Konzernergebnis des 1. Quartals 2026: starker Auftragseingang, verbesserte 
Geschäftsperformance und hoher Cashflow

Konzernergebnis des 1. Quartals 2026: starker Auftragseingang, verbesserte Geschäftsperformance und hoher Cashflow

  • Auftragseingang +32% auf 11'298 Millionen US-Dollar, auf vergleichbarer Basis1 +24%
  • Umsatz +18% auf 8734 Millionen US-Dollar, auf vergleichbarer Basis1 +11%
  • Ergebnis der Geschäftstätigkeit 1780 Millionen US-Dollar, Marge bei 20,4%
  • Operatives EBITA1 von 2049 Millionen US-Dollar, Marge1 bei 23,5%
  • Unverwässerter Gewinn je Aktie 0,73 US-Dollar, +21%2
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit 1029 Millionen US-Dollar, +50%1
  • Rendite auf das eingesetzte Kapital 27,2%
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Zusammenfassung des CEO

Dank eines allgemein günstigen Marktumfelds und einer verbesserten Geschäftsperformance sind wir stark ins Jahr gestartet. Der Auftragseingang stieg auf vergleichbarer Basis um 24 Prozent auf ein neues Allzeithoch, unterstützt durch alle drei Geschäftsbereiche. Die Nachfrage blieb im gesamten Quartal robust.

«ABB ist mit verbesserter Geschäftsperformance und Rekordaufträgen stark ins Jahr gestartet. Aufgrund unseres hohen Auftragsbestands und der guten Abwicklung in einem dynamischen kurzzyklischen Markt heben wir unsere Wachstums- und Margenerwartungen für 2026 an. Dabei sind wir uns der Risiken bewusst, die sich aus geopolitischen Unsicherheiten ergeben.»» Morten Wierod, CEO

Das erste Quartal verlief weitgehend nach Plan, obwohl sich das geopolitische Umfeld erneut verschärfte. Das Wohlergehen unserer betroffenen Mitarbeitenden im Nahen Osten steht für uns an erster Stelle. Wenngleich der Konflikt die Unsicherheiten zweifellos erhöht, ist die Nachfrage nach unserem Elektrifizierungs- und Automationsangebot bisher insgesamt stabil geblieben und unterstützt unsere nun höheren Ambitionen für 2026.

Wir haben beim Umsatz mit einem Plus von 18 Prozent (11 Prozent auf vergleichbarer Basis) ein gutes Ergebnis erzielt und damit unsere ursprünglichen Erwartungen knapp übertroffen. Das operative EBITA stieg um 37 Prozent (28 Prozent in Lokalwährungen). Die Marge lag bei 23,5 Prozent und verbesserte sich um 320 Basispunkte. Davon entfielen 250 Basispunkte auf den Nettoeffekt aus einem Immobilienverkauf; weitere 70 Basispunkte resultierten insbesondere aus der verbesserten Geschäftsperformance. Der unverwässerte Gewinn je Aktie wuchs um 21 Prozent.

Morten Wierod, CEO
Morten Wierod, CEO
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Der Free Cashflow hat mit 1,3 Milliarden US-Dollar eine neue Rekordmarke für ein erstes Quartal erreicht. Wichtige Treiber waren sowohl die gestiegenen Erträge als auch das Management des Nettoumlaufvermögens. Ebenfalls herausragend war unsere Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 27,2 Prozent.

Erfreulich war zudem, dass wir von CDP die Note A für Klimaschutz und verantwortungsvolle Wassernutzung erhalten haben. Im Februar wurde unser Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht, der unsere Fortschritte auf dem Weg zu unseren Zielen für 2030 zusammenfasst.

Wir erreichten ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,29 mit einem starken vergleichbaren Auftragseingang in den Geschäftsbereichen Antriebstechnik und Automation von 9 Prozent bzw. 5 Prozent. Die Aufträge im Geschäftsbereich Elektrifizierung legten sprunghaft um 44 Prozent zu. Die stärkste Marktdynamik herrscht weiterhin im Segment Rechenzentren, sie war aber auch positiv bei Investitionen ins Stromnetz. Stark entwickelten sich zudem Bereiche wie die Modernisierungen elektrischer Ausrüstung landgestützter Verkehrsinfrastruktur, Schifffahrt, Hafenautomatisierung, Heizung/Luft/Klima (HLK) und Gebäude. Wie bereits in früheren Quartalen blieben die Kundenaktivitäten in Teilen der Prozessindustrie eher gedämpft. 

Es hat mich auch gefreut, dass der Geschäftsbereich Automation das Programm «Automation Extended» eingeführt hat – eine strategische Weiterentwicklung seiner Prozessleitsysteme (DCS). Dies ist ein Schritt in Richtung der nächsten Ära des Industriebetriebs, in der Kunden schrittweise neue Funktionen wie fortgeschrittene Analysen und KI einführen und gleichzeitig Systemintegrität gewährleisten können. Das Programm verbindet die zentrale Steuerung sicher und ohne betriebliche Unterbrechungen mit der digitalen Umgebung, unterstützt durch einen einheitlichen Lifecycle-Service für Management und Wartung. ABB verfügt über die weltweit grösste installierte Basis von Prozessleitsystemen und «Automation Extended» baut unsere Präsenz in der digitalen Welt weiter aus.

Unsere Grundsätze der Kapitalallokation priorisieren organische Investitionen, damit wir unsere Kunden nach dem Local-for-Local-Prinzip bedienen können. In den letzten Jahren hat sich Indien zu unserem geteilten viertgrössten Markt entwickelt. Dort werden wir in diesem Jahr rund 75 Millionen US-Dollar investieren, um unsere Produktionspräsenz und Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in allen Geschäftsbereichen auszubauen. Damit sind wir in der Lage, Wachstumschancen in Indien besser zu nutzen und weitere Märkte in der Region zu bedienen.

Ebenfalls zum Thema Kapitalallokation: Unsere Bilanz ist stark und wir wollen mehr Mittel für Akquisitionen einsetzen. Dabei werden wir jedoch keinerlei Abstriche bei der Wertschöpfung machen – jede Transaktion sollte nachhaltigen Mehrwert liefern und strategisch sinnvoll sein. Im März haben wir unseren Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende von 0,94 CHF je Aktie gezahlt. Auf Basis des jüngsten Aktienkurses entspricht dies einer Rendite von rund 1,3 Prozent. Zusätzlich haben wir Anfang Februar unser zuvor angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,0 Milliarden USDollar lanciert – dies entspricht etwa 1,2 Prozent der jüngsten Marktkapitalisierung.

Ausblick

Unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage
Für das zweite Quartal 2026 erwarten wir ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber dem Vorjahresquartal. Die operative EBITA-Marge sollte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhen.

Im Gesamtjahr 2026 erwarten wir ein positives Book-toBill-Verhältnis und ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr. Die operative EBITA-Marge sollte sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, selbst ohne die im ersten Quartal 2026 erzielten Immobilienerlöse.

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