Ergebnis des 3. Quartals 2021

Ergebnis des 3. Quartals 2021

Starke Nachfrage, Umsatz durch Engpässe in der Lieferkette belastet

  • Auftragseingang +29% auf 7,9 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis1 +26%
  • Umsatz +7% auf 7,0 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis +4%
  • Ergebnis der Geschäftstätigkeit 852 Millionen US-Dollar, Marge bei 12,1%
  • Operatives EBITA1 von 1 062 Millionen US-Dollar, Marge1 bei 15,1%
  • Unverwässerter Gewinn je Aktie -85%2 auf 0,33 US‑Dollar
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit 1 104 Millionen US-Dollar und Cashflow aus Geschäftstätigkeit in fortgeführten Aktivitäten von 1 119 Millionen US-Dollar
"Ich freue mich, dass wir im dritten Quartal trotz der Schwierigkeiten in der Lieferkette eine gute Marge erzielt haben. Zudem haben wir einen sehr starken Cashflow generiert. Damit haben wir in unserer Bilanz reichlich Spielraum sowohl für organisches Wachstum und Akquisitionen als auch für Ausschüttungen an unsere Aktionäre lässt" Björn Rosengren, CEO

Zusammenfassung des CEO 

Im dritten Quartal zeigte sich ein gemischtes Bild. Während einerseits der Auftragseingang dank reger Nachfrage deutlich stieg, belasteten andererseits Engpässe in der Lieferkette den Umsatz stärker als erwartet. Dennoch haben wir das zugrunde liegende operative Ergebnis und die Marge verbessert, einen starken Cashflow generiert, die Portfolioanpassungen vorangetrieben und einige wichtige Produkte lanciert.

Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 Prozent (26 Prozent auf vergleichbarer Basis). Wir bemühen uns bewusst zu prüfen, ob hinter den von uns angenommenen Aufträgen echter Bedarf steht. Angesichts der angespannten Lieferketten ist jedoch davon auszugehen, dass Kunden in gewissem Umfang Bestellungen aufgeben, um sich zukünftige Lieferungen zu sichern. Alle Geschäftsbereiche erzielten bei positiven Entwicklungen in sämtlichen Segmenten und Regionen zweistellige Zuwächse. Gegenüber dem Vorquartal nahmen die Kundenaktivitäten auf dem amerikanischen Kontinent etwas zu, gingen in Europa zurück und blieben in China stabil.

Der Umsatz wurde durch Engpässe in der Lieferkette beeinträchtigt, die zu Verzögerungen bei der Belieferung von Kunden führten. Hier standen insbesondere die Situation bei Halbleitern und Ungleichgewichte in der gesamten Lieferkette im Vordergrund, die sich in den Geschäftsbereichen Elektrifizierung und Robotik & Fertigungsautomation besonders spürbar auswirkten. Der Umsatz erhöhte sich um 7 Prozent (4 Prozent auf vergleichbarer Basis).

Das operative EBITA stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 35 Prozent, die Marge um 310 Basispunkte auf 15,1 Prozent. Dieses Wachstum ist jedoch teilweise auch zurückzuführen auf nachteilige Einmaleffekte im Vorjahresergebnis, die gute Entwicklung der Mehrzahl der Geschäftsbereiche sowie auf die ungewöhnlich niedrigen Corporate-Kosten im Berichtsquartal.

Ich freue mich, dass wir ein weiteres Quartal mit starkem Cashflow verzeichnen konnten, der sich gegenüber der Vorjahresperiode auf 1,1 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt hat. Wir verfügen über eine starke Bilanz mit einem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von 0,5. 

Im Einklang mit unserer Strategie des aktiven Portfoliomanagements haben wir in der Berichtsperiode eine Veräusserung und eine Übernahme bekannt gegeben.

Wir haben den Verkauf der Division Mechanical Power Transmission (Dodge) für 2,9 Milliarden US-Dollar in bar vereinbart und rechnen noch in diesem Jahr mit dem Abschluss der Transaktion. Zudem hat der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation die ASTI Mobile Robotics Group (ASTI) übernommen, einen weltweit führenden Hersteller von autonomen mobilen Robotern (AMR). Diese Akquisition wird uns helfen, Potenziale in Bereichen wie Logistik und Lagerautomatisierung zu erschliessen. Auch bei den anderen Portfolioaktivitäten machen wir gute Fortschritte.

Ich freue mich sehr, dass unser E-Mobility-Geschäft die Terra 360 – die weltweit schnellste Ladesäule für Elektroautos – auf den Markt gebracht hat. Es ist die einzige Ladestation am Markt, an der dank dynamischer Energieverteilung vier Autos gleichzeitig laden können. Die Terra 360 verfügt über eine Leistung von bis zu 360 kW und ist somit in der Lage, jedes Elektroauto in maximal 15 Minuten vollständig aufzuladen. Dieses Produkt wird unsere führende Posotion im Bereich Ladeinfrastruktur weiter festigen.

In einem ähnlichen Bereich, aber mit Fokus auf die Bergbauindustrie, hat der Geschäftsbereich Prozessautomation ABB Ability™ eMine eingeführt – ein Portfolio an Technologien für das vollelektrische Bergwerk, einschliesslich Monitoring und Optimierung des Energieverbrauchs. Ab 2022 wird auch ABB Ability™ eMine FastCharge dazugehören, das die Hochleistungsladung von Minen-Trucks ermöglicht. Ebenfalls Teil des Portfolios ist das ABB Ability™ eMine Trolley System, das den Dieselverbrauch um bis zu 90 Prozent reduzieren kann.

Ausserdem wurde unser Engagement für Nachhaltigkeit im Berichtsquartal gewürdigt: Mit einer Gesamtpunktzahl von 4,2 auf einer Skala von 0 bis 5 (5 ist die beste Punktzahl) wurde ABB erneut in die FTSE4Good-Indexserie aufgenommen. In dem Index rangieren wir unter den besten Unternehmen weltweit und liegen über dem Branchendurchschnitt.

Ausblick

ABB rechnet damit, dass sich die anhaltend angespannte Lieferkette auch im vierten Quartal 2021 auf die Belieferung der Kunden auswirken wird. Der vergleichbare Umsatz wird voraussichtlich in weitgehend ähnlichem Umfang wachsen wie im dritten Quartal.

Ähnlich der Entwicklung in den Vorjahren dürfte die operative EBITA-Marge im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal zurückgehen.

ABB erwartet für das Gesamtjahr 2021 ein Wachstum des vergleichbaren Umsatzes von 6 bis 8 Prozent (vorher: knapp unter 10 Prozent), das gegen Jahresende durch Versorgungsengpässe beeinträchtigt wird. Für 2021 erwartet ABB gegenüber 2020 eine starke Verbesserung im Hinblick auf das für 2023 ausgegebene Ziel einer operativen EBITA-Marge, die sich in der oberen Hälfte des Korridors von 13 bis 16 Prozent bewegt.

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