CERN erhöht Energieeffizienz kritischer Kühlsysteme mit digitalen ABB Ability-Lösungen

CERN erhöht Energieeffizienz kritischer Kühlsysteme mit digitalen ABB Ability-Lösungen

  • Partnerschaft nutzt Daten und Know-how, um Energieverbrauch der Kühl- und Lüftungssysteme des CERN um bis zu 15 Prozent zu reduzieren
  • ABB und CERN erstellen digitale Zwillinge, um Online-Diagnostik zu unterstützen und hocheffizienten und zuverlässigen Betrieb der Systeme zu gewährleisten
  • Erkenntnisse und Best-Practice-Verfahren werden öffentlich zugänglich gemacht, um auch für andere große Kühl- und Lüftungsprojekte neue Wege zur Effizienzsteigerung zu ermöglichen

Das CERN, eine Forschungseinrichtung für Teilchenphysik, und ABB haben eine Kooperation geschlossen, um Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung von Kühl- und Lüftungssystemen zu ermitteln, die am CERN-Standort bei Genf für Laborexperimente genutzt werden. Die Kooperation soll auch als Beispiel für andere energieintensive Forschungseinrichtungen dienen, die ihren ökologischen Fußabdruck verringern und die Zuverlässigkeit ihrer Systeme erhöhen wollen.

Das nicht-kommerzielle Projekt soll aufzeigen, wie mit Hilfe von Servicekompetenz und Daten, die mit dem ABB Ability Digital Powertrain gewonnen werden, bessere Entscheidungen hinsichtlich Reduzierung des Energieverbrauchs und Maximierung der Zuverlässigkeit von Großforschungsanlagen getroffen werden können. Derzeit entfallen 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs des CERN auf Motoren für den Antrieb von Pumpen, Lüftern, Kompressoren und Kühltürmen – rund 260 Gigawattstunden.

ABB wird digitale Leistungsdaten von Hunderten von elektrischen Industriemotoren erfassen, um das CERN bei der Verbesserung der Energieeffizienz seiner kritischen Kühlsysteme zu unterstützen. (Quelle: CERN)
ABB wird digitale Leistungsdaten von Hunderten von elektrischen Industriemotoren erfassen, um das CERN bei der Verbesserung der Energieeffizienz seiner kritischen Kühlsysteme zu unterstützen. (Quelle: CERN)
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«Unsere Innovationspartnerschaften helfen uns, mit unserer Arbeit, mit der wir die Grenzen von Wissenschaft und Technik am CERN neu definieren, positive Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erzielen», sagte Han Dols, Head of Business Development & Entrepreneurship am CERN. «Durch unsere Kooperation mit ABB wollen wir neue Erkenntnisse für die Reduzierung unseres Stromverbrauchs gewinnen. Wir hoffen zudem, dass auch andere große Forschungseinrichtungen und die Industrie unserem Beispiel folgen. Daher haben wir mit ABB vereinbart, die Erfahrungen aus diesem Projekt öffentlich zugänglich zu machen.»

Mari E. Haapala, Digital Lead von ABB Motion, führte aus: «Unsere Partnerschaft mit dem CERN wird veranschaulichen, wie wir von Erkenntnissen aus digitalen Energieverbrauchsanalysen und Condition-Monitoring-Diensten profitieren können, die bessere Entscheidungen über die elektrischen rotierenden Maschinen in einer Großforschungseinrichtung ermöglichen. Als Partner des CERN freuen wir uns darauf, die Einrichtung auf ihrem digitalen Weg in eine energieeffiziente Zukunft zu unterstützen.»

Die Partnerschaft macht es möglich, digitale Leistungsdaten von Hunderten von elektrischen Industriemotoren und -anwendungen zu erfassen. ABB-Experten werden die Daten analysieren und präzise ermitteln, wie viel Energie an welchen Stellen durch die Anpassung von Zeitplänen und Lasten oder die Umrüstung auf hocheffiziente Motoren und Frequenzumrichter eingespart werden kann. Mit diesem Ansatz lässt sich der Energieverbrauch in der Regel um 15 Prozent oder mehr reduzieren.

Die Daten sollen auch für das Condition Monitoring genutzt werden, um einen zuverlässigen Betrieb der Kühl- und Lüftungssysteme zu gewährleisten. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Vibrationen feststellen, die auftreten, wenn sich Komponenten dem Ende ihrer Lebensdauer nähern. So können die Ingenieure des CERN die Wartung im Voraus planen, um die Verfügbarkeit der Kühlsysteme zu sichern. Fallen diese ungeplant nur 30 Minuten aus, kann dies ein Experiment für 48 Stunden unterbrechen. Die Umstellung von reaktiver auf vorausschauende Wartung wird auch die Wartungskosten senken.

Zusätzlich wird das Team digitale Zwillinge des Systems erstellen. Mit deren Hilfe wird das CERN bei der Entwicklung von Anpassungen der Kühlung für neue Experimente und Infrastrukturen fortgeschrittene Diagnosen durchführen und Szenarien offline testen können. Endergebnis des Projekts wird ein Fahrplan sein, der dem CERN weitere Energieeinsparungen und die Verringerung seiner Umweltauswirkungen ermöglichen soll.

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit die Transformation von Gesellschaft und Industrie in eine produktivere und nachhaltigere Zukunft energisch vorantreibt. Durch die Verbindung ihres Portfolios in den Bereichen Elektrifizierung, Robotik, Automation und Antriebstechnik mit Software definiert ABB die Grenzen des technologisch Machbaren und ermöglicht so neue Höchstleistungen. ABB blickt auf eine erfolgreiche Geschichte von mehr als 130 Jahren zurück. Der Erfolg des Unternehmens basiert auf dem Talent seiner rund 105.000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern. www.abb.de

Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Forschungseinrichtung für Teilchenphysik. Die Organisation liegt an der französisch-schweizerischen Grenze und hat ihren Sitz in Genf. Mitgliedstaaten des CERN sind Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Serbien, die Slowakei, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn. Estland, Slowenien und Zypern sind assoziierte Mitgliedstaaten im Vorstadium der Mitgliedschaft. Indien, Kroatien, Lettland, Litauen, Pakistan, die Türkei und die Ukraine sind assoziierte Mitgliedstaaten. Die Europäische Union, Japan, das JINR, die Russische Föderation, die UNESCO und die Vereinigten Staaten von Amerika genießen derzeit Beobachterstatus. Der Beobachterstatus der Russischen Föderation und des JINR wurde im Einklang mit den Beschlüssen des CERN-Rats vom 8. März 2022 und 25. März 2022 bis auf Weiteres ausgesetzt.

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