Automobilindustrie sieht steigende Energiekosten in Europa und Lohnkosten in den USA als zentrale Herausforderungen

Automobilindustrie sieht steigende Energiekosten in Europa und Lohnkosten in den USA als zentrale Herausforderungen

  • Zweite globale ABB-Umfrage offenbart Besorgnis über steigende Energiekosten in Europa und höhere Lohnkosten in den USA
  • Zweifel an den Produktionsfristen für E-Fahrzeuge können mit einem Mangel an Schlüsselqualifikationen zusammenhängen
  • Energieeffiziente Automationslösungen von ABB adressieren wesentliche Herausforderungen

Die globale Umfrage „ABB Automotive Manufacturing Outlook Survey“ – in Auftrag gegeben von ABB Robotics und dem Branchenspezialisten Automotive Manufacturing Solutions (AMS) – zeigt: Steigende Energiekosten in Europa und die ausufernden Lohnkosten in den USA zählen zu großen Herausforderungen für die Automobilindustrie.

Die mittlerweile zweite Umfrage von ABB Robotics innerhalb der Automobilindustrie ergab, dass mehr als die Hälfte (53 Prozent) aller Befragten aus Europa steigende Energiekosten als eine ihrer drei größten Besorgnisse nannten – verglichen mit nur 38 Prozent der Befragten in Asien. In Nordamerika geben 63 Prozent an, dass ihnen die steigenden Lohnkosten große Sorgen bereiten. Dies wird vermutlich durch die jüngsten Gewerkschaftsverhandlungen verstärkt, die ihren Mitgliedern zweistellige Lohnerhöhungen bescherten.

„Höhere Lohn- und Energiekosten standen bei unserer zweiten jährlichen Umfrage im Vordergrund“, betont Jörg Reger, Leiter der Business Line Automotive bei ABB Robotics. „Doch Lösungen, die den Energieverbrauch am Produktionsstandort senken können, gibt es bereits. Neue Generationen intelligenter Robotersteuerungen wie OmniCoreTM von ABB reduzieren den Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent – durch den Einsatz modernster Software, leichteren Materialien und regenerativen Systemen.“

Zweifel an den Fristen zur Umstellung auf die Produktion von E-Fahrzeugen bleiben groß

In der ersten ABB-Umfrage aus dem vergangenen Jahr wurden Branchenexperten befragt, ob sie die gesetzlichen Fristen für die Umstellung auf die ausschließliche Produktion von Elektrofahrzeugen für realisierbar halten. In der diesjährigen Umfrage wurde das Thema erneut aufgegriffen. Dabei ist die Zahl der Befragten, die fest daran glauben, dass die Umstellung realisiert werden kann, von 11 Prozent auf nur 8 Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) glaubt nach wie vor, dass die Ziele niemals erreicht werden können – gegenüber 59 Prozent im Vorjahr.

Mangel an bestimmten Qualifikationen

Ein Grund, warum viele an diesen Fristen zweifeln, ist die Sorge um wichtige Fachkräfte. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) sieht im Fachkräftemangel große Auswirkungen auf die Produktion, wobei die Befragten aus Europa (52 Prozent) und Asien (58 Prozent) vornehmlich das mangelnde Fachwissen rund um Elektrofahrzeuge und Batterien als Hauptprobleme angaben.

„Der Fachkräftemangel in einigen sehr spezifischen Bereichen ist nach wie vor ein Problem für die Branche“, sagt Daniel Harrison, Automotive Analyst bei Automotive Manufacturing Solutions (AMS). „Je schneller die Produktion von Elektrofahrzeugen voranschreitet, desto wichtiger wird es, eine große Anzahl von Mitarbeitenden neu zu qualifizieren oder umzuschulen und neue Talente für die Automobilindustrie zu gewinnen. Die Herstellung von Elektrofahrzeugen in Verbindung mit dem zunehmenden Anteil an Software, Elektrik und fortschrittlicher Elektronik erfordert neue und andere Kompetenzen. Die Umfrage spiegelt die Ansicht wider, dass mehr getan werden muss."

ABB Robotics hat auf diese Herausforderung reagiert und investiert im Rahmen von Ausbildungsprogrammen in die Zusammenarbeit mit Hunderten von Schulen und Universitäten rund um den Globus. Dabei werden den Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden Automatisierungs- und Softwarekenntnisse vermittelt, die die Grundlage für die intelligenten Fertigungslösungen der Zukunft bilden. So wurde der von STEM.org zertifizierte Schulungsroboter IRB 1090 des Unternehmens entwickelt, um Lernende mit den Grundlagen der Roboterprogrammierung vertraut zu machen.

Unterbrechung der Lieferketten ebenso im Fokus

Die Umfrage zeigt auch: Unterbrechungen in den Lieferketten, die aufgrund globaler Unsicherheiten häufig zu Engpässen bei Komponenten und zu Produktionsverzögerungen geführt haben, stellen weiterhin ein großes Problem der Branche dar. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) aller Befragten wies darauf hin. Ein deutlicher Anstieg war hierzu bei den Befragten aus Nordamerika (51 Prozent) zu verzeichnen, wo es als größte Herausforderung für die Fertigung in der Region genannt wurde.

An der ABB-Umfrage haben weltweit knapp 400 Branchenexpertinnen und -experten teilgenommen – darunter Verantwortliche von Fahrzeugherstellern und -zulieferern auf sämtlichen Management-Ebenen und aus der Entwicklung sowie Expertinnen und Experten aus der gesamten Automobilwelt.

Weitere Einblicke in die Umfrage sind hier verfügbar: LINK

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