«Wir haben ein Jahrzehnt Zeit, um unsere Emissionen zu halbieren» – Mike Peirce von der Climate Group über die Bedeutung des Weltklimagipfels COP26

«Wir haben ein Jahrzehnt Zeit, um unsere Emissionen zu halbieren» – Mike Peirce von der Climate Group über die Bedeutung des Weltklimagipfels COP26

  • Anlässlich der COP26, die derzeit in Glasgow stattfindet, geht die jüngste Folge von ABB Decoded der Frage nach, wie die Konferenz zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels beiträgt
  • Der Podcast befasst sich nicht nur mit der COP, sondern auch mit den Vorbereitungsarbeiten
  • Er verdeutlicht den aussergewöhnlichen Handlungsdruck rund um COP26 und erklärt, warum die kommenden Jahre so wichtig sind

In Glasgow, Schottland, findet derzeit die UN-Klimakonferenz COP26 statt, an der Regierungen, Unternehmen und Organisationen aus aller Welt zusammenkommen, um auf die unzähligen Probleme im Zusammenhang mit dem weltweiten Klimawandel aufmerksam zu machen und Vereinbarungen darüber zu treffen, wie man ihnen am besten begegnen kann.

Die Climate Group ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Grossbritannien, die einen guten Einblick in die Herausforderungen und Lösungsansätze hat und mit Führungskräften aus der Wirtschaft und Regierungen weltweit zusammenarbeitet, um den Klimaschutz voranzutreiben. In dieser Podcast-Folge schätzt Mike Peirce, Corporate Partnerships Director der Gruppe, die Chancen auf ein positives Ergebnis der COP26 ein und erklärt, warum die Verhandlungen für uns alle wichtig sind.

COP – ein Jahr Vorbereitungszeit
Die Weltklimakonferenz (Conference of the Parties – Zusammenkunft der Vertragsstaaten) stellt jedes Jahr den Höhepunkt eines einjährigen Arbeitsprozesses dar, an dem zahlreiche Gespräche zwischen Regierungen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Gruppen parallel geführt werden und Standpunkte festgelegt werden, die dann auf dem Klimagipfel vertreten werden.

«Die Verhandlungen während der zwei Wochen andauernden Klimakonferenz sind ein Schlüsselprozess. Hier finden nicht nur Diskussionen zwischen den Staats- und Regierungschefs statt, sondern die Unternehmen stellen auch ihre neuen Strategien und Massnahmen vor und zeigen, wie sie zu den von den Regierungen formulierten Zielen beitragen können. Dabei wird oft Druck auf die Regierungen ausgeübt und hervorgehoben, dass sie mehr tun müssten, damit die von uns festgelegten Ziele erreicht werden können.»

Ein Meilenstein für den Klimaschutz
Fünf Gipfeltreffen nach dem Pariser Abkommen (COP21) scheint nun echter Handlungsbedarf für die COP26 zu bestehen.

«Wir befinden uns heute in einer besonders interessanten und wichtigen Verhandlungsphase, denn in diesem Jahr mussten die einzelnen Länder ihre so genannten national festgelegten Beiträge vorlegen – d.h. was würden sie als Land tun, um zum Pariser Abkommen beizutragen. Und in diesem Jahr haben einige Länder tatsächlich deutliche Massnahmen ergriffen.»

«Wir haben jetzt ein Jahrzehnt vor uns, in dem wir zur Erreichung der Klimaziele unsere Emissionen um die Hälfte reduzieren müssen. Was also jetzt und in den nächsten zwei oder drei Jahren passiert, ist wirklich von grosser Bedeutung. Wir hoffen, dass sich diese Dringlichkeit im Verlauf der Gespräche während der COP26 und in den eingegangenen Verpflichtungen widerspiegelt.»

Ansporn zu echtem Wandel
«Seit den 1950er Jahren hat sich das weltweite Verkehrsaufkommen, unsere Kommunikation, unser Bildungsniveau usw. rapide beschleunigt. Für unsere Gesellschaft war das von Vorteil, aber es hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die verschiedenen Ökosysteme, auf die Flächennutzung, die Ernten, das Wasser und auf das Klima als Schnittstelle zwischen all diesen Bereichen. Der Klimawandel ist in vollem Gange, und wir erleben ihn jetzt, in diesem Jahr, mit Ernteverlusten und Waldbränden, um nur zwei Beispiele zu nennen. Es ist also ganz offensichtlich, dass etwas passieren muss.«

Dennoch werden in vielen Bereichen erhebliche Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel erzielt.

«Ein Beispiel dafür sind Elektrofahrzeuge, deren direkte Kosten auf den europäischen Märkten in ein oder zwei Jahren denen eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor entsprechen werden. Investitionen tragen dazu bei, dass wir uns in bestimmten Segmenten in die richtige Richtung bewegen, aber es gibt auch viele Bereiche, in denen wir die technologische Entwicklung zwar sehen können, aber es noch einige Zeit dauern wird, bis wir dieses Ziel erreichen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir Wege finden, diese Entwicklung zu beschleunigen.«

ABB leistet durch ihr langjähriges Engagement für eine produktivere und nachhaltigere Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen der COP. Das Unternehmen hat an zwei COP-Gesprächsrunden mit dem Time Magazine teilgenommen. Themen waren die Bewältigung der weltweiten Herausforderungen im Energiebereich und die Verankerung der Nachhaltigkeit. Theodor Swedjemark, Chief Communications and Sustainability Officer von ABB, nimmt am 10. November an einer Podiumsdiskussion an der COP26 mit dem CEO der Formel E, Jamie Reigle, und dem ROKiT Venturi Racing Fahrer Lucas di Grassi teil. Die Teilnehmer werden sich mit der Frage befassen, inwiefern der Sport eine effektive Plattform ist, um Fortschritte im Bereich der Nachhaltigkeit zu erzielen und die Grenzen der Technologie zu erweitern. Ausserdem werden sie einen Blick auf die kommenden Rennen werfen und die nächsten Schritte erörtern, die ABB zusammen mit dem Team der Formel E unternehmen wird, um den möglichen positiven Einfluss auf die Städte und Länder, in denen die Wettläufe stattfinden, zu verstärken.

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit die Transformation von Gesellschaft und Industrie in eine produktivere und nachhaltigere Zukunft energisch vorantreibt. Durch die Verbindung ihres Portfolios in den Bereichen Elektrifizierung, Robotik, Automation und Antriebstechnik mit Software definiert ABB die Grenzen des technologisch Machbaren und ermöglicht so neue Höchstleistungen. ABB blickt auf eine erfolgreiche Geschichte von mehr als 130 Jahren zurück. Der Erfolg des Unternehmens basiert auf dem Talent seiner rund 105’000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern. www.abb.com

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