offenes Ohr für ihre individuellen Bedürfnisse.

Die Auszubildenden sind in der Regel offen und hilfsbereit und ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Sollte es dennoch zu Missverständnissen kommen, ist es wichtig, das Gespräch zu suchen und gemeinsam Lösungen zu finden. Das Vertrauen, das wir im Team aufbauen, ist für die Unterstützung der Azubis von großer Bedeutung.

Welche Rolle spielt das Unternehmen in der Förderung der mentalen Gesundheit seiner Auszubildenden?

Die Förderung der psychischen Gesundheit ist sehr wichtig. Wenn die Fachbereiche bei ABB sowie Verbundpartner (Ausbildung in Partnerschaft mit Unternehmen aus der freien Wirtschaft - nähere Informationen auf Webseite) bereit sind, Unterstützung zu leisten, können wir gemeinsam viel erreichen. Eine offene Unternehmenskultur, in der die Auszubildenden ihre Probleme ansprechen können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen, ist unerlässlich. Wir arbeiten eng mit unseren Fachbereichen sowie Verbundpartnern zusammen, um diese Unterstützung zu gewährleisten und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen.

Was würdest du anderen Kolleginnen und Kollegen raten, die ebenfalls in diesem Bereich tätig sein möchten? 

Es ist für mich persönlich entscheidend, keine Vorurteile zu haben und die Lernenden als Individuen wahrzunehmen. Empathie ist entscheidend und wir müssen bereit sein, zuzuhören und zu unterstützen. Oft hilft es, sich in die Auszubildenden hineinzuversetzen und ihre Perspektive zu verstehen. Die Zusammenarbeit im Team ist sehr wichtig, denn gemeinsam können wir viel mehr erreichen.

Welche Strategien verfolgst du, um eine unterstützende Atmosphäre für die Auszubildenden zu schaffen?

Eine unterstützende Atmosphäre entsteht durch offene Kommunikation und Empathie. Ich ermutige die Azubis, ihre Gedanken und Gefühle zu teilen, und schaffe regelmäßige Gelegenheiten für Gespräche. Zudem ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich sicher fühlen, ihre Sorgen anzusprechen. Ich setze auf Teamaktivitäten, die den Zusammenhalt stärken und das Vertrauen fördern, sodass jeder Azubi weiß, dass er nicht alleine ist und Unterstützung erhält.

 Was ist dein abschließender Appell an die Gesellschaft? 

Wir müssen uns bewusst sein, dass wir als Ausbilder nicht nur fachliche, sondern auch soziale Kompetenzen vermitteln. Es ist wichtig, dass wir ihnen die Werte und Fähigkeiten vermitteln, die sie brauchen, um in der Gesellschaft erfolgreich zu sein. Indem wir ein unterstützendes Umfeld schaffen, tragen wir dazu bei, dass junge Menschen nicht nur zu Fachkräften, sondern auch zu verantwortungsbewussten Individuen in der Gesellschaft heranwachsen.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke und deinen Einsatz für dieses Thema, Sedat!

Sedats Perspektive auf mentale Gesundheit und Integration ist ein wertvoller Beitrag zur Diskussion über die Unterstützung von Auszubildenden. Sein Engagement für eine offene und unterstützende Kultur am Arbeitsplatz zeigt, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse junger Menschen ernst zu nehmen und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie für ihre persönliche und berufliche Entwicklung benötigen.

Interview mit Sedat Pelisterdag zum Thema mentale Gesundheit und Integration in der Ausbildung. ©ABB

ABB ist ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung und Automation, das eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft ermöglicht. Durch die Verbindung von technischer Expertise und Digitalisierung sorgt ABB dafür, dass Industrien hohe Leistungen erbringen und gleichzeitig effizienter, produktiver und nachhaltiger werden, um ihre Ziele zu übertreffen. Bei ABB nennen wir das «Engineered to Outrun». Das Unternehmen blickt auf eine über 140-jährige Geschichte zurück und beschäftigt mehr als 105 000 Mitarbeitende weltweit. Die Aktien von ABB sind an der SIX Swiss Exchange (ABBN) sowie an der Nasdaq Stockholm (ABB) kotiert. www.abb.com

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