Vor-Ort-Sichtprüfung für Motoren und Generatoren

ABB Air Gap Inspector

Der neue Service ermöglicht die Sichtprüfung des Statorblechpakets, des Läuferblechpakets und der Wicklung, ohne dass der Rotor ausgebaut werden muss

ABB verwendet bei seinem neuen Service zur Vor-Ort-Sichtprüfung einen Roboter-Crawler – den ABB Air Gap Inspector - zur Überprüfung des Statorblechpakets, des Läuferblechpakets und der Wicklung großer Motoren und Generatoren. Durch diese Art der Inspektion kann eine Überprüfung auf mögliche Schäden ohne Demontage des Rotors durchgeführt werden.

Der Roboter-Crawler fährt durch den Luftspalt zwischen Stator und Rotor, indem er auf modularen Magnetschienen das Ständerblechpaket entlangfährt. Er kann bei allen Motoren und Generatoren mit einem Luftspalt von mindestens 10 mm eingesetzt werden. Im Gegensatz zu konventionellen Prüfgeräten, die nur bei Turbo-/Hydrogeneratoren mit sehr großem Luftspalt verwendet werden können, kann der ABB Air Gap Inspector bei allen großen Synchronmotoren und -generatoren mit einem Luftspalt von mindestens 10 mm eingesetzt werden.

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ABB Air Gap Inspector Fragen und Antworten


Warum sollte der Crawler zur Inspektion verwendet werden?

  • Geringere Inspektionskosten.
  • Eine Technologie für die Inspektion vor Ort ermöglicht eine Prüfung und Inspektion des Motors oder Generators mit eingebautem Rotor.
  • Frühzeitige Problemerkennung.
  • Geringeres Risiko von Schäden durch Ausbau/Wiedereinbau.
  • Eine um mehr als 33 % reduzierte Inspektionsdauer verglichen mit der Dauer bei Ausbau des Rotors.
  • Längere Zeitspanne bis zum nächsten Ausbau des Rotors.
  • Regelmäßige Überwachung der bekannten Bedingungen.

Welche Typen von Motoren oder Generatoren kann der Crawler überprüfen?

  • Aufgrund der geringen Höhe des ABB Air Gap Inspectors kann er zur Überprüfung von Synchronmotoren sowie auch Synchrongeneratoren, Turbogeneratoren und Hydrogeneratoren verwendet werden.
  • Die geringe Höhe des Crawlers ermöglicht seinen Einsatz in beliebigen Motoren oder Generatoren mit einem Luftspalt von mindestens 10 mm.
  • Die Konstruktion ermöglicht es dem Crawler, mit Hilfe der Magnetanziehungskraft über die Statorzähne zu fahren. Er kann deshalb sowohl bei eingebautem als auch ausgebautem Rotor verwendet werden.
  • Das Antriebsmodul des Crawlers bewegt sich auf eisenhaltigem Material, allerdings bestehen normalerweise nur die Zähne hieraus. Deshalb müssen die Schienen des Antriebsmoduls an den Statorzähnen ausgerichtet werden. Da die Größe der Zähne und das Verhältnis der Zahnbreite zur Keilbreite sich bei den verschiedenen Motoren/Generatoren unterscheidet, müssen die Schienen verstellbar sein, damit sie zur Zahnkonfiguration des zu prüfenden Motors/Generators passen.
  • Der Crawler bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten, so sodass er an viele unterschiedliche Statorkonstruktionen angepasst werden kann. Dies macht den Crawler einzigartig, da er durch seine Verstellbarkeit immer an die Statorzähne angepasst werden kann.
    1. Höhenbeschränkung: Luftspalt mindestens 10 mm
    2. Durchmesserbeschränkung: beliebiger Durchmesser. Verbindungselemente zur Einstellung des Crawlers auf die Standardgrößen von Motoren/Generatoren sind in dem Paket enthalten. Verbindungselemente für spezifische Motoren/Generatoren können im Rahmen der Auftragserteilung zur Anpassung an die Statorzähne entwickelt werden.
    3. Zugang für den Crawler: Endschilde, Leitbleche, obere Lagerschilde auf beiden Seiten des Motors/Generators, obere und untere Lagerschilde, manchmal die Lüfterflügel des Rotors. Die Anforderungen hängen von der Konstruktion des betreffenden Motors/Generators ab - manchmal reichen einfach die äußeren Türen und Kühler aus, manchmal müssen deutlich mehr Teile ausgebaut werden.

 


Welche Ergebnisse liefert die Inspektion? Wie werden die Ergebnisse bereitgestellt?

  • ABB erstellt einen Bericht über die Sichtprüfung, in dem die Problembereiche klar gekennzeichnet sind, und speichert das Ergebnis der Prüfung des Motors/Generators auf einer CD.
  • ABB gibt auf Basis der Prüfergebnisse eine Beurteilung zum Zustand des Motors/Generators ab.
  • ABB kann auch einen Aktionsplan für die weiteren, empfohlenen Wartungsmaßnahmen auf Grundlage der Ergebnisse der Sichtprüfung erstellen.

Welche Vorbereitungen sind zur Durchführung der Sichtprüfung mit dem ABB Air Gap Inspector notwendig?

  • Die Inspektionen mit dem ABB Air Gap Inspector können im Rahmen einer geplanten Abschaltung durchgeführt werden.
  • Einige geringfügige Demontagearbeiten; dazu gehören Endschilde, Leitbleche, die oberen Lagerschilde auf beiden Seiten des Motors/Generators, die oberen und unteren Lagerschilde, manchmal die Lüfterflügel des Rotors. Die Anforderungen hängen von der Konstruktion des betreffenden Motors/Generators ab - manchmal reichen einfach die äußeren Türen und Kühler aus, manchmal müssen deutlich mehr Teile ausgebaut werden.
  • Der ABB Air Gap Inspector ist für den Einsatz in Umgebungen mit Temperaturen bis etwa 40 °C geprüft.
  • Das Crawler-Paket beinhaltet eine Steckdose und einen Umrichter für die unterschiedlichen Spannungen/Frequenzen in verschiedenen Ländern.

Wie lange dauert es, die Inspektion durchzuführen?

  • Die Dauer der Überprüfung hängt unmittelbar vom Motor-/Generatortyp sowie von der Anzahl der Statornuten ab.
  • Die Erfahrung zeigt, dass die Inspektion bei einem Industrie-Synchronmotor/Generator mit ca. 100 Nuten etwa 8 Stunden dauert.

Welche Einschränkungen gibt es beim Einsatz des Crawlers? Wo kann der Crawler nicht eingesetzt werden?

  • Luftspalten kleiner als 10 mm. Motoren und Generatoren ohne Endschilde und schwer ausbaubaren Standventilatoren.

 



Verfügt der Crawler über eine CE-Zertifizierung?

  • Ja, der Crawler besitzt eine CE-Zertifizierung. 

Können Kunden den Crawler mieten, um die Wartung durchzuführen?

  • Es ist NICHT möglich, den Crawler zu mieten. Der Service wird vom Motoren- und Generatorenservice von ABB angeboten.

Kann der Crawler auf zur Inspektion von Ex-Motoren verwendet werden?

  • Derzeit liegt keine Zulassung für den Einsatz des Air Gap Inspectors in explosionsgefährdeten Bereichen vor. Trotzdem können Ex-Motoren geprüft werden, wenn sie sich in einem sicheren Bereich befinden (der Motor wird vorübergehend aus dem explosionsgefährdeten Bereich entfernt oder die Umgebung wird vorübergehend gesichert wird, damit die Arbeiten ausgeführt werden können).
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