ABB-Solarlösungen liefern Strom für Klimawandel-Forschung in der Antarktis

ABB setzt die innovative Zusammenarbeit mit der uruguayischen Regierungsbehörde Instituto Antarctico Uruguayo (IAU) fort und liefert Solarstromlösungen für eine zweite Installation auf dem Forschungsstandort der IAU in der Antarktis. Damit leistet ABB einen wichtigen Beitrag zur Klimaforschung vor Ort.

Zusammen mit der Projektleitung – dem uruguayischen Energieversorger UTE und dem Ministerium für Industrie, Energie und Bergbau (MIEM) – wollte das IAU seine Erfolgsgeschichte in der Verringerung der Abhängigkeit seines Landes von fossilen Brennstoffen fortsetzen und den Einsatz von PV-Systemen (Photovoltaik) auf der Basis „Artigas“ verstärken. Mit dem erhöhten Einsatz erneuerbarer Energien kann die Basis den Gebrauch von Ersatzdieselgeneratoren bei ihrer Versorgung weiter reduzieren.

Die Artigas-Basis ermöglicht es dem IAU, wichtige wissenschaftliche Untersuchungen zum Klimawandel durchzuführen – eine extrem wertvolle Ressource, da viele der größten globalen Volkswirtschaften darauf hinarbeiten, bis 2050 CO2-emissionsfrei zu werden.

Im Jahr 2018 spielte ABB mit ihren Solarlösungen bereits eine entscheidende Rolle bei der Errichtung des ersten Solarsystems auf der Artigas-Basis und war damit der logische Partner für diese zweite große PV-Anlage im Jahr 2019.

Francisco Manfredi, Service Sales Specialist bei ABB, fügt hinzu: „Wir konnten die erheblichen Erkenntnisse aus der ersten Installation im Jahr 2018 nutzen und auf dieses Projekt anwenden. Damit konnten wir eine noch zuverlässigere Lösung anbieten und das IAU in seinem Ziel unterstützen, Artigas mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Schon jetzt zu Beginn des Projekts sind die Resultate fantastisch und werden dazu beitragen, entscheidende wissenschaftliche Forschung zu unterstützen. Denn die Welt muss ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen".

In Zusammenarbeit mit dem Installateur Smart Green Uruguay (SGU) musste das Team rauen und unwirtlichen Bedingungen widerstehen, um die Installation in nur drei Tagen abzuschließen. Bei dem ersten Projekt wurden die Solarmodule an Gebäudewänden montiert, um Windstörungen zu minimieren. Dies bedeutete jedoch, dass die Position der Paneele nicht die optimale Neigung von 55° Nord hatte, was zu einer Beeinträchtigung der Leistung führte. In der zweiten Installation wurden die Solarmodule hingegen auf dem Boden montiert, um eine bessere Positionierung zum Sonnenlicht zu erreichen und maximale Leistung zu garantieren.

So können während der Sonnenstunden im Sommer bis zu 10 Prozent der von der Artigas-Base benötigten Augenblicksleistung durch die optimierte Solaranlage bereitgestellt werden. In den ersten zwei Monaten seit der Installation wurden bereits 0,8 Tonnen CO2-Emissionen ausgeglichen, wodurch die Auswirkungen von Artigas auf das empfindliche antarktische Ökosystem reduziert und operative Einsparungen (OPEX) erzielt wurden, die in die wissenschaftliche Forschung zurückfließen werden.

Die nun installierte ABB-Lösung, die ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bereits bei ihrem Einsatz 2018 erfolgreich unter Beweis stellen konnte, umfasst den Solarwechselrichter UNO-DM-6.0-TL (6kW bei 230VAC 1ph), MCB 40A 2-polig und RCD 40A 300mA 2-polig, 24 freistehende Solarmodule JINKO 270W (12 Module pro Strang) und eine Verbindung zum ABB-Portal Aurora Vision Plant Management über die eingebettete WLAN-Schnittstelle des Wechselrichters.

Das Aurora Vision Portal bietet die Möglichkeit, die Anlagenleistung aus der Ferne zu überwachen, sodass die beteiligten Teams die Leistung der neuen Solaranlage mit den bestehenden Modulen vergleichen können - und so wertvolle Erkenntnisse und Daten für zukünftige Erweiterungen sammeln können. Das IAU machte das Portal zudem in Echtzeit online verfügbar, um die Öffentlichkeit an den Nachhaltigkeitsbemühungen der Basis teilhaben zu lassen.

Mit dem Plug-and-Play-Solarwechselrichter von ABB wurde die Installation deutlich vereinfacht, sodass die Installation der PV-Anlage nur drei Tage dauerte. Aufgrund der rauen und unvorhersehbaren Wetterbedingungen und des kurzen Zeitrahmens für die Fertigstellung der Installation hatte ABB die Ausrüstung vorkonfiguriert und in einem Labor-Test die widrige antarktische Umgebung simuliert. ABB führte dann eine umfassende Schulung der Installateure durch und unterstützte die SGU während der gesamten Installation über die Aurora Vision Management Plattform in Echtzeit.

Diego Giacosa, Ingenieur beim UTE, kommentiert: „Das war ein sehr herausforderndes Projekt, das nur mit Teamwork zu realisieren war. Die Erkenntnisse aus der Aurora Vision Management Plattform ermöglichen es uns, Probleme zu verfolgen, zu überwachen und zu diagnostizieren, bevor sie auftreten, und helfen uns, Teams und Ressourcen effektiv einzusetzen. Wir sind von den Ergebnissen sehr ermutigt. Solarenergie ist eine zuverlässige Energiequelle, die uns hilft, die Ziele von null CO2-Emissionen zu erreichen."

Erfahren Sie mehr über die Umweltvorteile der Solaranlagen im Aurora Vision Plant Viewer:

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein zukunftsweisender Technologiekonzern mit einem führenden Angebot für digitale Industrien. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation präsentiert sich ABB heute als Technologieführer in digitalen Industrien mit vier kundenorientierten, weltweit führenden Geschäftsbereichen Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik und Robotik & Fertigungsautomation, die unterstützt werden durch seine übergreifende Digitalplattform ABB Ability™. Das marktführende Stromnetzgeschäft von ABB wird 2020 an Hitachi verkauft. ABB ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 147.000 Mitarbeiter. www.abb.de

Links

Kontaktieren Sie uns

Downloads

Diesen Artikel teilen

Facebook LinkedIn Twitter WhatsApp