ABB präsentiert Konzept eines mobilen Laborroboters für das Krankenhaus der Zukunft

• YuMi®-Laborroboter wird mobil und autonom sein und ist für die Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal und Laborkräften konzipiert.

• Konzept ist Teil des Health Care Hub, den ABB speziell für die Gesundheitsforschung am Texas Medical Center (TMC) Innovation Institute in Houston, Texas, betreibt.

• Neue Robotertechnologien werden am Health Care Hub entwickelt, um dem weltweiten Mangel an Laborkräften und medizinischem Fachpersonal zu begegnen und die Präzision in der Laborarbeit zu verbessern.

• Bis 2025 soll der weltweite Markt auf knapp 60.000 medizinische Roboter für nicht-operative Anwendungen wachsen, eine Vervierfachung des Marktes gegenüber 2018.

ABB hat heute auf dem Campus des Texas Medical Center (TMC) in Houston, Texas, ihren ersten globalen Health Care Hub eröffnet, der sich speziell der Gesundheitsforschung widmet. Bei der Eröffnung wurde eine Reihe von Technologiekonzepten präsentiert, darunter ein mobiler YuMi®-Roboter, der dazu konzipiert ist, medizinisches Fachpersonal und Laborfachkräfte bei der Laborarbeit und logistischen Aufgaben im Krankenhaus zu unterstützen.

Der zweiarmige mobile YuMi® wird seine menschlichen Kolleginnen und Kollegen selbstständig erkennen können und um sie herum seinen Weg finden. Dabei wird er lernen, verschiedene Wege von einem Ort zum anderen zu nehmen. Der Roboter kann potenziell ein breites Spektrum wiederkehrender und zeitaufwändiger Tätigkeiten übernehmen und unter anderem Medikamente vorbereiten, Zentrifugen be- und entladen, pipettieren, mit Flüssigkeiten umgehen sowie Reagenzgläser aufnehmen und sortieren.

Ebenso könnte der mobile YuMi® auch in Krankenhäusern für eine Vielzahl von Logistikaufgaben eingesetzt werden. YuMi® könnte etwa Medikamente dosieren, sie dorthin bringen, wo sie im Krankenhaus benötigt werden, medizinisches Versorgungsmaterial für das Krankenhauspersonal bereitstellen oder Bettwäsche direkt in die Zimmer der Patienten liefern.

Am TMC Innovation Institute wird ABB Roboter entwickeln, die in der Lage sind, wiederkehrende, filigrane und wenig anspruchsvolle Tätigkeiten auszuführen. Das ermöglicht es hochqualifiziertem medizinischem Fachpersonal und Laborkräften, sich auf anspruchsvollere Aufgaben zu konzentrieren, wodurch letztlich mehr Patienten behandelt werden können. Wie Analysen von ABB zeigen, lassen sich wiederkehrende Aufgaben durch Automatisierung um bis zu 50 Prozent schneller erledigen als durch derzeitige manuelle Prozesse. Zudem können Roboter 24 Stunden am Tag im Einsatz sein.

„Der Gesundheitssektor steht vor großen Herausforderungen, weil sich die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Krankheiten verbessern, jedoch zugleich die Bevölkerung altert und ein zunehmender Mangel an medizinischem Fachpersonal herrscht. Mit unserem neuen Health Care Hub am TMC wollen wir gemeinsam mit den besten Köpfen aus Forschung, Wissenschaft und Medizin Antworten auf diese Herausforderungen entwickeln“, sagte Sami Atiya, Leiter des Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation bei ABB. „Unsere Erfahrung in den Bereichen Industrierobotik und kollaborative Robotik ist eine starke Ausgangsbasis, um flexible Automatisierungslösungen für den Gesundheitssektor zu schaffen. Gemeinsam mit unseren Partnern am TMC werden wir wegweisende Robotiklösungen entwickeln. Wir arbeiten daran, die Zahl manueller Arbeitsschritte, die das medizinische Fachpersonal ausführen muss, zu verringern, die Präzision der Laborarbeit zu verbessern und so die Patientenzufriedenheit und letztendlich auch die Patientensicherheit zu erhöhen.“

Darüber hinaus präsentierte ABB am Health Care Hub Technologien wie etwa YuMi®-Roboter, die beim Zentrifugieren und Handeln von Reagenzgläsern helfen könnten, oder einen IRB 1200-Roboter, der Flüssigkeiten in einer Pipettieranwendung überträgt. All diese gängigen medizinischen Laboraufgaben liessen sich durch robotergestützte Automatisierung unterstützen, indem konstante Leistung mit größerer Flexibilität und Dauerbetrieb kombiniert werden. Auf diese Weise können der Mengendurchsatz und die Qualität erhöht und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden.

Das TMC ist die grösste Medizinstadt der Welt und verfügt über erstklassige Kapazitäten für Forschungskooperationen. Zu den Institutionen des TMC zählen einige der weltweit führenden Unternehmen und Krankenhäuser. Der neue Health Care Hub von ABB, der sich über 500 m² erstreckt, wird im TMC Innovation Institute untergebracht sein. Der hochmoderne Hub fördert die Zusammenarbeit von Medizin und Spitzentechnologie und bringt Start-ups mit Pionieren aus der Wissenschaft und führenden Technologieunternehmen zusammen, um die Entwicklung bahnbrechender Medizintechnik und den Bau entsprechender Prototypen zu beschleunigen.

„Das Texas Medical Center, das TMC Innovation Institute und alle beteiligten Institutionen freuen sich, ABB in ihrem Netzwerk zu begrüßen. ABB erschließt sich den Gesundheitssektor mit einer exzellenten, einzigartigen neuen Forschungseinrichtung für Robotik“, betonte Bill McKeon, Präsident und CEO des Texas Medical Centers. „Als größte Medizinstadt der Welt hat sich das TMC zum obersten Ziel gesetzt, den Fortschritt in der medizinischen Forschungsarbeit zu beschleunigen und zugleich Kosten einzusparen. So können Patienten, die dringend eine Behandlung benötigen, von schnelleren und kostengünstigeren Lösungen profitieren. Indem ABB ihre erste Forschungseinrichtung, die sich der Entwicklung von Roboterlösungen für das Gesundheitswesen widmet, im Herzen des Texas Medial Center ansiedelt, stellt das Unternehmen die Weichen für neue Fortschritte in der Medizin. So wird das TMC der Brückenkopf für eine neue Form der Partnerschaft, die die Synergien von Medizin und Technologie hebt und so die Zukunft des Gesundheitswesens für Mediziner, Wissenschaftler und Patienten gestaltet“, fügte er hinzu.

Die Roboterautomation im Gesundheitswesen bietet große Chancen für zukünftiges Wachstum. Laut einer internen Studie von ABB soll der weltweite Markt bis 2025 auf knapp 60.000 medizinische Roboter für nicht-operative Anwendungen wachsen. Damit wird sich der Markt im Vergleich zum Jahr 2018 nahezu vervierfachen.

Media b-roll: https://drive.google.com/file/d/13r9gjaXpLCZmJ69m6m6YyVDM9ONkauQO/view

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex): ABB ist ein zukunftsweisender Technologiekonzern mit einem führenden Angebot für digitale Industrien. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation präsentiert sich ABB heute als Technologieführer in digitalen Industrien mit vier kundenorientierten, weltweit führenden Geschäftsbereichen Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik und Robotik & Fertigungsautomation, die unterstützt werden durch seine übergreifende Digitalplattform. Das marktführende Stromnetzgeschäft von ABB wird 2020 an Hitachi verkauft. ABB ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 147.000 Mitarbeiter. www.abb.de

ABB Robotics ist ein Pionier in den Bereichen Industrieroboter und kollaborative Roboter sowie fort-schrittliche digitale Dienstleistungen. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Robotertechnik sind wir in 53 Ländern und an über 100 Standorten aktiv. Zudem haben wir für ein breites Spektrum an Branchen und Anwendungen über 400.000 Roboterlösungen bereitgestellt. Wir helfen unseren Kunden dabei, ihre Flexibilität, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu steigern und gleichzeitig den Übergang zur vernetzten und kollaborativen Fabrik der Zukunft zu vollziehen. www.abb.com/robotics

TEXAS MEDICAL CENTER: Texas Medical Center (TMC) – die grösste ‚medizinische‘ Stadt der Welt – ist Spitzenreiter im Bereich fortschrittliche Biowissenschaften (Life Sciences). Das TMC beschäftigt die klügsten Köpfe im Gesundheitsbereich und fördert unter seinen über 106.000 Mitarbeitenden die institutionsübergreifende Zusammenarbeit sowie Kreativität und Innovationen. Das TMC verfügt über einen Campus von etwa 465 Hektar und betreut jährlich 10 Millionen Patienten. Pro Jahr werden über 180.000 Operationen und fast 14.000 Herzoperationen durchgeführt, mehr als 750.000 Patienten in der Notfal- laufnahme behandelt und mehr als 25.000 Babys entbunden. Neben der Patientenbetreuung treibt das TMC mit seinem umfassenden Netzwerk an Partnereinrichtungen jeden Tag die klinische Forschung voran, bringt effektive Lösungen für die Gesundheitspolitik auf den Weg, um die komplexen Probleme in der modernen Gesundheitsversorgung anzugehen, und fördert hochmoderne digitale Gesundheitsanwendungen und medizinische Geräte. Weitere Informationen finden Sie auf www.tmc.edu.

Hinweis: Dies ist eine Übersetzung der englischsprachigen Pressemitteilung von ABB vom 09.10.2019, die Sie unter www.abb.com abrufen können. Im Falle von Unstimmigkeiten gilt die englische Originalversion.

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