Seit 25 Jahren ist ABB bereits Premium Partner von Special Olympics Deutschland. Mehr als 3600 Mitarbeitende haben in dieser Zeit bereits bei den nationalen Sommer- und Winterspielen unterstützt. Um diese Vielfalt und Erfahrungen sichtbar zu machen, wurden 25 Kolleginnen und Kollegen ihre Volunteergeschichten interviewt. Als Volunteer beim Helfereinsatz fällt er abends immer mit einem Lächeln ins Bett: Oliver Münk
Wer bist du und was machst du beruflich bei ABB?
Mein Name ist Oliver Münk und ich bin seit 2008 Teil der ABB-Familie. Im Vertrieb kümmere ich mich um Prozessleitsysteme und bin mittlerweile seit fast 12 Jahren als Ansprechpartner für ein großes Chemieunternehmen in Ludwigshafen verantwortlich. Ich bin Vertriebler mit Herz und Seele und liebe an meinem Job, dass ich morgens, wenn ich in den Arbeitstag starte, noch nicht weiß, welche spannenden Herausforderungen auf mich warten.
Wie oft warst du schon als Volunteer bei den Special Olympics dabei?
Mein erstes Mal als Volunteer war 2018 bei den Spielen in Kiel – ein Erlebnis, das mich sofort begeistert hat! Damals war es vor allem die Neugier und der Wunsch, mich auch außerhalb der Berufswelt zu engagieren. Besonders schön finde ich, dass ABB dieses Engagement aktiv unterstützt: Anreise und Unterkunft werden übernommen, und wir Volunteers nehmen uns bewusst Urlaub, um vor Ort zu helfen.
Seitdem war ich insgesamt vier Mal dabei und engagiere mich inzwischen auch privat bei kleineren lokalen Special Olympics Veranstaltungen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, Teil dieser besonderen Gemeinschaft zu sein.
Was waren deine persönlichen Highlights bisher?
Mein persönliches Highlight war ganz klar die Möglichkeit, als Volunteer bei den Weltspielen in Berlin dabei sein zu dürfen. Ich war unglaublich stolz, als Teil des Gastgeberteams die Welt in Berlin zu empfangen und den Menschen zu zeigen, dass sie herzlich willkommen sind. Aber ehrlich gesagt: Es ist jedes Mal ein Highlight dabei zu sein – egal ob bei einem kleinen lokalen Event, bei Sommer- oder Winterspielen oder bei den Landesspielen. Es gibt immer unzählige Gänsehautmomente. Einer, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Ein Athlet kam nach einem Lauf zu mir gerannt, schloss mich in die Arme und erzählte voller Stolz, dass er den vierten Platz gemacht hat. Für solche Augenblicke macht man das alles.
Was motiviert dich, immer wieder als Volunteer bei den Special Olympics mitzumachen?
Was mich immer wieder motiviert, dabei zu sein? Jedes Mal kehre ich mit einer riesigen Portion neuer Energie an meinen Arbeitsplatz zurück. Es macht mich stolz, meinen Platz in einem Unternehmen auszufüllen, das nicht nur wirtschaftlichen Erfolg anstrebt, sondern auch seine soziale Verantwortung lebt. Dieses Engagement mitzuerleben und selbst Teil davon zu sein, gibt mir unglaublich viel Kraft und Motivation für meinen Alltag.

Gleichzeitig gehört es als Volunteer dazu, flexibel zu sein und kreative Lösungen zu finden. Bei den Weltspielen durfte ich eine ganz besondere Erfahrung machen: Nora, eine Athletin aus Georgien, wollte nach ihrem Goldmedaillengewinn ein Interview für das georgische Fernsehen geben, doch weder sie noch ihr Trainer sprachen eine Fremdsprache. Zunächst schien das Interview zu scheitern – bis ich die Idee hatte, die Dolmetscherin anzurufen, die uns schon zuvor geholfen hatte. Dank ihrer spontanen Hilfe konnte Nora ihre Geschichte doch noch im Fernsehen erzählen. Vielleicht ist dabei sogar mein Handy im georgischen TV zu sehen! Solche kleinen, unerwarteten Geschichten zeigen mir immer wieder, warum ich so gern Teil dieser Bewegung bin.
Wie hat sich dein Leben durch dein Engagement bei den Special Olympics verändert?
Die Special Olympics haben meine Sichtweise auf Menschen verändert. Sie haben mir gezeigt, dass man niemanden nach dem Äußeren beurteilen darf und dass hinter jeder Fassade so viel Mut, Lebensfreude und Stärke stecken kann. Gleichzeitig haben sie mir die Berührungsängste im Umgang mit Menschen mit Behinderung genommen. Heute weiß ich: Helfen bedeutet nicht, sofort hinzurennen und ungefragt den Rollstuhl zu schieben – sondern zuerst zu fragen und nur dann zu helfen, wenn es wirklich gewünscht ist. Diese Haltung nehme ich auch mit in meinen Alltag.
Wie würdest du die Atmosphäre und den Geist der Special Olympics beschreiben?
Die Atmosphäre bei den Special Olympics ist etwas ganz Besonderes: Es ist eine Stimmung voller Freude und Ungezwungenheit, wie man sie im normalen Alltag einfach nicht erlebt. Man findet neue Freunde – unter den Athletinnen, den Trainern, den "Offiziellen" und natürlich auch unter den Kolleginnen und Kollegen. Alle ziehen an einem Strang, um ein Event auf die Beine zu stellen, das einem selbst so viel zurückgibt. Auch wenn man abends todmüde ins Bett fällt, geht man mit einem Lächeln schlafen. Ich freue mich schon auf viele weitere unvergessliche Momente! #GemeinsamStark #SpecialOlympics