3. Quartal 2019

  • ABB hält Kurs in schwierigerem Marktumfeld
  • Gesamtauftragseingang -1 Prozent, Auftragsbestand +3 Prozent
  • Umsatz und Book-to-Bill-Verhältnis stabil
  • Operative EBITA-Marge2 von 11,7 Prozent, + 20 Basispunkte; Belastung der Marge um 70 Basispunkte durch so genannte Stranded Costs
  • Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern von 422 Millionen US-Dollar, -1 Prozent
  • Konzerngewinn von 515 Millionen US-Dollar, -15 Prozent
  • Operativer Gewinn je Aktie2 von 0,33 US-Dollar, -7 Prozent
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit steigt um 19 Prozent auf 670 Millionen US-Dollar; solider Cashflow für das Gesamtjahr erwartet
  • Björn Rosengren mit Wirkung zum 1. März 2020 zum CEO ernannt

„Das Unternehmen hat im dritten Quartal eine robuste Performance gezeigt, obwohl das schwächere Konjunkturumfeld einige Abnehmermärkte belastet hat, insbesondere den Robotik- und Automationssektor“, sagte Peter Voser, Verwaltungsratspräsident und CEO von ABB.

„Wir halten an unserem langfristig ausgerichteten Wachstumskurs fest und legen den Fokus bei rückläufiger Nachfrage konsequent auf effektives Kostenmanagement. Gleichzeitig treiben wir unsere Transformationsagenda voran“, so Voser weiter. „Wir setzen unsere Strategie entschlossen mit einer Unternehmenskultur um, die alle Mitarbeitenden motiviert, Verantwortung zu übernehmen und Höchstleistung zu erbringen.“

Kurzfristiger Ausblick

Die makroökonomischen Indikatoren sind für Europa und China uneinheitlich, während sie sich in den USA abschwächen. Insgesamt werden die globalen Märkte weiter durch geopolitische Unsicherheiten beeinflusst.

Gemessen an den makroökonomischen Indikatoren zeigen sich die Absatzmärkte von ABB robust, wobei auf einigen Märkten Gegenwind herrscht, insbesondere in der Fertigungsindustrie. Der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen.

Die wichtigsten Kennzahlen

Veränderung

Veränderung

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q3 2019

Q3 2018

USD

Vergleich-bare Basis1

9M 2019

9M 2018

USD

Vergleich-bare Basis1

Auftragseingang

6 688

6 917

-3%

-1%

21 702

21 605

0%

+1%

Umsatz

6 892

7 095

-3%

0%

20 910

20 267

+3%

+2%

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

577

617

-6%

1 290

1 951

-34%

Operatives EBITA2

806

814

-1%

0%

2 397

2 421

-1%

+3%4

In % des operativen Umsatzes

11,7%

11,5%

+0,2 Pkt

11,5%

11,9%

-0,4 Pkt

Gewinn (Verlust) aus fortgeführten Aktivitäten, nach Steuern

422

427

-1%

783

1 365

-43%

Auf ABB entfallender Konzerngewinn

515

603

-15%

1 114

1.856

-40%

Unverwässerter Gewinn je Aktie (USD)

0,24

0,28

-15%3

0,52

0,87

-40%3

Operativer Gewinn je Aktie (USD)2

0,33

0,34

-3%3

-7%3

0,98

1,03

-6%3

-5%3

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

670

565

+19%

414

1 057

-61%

Am 17. Dezember 2018 gab ABB den Abschluss einer Vereinbarung über den Verkauf ihres Stromnetzgeschäfts bekannt. Infolgedessen werden die Ergebnisse des Stromnetzgeschäfts als nichtfortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Die Ergebnisse des Unternehmens wurden für alle Perioden entsprechend angepasst.

Konzernergebnis des 3. Quartals 2019

„ABB hat in den Geschäftsbereichen Elektrifizierung und Antriebstechnik ein solides Ergebnis erwirtschaftet, während der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation schwierigen Marktbedingungen ausgesetzt war. Die Neubewertung eines Grossprojekts im Geschäftsbereich Industrieautomation hatte negative Effekte zur Folge“, erklärte Timo Ihamuotila, CFO von ABB.

„Für das Gesamtjahr erwarten wir weiterhin ein moderates Umsatzwachstum und eine Verbesserung der operativen Margen. Es stimmt uns zuversichtlich, dass die Integration von GEIS und die Einführung unseres Betriebsmodells ABB-OS langfristig eine Verbesserung des Leistungsausweises von ABB bewirken.“

Konzernergebnis im Überblick

Die Neubewertung eines Projekts im Geschäftsbereich Industrieautomation minderte den Gesamtumsatz im Berichtsquartal um 1 Prozent. Die operative EBITA-Marge von 11,7 Prozent wurde mit insgesamt 190 Basispunkten belastet. Davon resultierten rund 90 Basispunkte aus der Neubewertung eines Projekts im Geschäftsbereich Industrieautomation, etwa 70 Basispunkte aus Stranded Costs und rund 30 Basispunkte aus einer Belastung in den nicht zum Kerngeschäft gehörenden Altaktivitäten.

Die fortgeführten Aktivitäten der Geschäftsbereiche lieferten ansonsten eine robuste Performance, trotz des Gegenwinds für den Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation. Gegenüber der Vorjahresperiode profitierte das Ergebnis von einer geringeren Run Rate im operativen EBITA von Konzernaufwand und Sonstiges. Hier machten sich Einsparungen durch das Vereinfachungsprogramm, der weitere Wegfall von Stranded Costs und Verbesserungen im Nicht-Kerngeschäft bemerkbar.

Der Konzerngewinn wurde zusätzlich durch den geringeren Gewinn aus nichtfortgeführten Aktivitäten belastet.

Auftragseingang

Der Auftragseingang ging im Berichtsquartal gegenüber der Vorjahresperiode um 1 Prozent zurück (3 Prozent in US-Dollar). Das moderate Wachstum im Geschäftsbereich Industrieautomation und die leichten Zuwächse in den Geschäftsbereichen Elektrifizierung und Antriebstechnik wurden durch die rückläufige Nachfrage im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation mehr als aufgehoben. Effekte aus der Währungsumrechnung wirkten sich mit 1 Prozent negativ auf den Auftragseingang aus. Portfolioänderungen führten ebenfalls zu einem negativen Nettoeffekt von 1 Prozent.

Serviceaufträge machten 19 Prozent des gesamten Auftragseingangs aus und lagen 2 Prozent (5 Prozent in US-Dollar) unter dem Wert des Vorjahresquartals. Grossaufträge steuerten 5 Prozent zum Gesamtauftragseingang bei, 1 Prozent weniger als im dritten Quartal 2018.

Der Auftragsbestand wuchs um 3 Prozent (Rückgang um 3 Prozent in US-Dollar).

Marktüberblick

Auftragsentwicklung in den Regionen:

  • In Europa ging der Auftragseingang um 2 Prozent zurück (6 Prozent in US-Dollar). Grosse Ländermärkte wie Schweden und Italien blieben stabil. Frankreich, Grossbritannien und Spanien erzielten ein Auftragsplus, während die Aufträge in der Schweiz, in Finnland und Norwegen gegenüber der Vorjahresperiode nachgaben. In Deutschland verringerte sich der Auftragseingang um 1 Prozent (5 Prozent in US-Dollar).
  • Auf dem amerikanischen Kontinent schwächte sich der Auftragseingang um 1 Prozent ab (1 Prozent in US-Dollar). Der guten Auftragsentwicklung in Kanada stand die durchwachsene Performance in anderen Ländern entgegen. Die USA verzeichneten einen Auftragsrückgang um 1 Prozent (1 Prozent in US-Dollar).
  • In der Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) stiegen die Aufträge um 1 Prozent (Rückgang um 3 Prozent in US-Dollar). China und Südkorea wiesen rückläufige Aufträge aus, während Indien, Japan, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate gute Zuwächse erzielten. In China sank der Auftragseingang um 5 Prozent (7 Prozent in US-Dollar).

Auftragsentwicklung in den wichtigsten Kundensegmenten von ABB:

  • In der Prozessindustrie schlugen sich fortgesetzte operative Ausgaben, insbesondere im Öl- und Gassektor und der Chemieindustrie, in einem soliden Auftragswachstum nieder. Der Markt für konventionelle Stromerzeugung zeigte sich dagegen verhalten.
  • In der Fertigungsindustrie blieb die Auftragslage in der traditionellen Automobil- und Zulieferindustrie, im 3C-Markt und Maschinenbau verhalten, was sich dämpfend auf das Wachstum von ABB ausgewirkt hat. Im Bereich der Lagerautomatisierung verzeichnete ABB dagegen erneut kräftige Zuwächse.
  • Im Verkehrs- und Infrastruktursektor wurde weiter in die Schiene, Schifffahrt und in Häfen investiert. Allerdings fehlten die Grossaufträge aus der Vorjahresperiode. Rege Nachfrage herrschte in den Bereichen Rechenzentren, Elektromobilität und erneuerbare Energien. Der Absatz von Gebäudeautomationslösungen stieg bei robuster Bautätigkeit stark an.

Umsatz

Der Umsatz blieb stabil (Rückgang um 3 Prozent in US-Dollar). In den Geschäftsbereichen Antriebstechnik und Elektrifizierung legte der Umsatz zu, während er in den Geschäftsbereichen Industrieautomation und Robotik & Fertigungsautomation nachgab. Die Neubewertung eines Projekts im Geschäftsbereich Industrieautomation verringerte den Gesamtumsatz um 1 Prozent. Wechselkursänderungen führten im ausgewiesenen Umsatz zu einem negativen Umrechnungseffekt von 2 Prozent, und Portfolioänderungen wirkten sich mit 1 Prozent negativ aus.

Der Serviceumsatz stieg um 5 Prozent (3 Prozent in US-Dollar) und steuerte 19 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug im Berichtsquartal ebenso wie in der Vorjahresperiode 0,97x2.

Angesichts der anhaltenden Schwäche einiger Absatzmärkte erwartet ABB für 2019 auf vergleichbarer Basis ein moderates jährliches Umsatzwachstum, das vom Auftragsbestand des Unternehmens gestützt wird.

Operatives EBITA

Das operative EBITA2 lag bei 806 Millionen US-Dollar und damit 1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals (stabil in Lokalwährungen). Die operative EBITA-Marge2 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20 Basispunkte auf 11,7 Prozent.

Durch die Neubewertung eines Projekts im Geschäftsbereich Industrieautomation wurde die operative EBITA-Marge des Konzerns im Berichtsquartal um annähernd 90 Basispunkte geschmälert.

Die Erfassung von Stranded Costs belastete die Marge mit rund 70 Basispunkten. Stranded Costs sind vom Konzern für das Stromnetzgeschäft erbrachte Dienstleistungen, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung als nichtfortgeführte Aktivitäten erfüllen. Der Konzern geht davon aus, dass Stranded Costs überwiegend auf das Stromnetzgeschäft übertragen werden oder bis zum Abschluss der Transaktion wegfallen. Im operativen EBITA-Ergebnis von Konzernaufwand und Sonstiges wurden Stranded Costs in Höhe von 52 Millionen US-Dollar erfasst, 19 Millionen US-Dollar weniger als im dritten Quartal 2018.

Ebenfalls im operativen EBITA-Ergebnis von Konzernaufwand und Sonstiges erfasst wurde eine Belastung im Nicht-Kerngeschäft, die sich mit rund 30 Basispunkten auf die operative EBITA-Marge des Konzerns ausgewirkt hat.

ABB rechnet für 2019 mit einer Verbesserung der jährlichen operativen EBITA-Margen, unterstützt durch einen verbesserten Leistungsausweis von GEIS, den weiteren Wegfall von Stranded Costs, Verbesserungen im Nicht-Kerngeschäft und das Vereinfachungsprogramm von ABB.

Konzerngewinn, unverwässerter und operativer Gewinn je Aktie

Der Konzerngewinn aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 422 Millionen US-Dollar und lag damit 1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Konzerngewinn aus nichtfortgeführten Aktivitäten betrug 97 Millionen US-Dollar. Durch die Neubewertung (vor Steuern) von einigen Grossprojekten im Bestand des Stromnetzgeschäfts wurde der Gewinn um rund 80 Millionen US-Dollar gedrückt. ABB erwartet ab dem vierten Quartal 2019 eine signifikante Verbesserung der Performance ihrer nichtfortgeführten Aktivitäten.

Der auf ABB entfallende Konzerngewinn betrug 515 Millionen US-Dollar und wurde durch den rückläufigen Gewinn aus nichtfortgeführten Aktivitäten belastet. Der unverwässerte Gewinn je Aktie ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 0,24 US-Dollar zurück. Der operative Gewinn je Aktie verringerte sich um 7 Prozent3 auf 0,33 US-Dollar2.

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit belief sich auf 670 Millionen US-Dollar, gegenüber 565 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2018. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit in den fortgeführten Aktivitäten von 625 Millionen US-Dollar auf 611 Millionen US-Dollar, während er sich in den nichtfortgeführten Aktivitäten von -60 Millionen US-Dollar auf 59 Millionen US-Dollar verbesserte.

Gegenüber dem Vorjahr spiegelt der Cashflow aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten erhöhte Restrukturierungszahlungen wider, die durch den günstigeren Zeitpunkt von zahlungswirksamen Steuerzahlungen und die positive Entwicklung des Umlaufvermögens gegenüber der Vorjahresperiode teilweise abgefedert wurden. Das Nettoumlaufvermögen in Prozent des Umsatzes betrug 12,8 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Mittelabflüsse für das Vereinfachungsprogramm und Ausgliederungsaktivitäten sowie zugehörige zahlungswirksame Steuereffekte erwartet ABB für das Gesamtjahr einen soliden Cashflow aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten.

Performance der Geschäftsbereiche im 3. Quartal 2019

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Auftragseingang

Veränderung

Umsatz

Veränderung

Op. EBITA

VERÄNDERUNG

USD

Vergleich-

bare Basis1

USD

Vergleich-

bare Basis1

Elektrifizierung

3 188

-1%

+1%

3 161

-1%

+1%

14,2%

+0,7 Pkt

Industrieautomation

1 438

+1%

+3%

1 492

-3%

-2%

9,0%

-5,2 Pkt

Antriebstechnik

1 618

-1%

+1%

1 630

+1%

+3%

17,8%

+0,5 Pkt

Robotik & Fertigungsautomation

709

-18%

-16%

831

-6%

-3%

12,9%

-2,3 Pkt

Konzernaufwand & Sonstiges

(265)

(222)

(176)

Konzern

6 688

-3%

-1%

6 892

-3%

0%

11,7%

+0,2 Pkt

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 wurde das Stromnetzgeschäft von fortgeführten Aktivitäten auf nichtfortgeführte Aktivitäten übertragen. Alle früher ausgewiesenen Beträge wurden im Einklang mit diesen Portfolioänderungen angepasst. Das Ergebnis von Konzernaufwand & Sonstiges beinhaltet die Eliminierungen zwischen den Segmenten.

Elektrifizierung

Der Auftragseingang stieg um 1 Prozent (Rückgang um 1 Prozent in US-Dollar), da die lebhafte Nachfrage in Europa die schwache Auftragslage in China kompensieren konnte. Als Treiber erwiesen sich die gegenüber dem Vorjahresquartal verbesserten Grossaufträge – bei reger Nachfrage nach Verteilungslösungen und Gebäudetechnik. Der Umsatz erhöhte sich um 1 Prozent (Rückgang um 1 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 70 Basispunkte auf 14,2 Prozent, unterstützt durch die Integration von GEIS, Kosteneffizienz und Preismassnahmen.

Industrieautomation

Der Auftragseingang wuchs um 3 Prozent (1 Prozent in US). Das stärkste Auftragsplus verzeichneten die Regionen AMEA und Amerikanischer Kontinent, getrieben durch die solide Nachfrage aus der Prozessindustrie, einschliesslich des Öl- und Gassektors. In der konventionellen Stromerzeugung war der Auftragseingang dagegen verhalten. Der Auftragsbestand blieb stabil (Rückgang um 4 Prozent in US-Dollar). Der Umsatz ging um 2 Prozent zurück (3 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge verringerte sich um 520 Basispunkte auf 9,0 Prozent.

Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Industrieautomation wurde durch die Neubewertung eines Projekts in Südafrika beeinträchtigt, das im Bereich Stromerzeugung seit 2015 durchgeführt wird. Diese Neubewertung schmälerte den Auftragseingang um 2 Prozent, den Umsatz um 5 Prozent und die operative EBITA-Marge um annähernd 400 Basispunkte.

Zusätzlich wurde die Margenentwicklung durch einen ungünstigen Projektmix und das Fehlen von Sondereffekten im Vergleich zur Vorjahresperiode beeinträchtigt.

Antriebstechnik

Der Auftragseingang wuchs um 1 Prozent (Rückgang um 1 Prozent in US-Dollar). Regional betrachtet, verzeichnete Europa einen soliden Auftragseingang, die Region AMEA einen leichten Zuwachs und der Amerikanische Kontinent einen Auftragsrückgang. Der Auftragsbestand stieg um 4 Prozent (1 Prozent in US-Dollar). Der Umsatz legte um 3 Prozent zu (1 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vergleichsquartal bei starker Projektabwicklung und fortgesetztem Kostenmanagement um 50 Basispunkte auf 17,8 Prozent.

Robotik & Fertigungsautomation

Der Auftragseingang verringerte sich um 16 Prozent (18 Prozent in US-Dollar), bedingt durch den Vergleich mit dem starken Vorjahresquartal und das schwierige Marktumfeld in allen Regionen. In der traditionellen Automobil- und Zulieferindustrie war die Nachfrage nach Robotik weiter sehr verhalten, während der Bereich Maschinenautomation weniger betroffen war. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 2 Prozent (Rückgang um 2 Prozent in US-Dollar). Der Umsatz ging bei starker Abwicklung des Auftragsbestands um 3 Prozent zurück (6 Prozent in US-Dollar). Die operative EBITA-Marge sank gegenüber dem Vorjahr um 230 Basispunkte auf 12,9 Prozent. Ursächlich hierfür waren Volumenrückgänge und ein ungünstiger Mix, was teilweise durch Kostenmassnahmen abgefedert werden konnte.

Fortschritte bei der Transformation

Die Transformation von ABB in ein einfacheres, agileres und kundenorientierteres Unternehmen schreitet gut voran. Ein Schwerpunkt des Betriebsmodells ABB-OS lag im bisherigen Jahresverlauf auf der Neudefinition der Organisationsstruktur von ABB. Die Aufteilung von Mitarbeitenden aus Funktionen und Ländern auf die Geschäftsbereiche wurde bis zum 1. Oktober 2019 vollständig festgelegt. Die Auflösung der Regionalstruktur des Konzerns dürfte bis zum Jahresende weitgehend abgeschlossen sein.

ABB rechnet als Ergebnis der Umsetzung des Vereinfachungsprogramms mit jährlichen Kostensenkungen (Run Rate) von insgesamt rund 500 Millionen US-Dollar im gesamten Konzern. Das Unternehmen erwartet das für 2019 gesetzte Einsparungsziel von 150 bis 200 Millionen US-Dollar (Run Rate) zu erfüllen. Die gesamte geplante Kostensenkung soll 2021 erreicht werden.

Die Arbeiten zur Ausgliederung des Stromnetzgeschäfts werden fortgesetzt. Die Mehrzahl der ehemaligen Mitarbeitenden aus Funktionen und Ländern, die die künftige Organisation unterstützen werden, wird derzeit transferiert. ABB geht davon aus, dass der Bereich Stromnetze ab dem 1. Januar 2020 auf Stand-alone-Basis im Konzern tätig werden kann. Das Unternehmen ist auf Kurs, um die Transaktion im ersten Halbjahr 2020 abzuschliessen.

Weitere Informationen

Die Pressemitteilung und die Präsentationsfolien zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2019 sind im ABB-Medienzentrum unter www.abb.com/news und auf der Investor Relations Homepage unter www.abb.com/investorrelations verfügbar. Die Telefonkonferenz und der Webcast für Analysten und Investoren beginnen heute um 10:30 Uhr MEZ (9:30 Uhr BST, 4:30 Uhr EDT). Um sich zur Telefonkonferenz anzumelden oder am Webcast teilzunehmen, besuchen Sie bitte die Website von ABB: www.abb.com/investorrelations. Eine Aufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Telefonkonferenz als Webcast verfügbar.

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein Technologieführer bei der digitalen Transformation von Industrien. Aufbauend auf einer über 130-jährigen, durch Innovationen geprägten Geschichte, hat ABB vier kundenorientierte, weltweit führende Geschäftsbereiche: Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik und Robotik & Fertigungsautomation, die durch die Digitalplattform ABB Ability™ unterstützt werden. Das Stromnetzgeschäft von ABB wird 2020 an Hitachi verkauft. ABB ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 147 000 Mitarbeitende. www.abb.com

Daten 2019/20




Investorenveranstaltung für den Geschäftsbereich Elektrifizierung

5. November 2019

Ergebnis des 4. Quartals 2019

5. Februar 2020

Generalversammlung

26. März 2020

Ergebnis des 1. Quartals 2020

28. April 2020

Vorbehalte gegenüber Zukunftsaussagen

Die Pressemitteilung enthält Zukunftsaussagen sowie weitere Aussagen betreffend den Ausblick für unsere Geschäftstätigkeit, einschliesslich der Aussagen in den Abschnitten „Kurzfristiger Ausblick“, „Umsatz“ „Operatives EBITA“, „Konzerngewinn, unverwässerter und operativer Gewinn je Aktie“, „Cashflow aus Geschäftstätigkeit“ und „Fortschritte bei der Transformation“. Diese Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen über Faktoren, die unsere künftige Performance beeinflussen können, darunter auch über die globale Konjunkturlage sowie über die wirtschaftlichen Bedingungen in Regionen und Branchen, die für ABB Ltd die Hauptabsatzmärkte darstellen. Diese Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen werden im Allgemeinen mit Begriffen wie „erwarten“, „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „planen“, „anstreben“ oder Ähnlichem als solche bezeichnet. Es gibt jedoch viele Risiken und Unwägbarkeiten, wovon viele ausserhalb unseres Einflussbereichs liegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Zukunftsaussagen und sonstigen Aussagen in dieser Pressemitteilung abweichen und welche unsere Fähigkeit, einzelne oder alle der bekannt gegebenen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen könnten. Zu den wichtigen Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen könnten, zählen unter anderem Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem volatilen globalen Wirtschaftsumfeld und den politischen Rahmenbedingungen, Kosten aus Compliance-Aktivitäten, die Marktakzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen, Änderungen staatlicher Bestimmungen und Wechselkursschwankungen sowie weitere Faktoren, die von Zeit zu Zeit in der Korrespondenz von ABB mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), unter anderem im ABB-Geschäftsbericht auf Formular 20-F, erwähnt werden können. Obwohl ABB Ltd glaubt, dass die in solchen Zukunftsaussagen enthaltenen Erwartungen auf angemessenen Annahmen beruhen, kann das Unternehmen keine Garantien abgeben, dass sie auch tatsächlich eintreffen werden.

Hinweis: Dies ist eine Übersetzung der englischsprachigen Pressemitteilung von ABB vom 23.10.2019, die Sie unter www.abb.com abrufen können. Im Falle von Unstimmigkeiten gilt die englische Originalversion.

Zürich, 23. Oktober 2019

Peter Voser, Verwaltungsratspräsident und CEO

Endnotes

  1. Die Darstellung der Wachstumszahlen von Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz erfolgt auf vergleichbarer Basis (Lokalwährung bereinigt um Akquisitionen und Veräusserungen).
  2. Für eine Überleitung von Nicht-GAAP-Kennzahlen siehe den Abschnitt „Supplemental Reconciliations and Definitions“ in der beigefügten „Q3 2019 Financial Information“.
  3. Das Wachstum des Gewinns je Aktie wird mit ungerundeten Zahlen berechnet. Das Wachstum des operativen Gewinns je Aktie auf vergleichbarer Basis ist währungsbereinigt (Wechselkurse von 2014, nicht portfoliobereinigt).
  4. Währungsbereinigt (nicht portfoliobereinigt).
  5. Der Betrag stellt die Summe der fortgeführten und nichtfortgeführten Aktivitäten dar.

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