ABB geht Partnerschaft mit Boliden ein, um CO2-Fussabdruck ihrer Industrieprodukte zu reduzieren

ABB geht Partnerschaft mit Boliden ein, um CO2-Fussabdruck ihrer Industrieprodukte zu reduzieren

  • ABB wird rezykliertes und kohlenstoffarmes Kupfer von Boliden in ihren Elektromotoren und elektromagnetischen Rührsystemen verwenden
  • Vereinbarung unterstreicht Ziel von ABB, bis 2030 mindestens 80 Prozent ihrer Produkte und Lösungen nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft zu behandeln

ABB baut eine strategische Kooperation mit Boliden auf, um das kohlenstoffarme Kupfer des schwedischen Bergbau- und Metallunternehmens in ihren elektromagnetischen Rührwerken (EMS-Anlagen) und hocheffizienten Elektromotoren zu verwenden. Damit sollen die Treibhausgasemissionen reduziert und der Wandel zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft vorangetrieben werden.

Die Partnerschaft mit Boliden ist ein wichtiger Bestandteil des Ziels von ABB, die in ihren Produkten verwendeten Rohstoffe durch kohlenstoffärmere Alternativen zu ersetzen und so die Umweltauswirkungen zu mindern. Neben rezykliertem Kupfer will ABB auch verstärkt rezyklierten Elektrostahl (E-Stahl) und Recyclingaluminium verwenden. Die neue Partnerschaft ist zudem ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Zur Erreichung dieses Ziels entwickelt ABB bereits Motoren, die zu 98 Prozent wiederverwertbar sind. Die verbleibenden zwei Prozent des Materials können zur Wärmerückgewinnung verbrannt werden. Mit Recyclingkupfer, -aluminium und -stahl lassen sich im Vergleich zur Neuproduktion Energieeinsparungen zwischen 75 und 95 Prozent erzielen.

 IE5-Ultra-Premium-Effizienz-SynRM-Motoren von ABB werden eine noch geringere Umweltbelastung aufweisen.
IE5-Ultra-Premium-Effizienz-SynRM-Motoren von ABB werden eine noch geringere Umweltbelastung aufweisen.

«Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir es uns zum Ziel gesetzt, 80 Prozent unserer Produkte und Lösungen bis 2030 nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft zu behandeln. Die Zusammenarbeit mit Boliden wird uns auf dem Weg dorthin ein gutes Stück voranbringen», sagte Ola Norén, Head of Metallurgy Products, Process Industries, ABB. «Per Ende Jahr werden wir eine Bestandsaufnahme vornehmen, um sicherzustellen, dass ab 2023 bei allen unseren Metallurgie-Produkten rezyklierte Kupferholleiter verwendet werden.»

«Wir haben uns verpflichtet, eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft zu ermöglichen. Dank dieser Zusammenarbeit erhalten unsere Kunden die Möglichkeit, ihre Dekarbonisierung durch Umrüstung auf energieeffiziente Motoren voranzutreiben und ABB-Lösungen zu installieren, die dank des Kupfers von Boliden eine bessere Umweltbilanz aufweisen», sagte Ulf Hellström, Leiter von ABB Antriebstechnik in Schweden. «Das ist ein hervorragendes Beispiel für Kreislaufwirtschaft in der Praxis.»

Im Rahmen der Kooperation bestellt ABB über den finnischen Spezialisten für Metallprodukte Luvata erstmalig das zertifizierte rezyklierte Kupfer von Boliden. Hohldraht aus diesem Material wird bei den elektromagnetischen Rührsystemen von ABB für die Stahl- und Aluminiumherstellung zum Einsatz kommen.

Ab 2023 wird ABB das kohlenstoffarme Recyclingkupfer von Boliden kaufen, um auch die steigende Nachfrage nach ihren in Europa hergestellten IE5 Ultra-Premium Efficiency SynRM- und e-Mobility-Motoren zu bedienen. Die beiden Unternehmen haben zudem eine Absichtserklärung unterzeichnet: ABB will Boliden bei der Identifizierung ineffizienter Niederspannungsmotoren in seinen Betrieben unterstützen. Diese Motoren können dann im Rahmen des Rücknahme-und-Upcycling-Konzepts von ABB durch hocheffiziente Motoren ersetzt werden. Die alten Motoren werden rezykliert, um Rohstoff für das Recyclingkupfer von Boliden zu gewinnen.

Das elektromagnetische Rührwerk ArcSave von ABB zur Optimierung des Betriebs von Elektrolichtbogenöfen
Das elektromagnetische Rührwerk ArcSave von ABB zur Optimierung des Betriebs von Elektrolichtbogenöfen

Kupfer spielt bei der Herstellung von Elektroanlagen für die Industrie eine zentrale Rolle, ist in der Erzeugung jedoch energieintensiv. Boliden hat deshalb kohlenstoffarmes Kupfer entwickelt, das mit Hilfe fossilfreier Energie abgebaut wird, und produziert zudem Kupfer aus rezyklierten Sekundärrohstoffen. Der CO2-Fussabdruck dieser Produkte ist um 65 Prozent geringer als im Branchendurchschnitt. Ein typischer 75-kW-Motor mit einem Gewicht von 650 kg kann bis zu 80 kg Kupfer enthalten. Durch Verwendung des Kupfers von Boliden lassen sich bei der Herstellung jedes dieser Motoren rund 200 kg an CO2-Emissionen einsparen. Jeder Rührer in Schmelzöfen enthält bis zu 2,7 Tonnen Kupfer – hier lassen sich bis zu 6,7 Tonnen CO2 pro Rührer einsparen.

ABB ist ein führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierung und Automation, das eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft ermöglicht. Die Lösungen des Unternehmens verbinden technische Expertise mit Software, um die Art und Weise, wie etwas hergestellt, bewegt, angetrieben und betrieben wird, zu verbessern. Auf der Grundlage von mehr als 130 Jahren Exzellenz sind die rund 105'000 Mitarbeitenden von ABB bestrebt, Innovationen voranzutreiben, um die Transformation der Industrie zu beschleunigen. www.abb.com

Links

Kontaktieren Sie uns

Downloads

Diesen Artikel teilen

Facebook LinkedIn Twitter WhatsApp