Agil durch Co-Creation und Start-ups

ABB setzt schon heute auf Systeme, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzen.

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ABB entwickelt seit längerem KI-Kompetenzen in vielen Geschäftsbereichen und will dieses Feld zukünftig stark ausbauen, auch in Zusammenarbeit mit Partnern. So kooperiert ABB in Deutschland mit der universitären Forschung, insbesondere dem KIT in Karlsruhe, der TU Darmstadt und der TU Dresden. Basis für die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der KI sind zwei Errungenschaften: „Während die heute genutzten Algorithmen zum Teil schon länger bekannt sind, ist ihre Anwendung erst jetzt vielversprechend. Erstmals in der Technikgeschichte stehen uns die notwendigen Rechenleistungen zur Verfügung und es existieren validierte Daten als Input“, sagt Marco Ulrich, Abteilungsleiter für Software und Software-Anwendungen am ABB Forschungszentrum in Ladenburg.

KI als Methodenbaukasten

Grundsätzlich bedeutet KI nicht eine einzige Lösung, sondern umfasst eine ganze Reihe von Technologien. Maschinen mit KI besitzen Fähigkeiten, die menschlicher Intelligenz ähnlich sind. Trotz dieser spannenden Vorstellung schränkt Marco Ulrich ein: „KI ist ein Methodenbaukasten, sie stellt ein technisches Werkzeug dar, um eine gewisse Autonomiestufe zu erreichen und das System weiterzuentwickeln. Es wird aber nicht möglich sein, menschliche Intelligenz komplett zu ersetzen.“

Und mit der Technologie wandelt sich auch ihr Entwicklungsprozess. „Die Kunden wollen immer schneller erste Lösungen sehen, die Entwicklung wird daher immer agiler. Dem werden wir gerecht, indem wir stark auf Co-Creation setzen, also schon ganz früh im Prozess gemeinsam mit den Kunden entwickeln“, erklärt Marco Ulrich.

Mit dem Start-up Accelerator zum gemeinsamen Erfolg

Zudem hat ABB ein Programm für Start-ups initiiert, die ihre KI-Lösungen in der Industrie testen und vermarkten wollen. Projektleiter Philipp Vorst, gleichzeitig Forschungsgruppenleiter im ABB-Konzernforschungszentrum in Ladenburg, erläutert den Start-up-Accelerator: „In dem viermonatigen Programm arbeiten seit Ende Januar verschiedene ABB-Einheiten mit sieben ausgewählten Start-ups an spezifischen KI-Anwendungsfällen zusammen.“

Für das Programm mussten die ABB-Einheiten aus mehr als 100 Start-up-Kandidaten auswählen. Projekte der Start-ups sind beispielsweise die Anwendung von Bildverarbeitung für das Maschinelle Lernen von Bewegungen bei Robotern oder die automatisierte Auswertung von Sensordaten für Entscheidungen in der Produktion. Die Ergebnisse des Start-up-Accelerators werden im Mai 2019 vorgestellt. 

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