ABB baut am Standort Minden

• Spatenstich für neue Halle des Geschäftsbereichs Traction.

• Betrieb soll 2022 aufgenommen werden.

• Investition in die Zukunft für mehr Nachhaltigkeit.

ABB hat gestern mit dem Bau einer neuen Halle am Standort Minden begonnen. Zum Spatenstich fanden sich neben Markus Ochsner, Vorstandsvorsitzender ABB, und Edgar Keller, Leiter der Division Traction, auch Michael Jäcke, Bürgermeister der Stadt Minden, sowie Jasper Wellbrock, zuständig für Wirtschaftsförderung, ein. Der Neubau, eine 2.500 Quadratmeter große Produktionshalle für den Geschäftsbereich Traction, erweitert die Kapazitäten der Fertigung und trägt zu einer besseren Qualitätssicherung bei. Vor allem dient die Investition aber der Entwicklung und Umsetzung innovativer Produkte und Produktionstechniken für eine energieeffiziente und nachhaltige Elektromobilität. Die Halle soll bereits Mitte 2022 in Betrieb genommen werden und leistet einen Beitrag für die Zukunft des Standorts Minden.

„Wir freuen uns, dass sich ABB mit der aktuellen Investition klar zu unserer Weserstadt bekennt. Der Neubau stärkt den Innovations- und Wirtschaftsstandort Minden und schafft weitere Arbeitsplätze. Es ist ein weiterer Impuls für die Entwicklung der Region zu einem führenden Standort nachhaltiger Mobilitätstechnologien“, sagte Bürgermeister Michael Jäcke.

Edgar Keller (rechts), Leiter der Division Traction, hob in seiner Rede im Beisein von Markus Ochsner (Mitte hinten), Vorstandsvorsitzender ABB AG, die Präsenz von ABB im lokalen Markt hervor. (Quelle: Alexander Lehn/vor-ort-foto.de)
Edgar Keller (rechts), Leiter der Division Traction, hob in seiner Rede im Beisein von Markus Ochsner (Mitte hinten), Vorstandsvorsitzender ABB AG, die Präsenz von ABB im lokalen Markt hervor. (Quelle: Alexander Lehn/vor-ort-foto.de)

Am Standort Minden produziert ABB seit dem Jahr 2013 Traktionsumrichter verschiedener Leistungsklassen und Bordnetzumrichter für die Bahnindustrie. Des Weiteren werden in dem Werk Nachrüstungen, Modernisierungen und Elektrifizierungen von Traktionsantrieben für Straßenbahnen, U- und S-Bahnen, Regionalzüge und Lokomotiven durchgeführt. In der neuen Halle soll künftig auch die Fertigung eines Energiespeichersystem erfolgen. Energiespeichersysteme werden zu einem integralen Bestandteil von Schienenfahrzeugen der Zukunft und sind eine Schlüsseltechnologie für nachhaltige Mobilität. Der Einsatz dieser Technologien trägt zur Dekarbonisierung des Verkehrs bei und bringt zahlreiche weitere Vorteile wie verbesserte Energieeffizienz, höhere betriebliche Flexibilität und geringere Kosten für die streckenseitige Infrastruktur.

„Die Investition in eine moderne und größere Fertigung ist auch eine Investition in die Energie- und Mobilitätswende, die wir als Unternehmen unterstützen möchten“, erläuterte Sabrina Engels, Leiterin des Geschäftsbereichs Traction bei ABB in Deutschland. „Erfolgreicher Klimaschutz und ein gesellschaftliches Umdenken bedeutet unter anderem einen gezielten Ausbau des öffentlichen Schienenverkehrs. Wir als ABB möchten hier vorbereitet sein und unseren Beitrag leisten.“

Das BORDLINE ESS Batterie-Energiespeichersystem von ABB basiert auf Lithium-Ionen Batteriezellen und ist eine zentrale Komponente für elektrisch verbundene Serienhybridsysteme mit fahrzeugseitiger Energiespeicherung. Ist die primäre Energiequelle der Fahrdraht, ermöglicht dieses innovative Antriebssystem den Betrieb von Schienenfahrzeugen auf nicht-elektrifizierten Streckenabschnitten ohne Einsatz von Dieselmotoren. Mit BORDLINE ESS werden in Kombination mit Transformator, Stromrichtern, Fahrmotoren und Energiemanagement insbesondere eine Verbesserung der Leistung, der Effizienz und der Beschleunigungswerte sowie eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und umweltbelastender Emissionen erzielt.

Moderne Ausstattung für nachhaltiges Arbeiten

Das neue Gebäude verfügt über moderne Lichtlösungen, ein flexibler Deckenkran sorgt für effizienteres und ergonomischeres Arbeiten. Dabei stehen optimale Arbeitsbedingungen für die rund 25 Beschäftigten im Mittelpunkt der Planungen. Angeschlossen an die Halle finden sich daher auch moderne Sozial- und Sanitärräume sowie neue Büros und ein Besprechungsraum.

Das Tragwerk ist mit Stahlbetonstützen und Spannbetontrapezbindern in Fertigteilbauweise geplant. Die Sohle ist als Stahlbeton-Spezialsohle vorgesehen. Zudem wurde ein umlaufender Stahlbetonsockel in der Halle berücksichtigt, um die Fassadenelemente von der Innenseite gegen Beschädigung zu schützen und die Befestigung von schweren Einbauten zu ermöglichen. An den Gebäudelängsseiten sind vier, jeweils sich zwei gegenüberliegende große Außentore vorgesehen. So werden Zu- und Ablieferungen ermöglicht, bei denen der Anlieferungsverkehr ohne Rangiervorgänge durch die Halle hindurchfahren kann. Jeweils neben den Toren liegen Türen für den Personenverkehr, die zeitgleich die erforderlichen Rettungswege bilden.

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit die Transformation von Gesellschaft und Industrie in eine produktivere und nachhaltigere Zukunft energisch vorantreibt. Durch die Verbindung ihres Portfolios in den Bereichen Elektrifizierung, Robotik, Automation und Antriebstechnik mit Software definiert ABB die Grenzen des technologisch Machbaren und ermöglicht so neue Höchstleistungen. ABB blickt auf eine erfolgreiche Geschichte von mehr als 130 Jahren zurück. Der Erfolg des Unternehmens basiert auf dem Talent seiner rund 105.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. www.abb.de

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