Elegantes Zusammenspiel von Mensch und einem ABB-Roboter bei zeitgenössischer Tanz-Premiere

Der renommierte Choreograf Fredrik Rydman tritt in seinem neuesten Stück mit einem schweren ABB Industrieroboter auf.

Am Freitagabend (7. September) traten zwei besondere Darsteller zum ersten Mal gemeinsam im Stockholmer Kulturhuset Stadsteatern auf. Der eine war Fredrik "Benke" Rydman, ein renommierter Künstler, der die Performance eines Eurovision Song Contest-Gewinners choreografiert und den Modern Dance mit seiner Bounce Streetdance Company weiterentwickelt hat. Der andere war ein zwei Meter grosser und 900 kg schwerer Industrieroboter des führenden Anbietes digitaler Technologien ABB.

Photo: Håkan Larsson
Photo: Håkan Larsson

Benkes bahnbrechendes, auf einer originellen Partitur basierendes Duett spiegelt auf einzigartige Weise die sich verändernde Rolle von Robotern, Automatisierungstechnik und künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft wider. Sein neuer Tanzpartner steht normalerweise in schweren Fertigungshallen, etwa in der Automobilindustrie, im Einsatz, wo der ABB IRB 6620 in enger Zusammenarbeit mit Menschen Punktschweiss- und Montageaufgaben ausführt. Er ist einer der grössten, stärksten und schwersten Industrieroboter von ABB.

"Benke und ABB haben gestern Abend die Zukunft der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter demonstriert", sagte Sami Atiya, Präsident der Division Robotics & Motion von ABB. "Mit dieser schönen und kraftvollen Performance haben Künstler und Ingenieure gezeigt, wie weit die Technologie bereits gekommen ist und uns einen Blick auf kommende Entwicklungen werfen lassen. Mit dieser Darbietung konnten wir eine Zukunft der einfachen und intuitiven Beherrschung komplexer und sensibler Interaktionen zwischen Menschen und Robotern visualisieren."

Die Aufführungen von Benkes neuestem Werk, das von der Kritik begeistert aufgenommen wurde, werden bis zum 30. November im Stockholmer Kulturhuset Stadsteatern, einem der grössten und bedeutendsten Kulturzentren in ganz Nordeuropa, zu sehen sein.

Die Entwicklung kollaborativer Roboter

Bis vor Kurzem mussten Roboter wie der IRB 6620 isoliert und hinter Schutzzäunen, Trennzonen und Wänden verbarrikadiert werden, um zu verhindern, dass ihnen Menschen während der Arbeit zu nahe kommen. Heute können Menschen und Roboter dank künstlicher Intelligenz und neuester Automatisierungstechnik auch auf engstem Raum sicher und Seite an Seite zusammenarbeiten.

Photo: Håkan Larsson
Photo: Håkan Larsson

Möglich wurde das unter anderem durch modernste Software von ABB, die inzwischen in Fabriken auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Sie ermöglicht es kollaborativen Robotern wie dem ABB IRB 6620, die Geschehnisse in ihrer Umgebung wahrzunehmen und ihre Bewegungen zum Schutz nahekommender Menschen mit unglaublicher Geschwindigkeit anzupassen. Die ABB SafeMove2 genannte Software weiss zu jederzeit, wo sich ein Tänzer befindet.

Um den IRB 6620 für die Tanz-Performance zu programmieren, haben Benke und ein kleines Team von ABB-Ingenieuren eng zusammengearbeitet. Die kollaborativen Roboter von ABB lassen sich mittels sogenannter "Lead-through-Programmierung" schnell und einfach programmieren. Dabei werden die Roboter buchstäblich "an die Hand" genommen, durch den erforderlichen Bewegungsablauf geführt und die Aktionen auf einem gewöhnlichen Smart Tablet aufgezeichnet. In der Vergangenheit hätte die Programmierung einer derartigen Performance spezielle Technikschulungen erfordert und mehrere Monate in Anspruch genommen.

Erik Hellström
Erik Hellström

Erik Hellström, einer der an der Aufführung beteiligten Ingenieure, sagte: "Es war schwierig, eine nahtlose Verbindung zur Musik herzustellen, aber mit Benke haben wir unglaubliche Fortschritte gemacht. Es ist bemerkenswert, wie der IRB 6620 jetzt sowohl die Musik als auch den Tänzer zu fühlen scheint."

Diese Art der Programmierung hat im vergangenen Jahr einem anderen populären ABB-Roboter, dem kollaborativen zweiarmigen YuMi®, ​​ermöglicht, schnell die komplizierten und komplexen Bewegungsabläufe zu erlernen, mit denen er ein ganzes Symphonieorchester rund um den berühmten Tenor Andrea Bocelli durch eine Live-Aufführung in Italien dirigieren konnte.

Die kollaborativen Roboter von ABB sind auf öffentlichen Bühnen keine Unbekannten. Neben der Leitung des Orchesters haben ABB-Roboter auch Lady Gaga bei den Grammy Awards und Bon Jovi oder deadmau5 bei Konzerten begleitet. Darüber hinaus haben kollaborative Roboter von ABB kürzlich die Eröffnungsglocke an der NASDAQ-Börse in New York City geläutet, vor Publikum einen Rubik-Würfel gelöst und einem PatientenmitMultiplerSkleroseermöglicht, Schachzuspielen.

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