Countdown-Start zur Eröffnung des Ceneri-Tunnels 2020: ABB-Technologien in letzter Bauetappe der NEAT

Der Countdown zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende 2020 ist offiziell gestartet: Auch für den letzten Meilenstein der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) liefert ABB wichtige elektrische Komponenten.

Die letzte Bauetappe der Alpentransversale NEAT: Der Ceneri-Basistunnel. © SBB
Die letzte Bauetappe der Alpentransversale NEAT: Der Ceneri-Basistunnel. © SBB

Am 15. Dezember läutete Christian Vitta, Regierungspräsident Kanton Tessin, gemeinsam mit Andreas Meyer, CEO SBB, und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft, den Auftakt der finalen Bauetappe der Alpentransversale NEAT ein. Dazu startete zeitgleich an den Bahnhöfen in Bellinzona, Lugano und Locarno sinnbildlich jeweils eine Countdown-Uhr, welche die Zeit bis zur Inbetriebnahme des Tunnels im kommenden Dezember herunterzählt. Die Festlichkeiten wurden mit der Taufe eines Giruno-Zugs auf den Namen «Ceneri 2020» und einer gemeinsamen Fahrt abgerundet.

Christian Vitta, Regierungspräsident Kanton Tessin, eröffnete die Feierlichkeiten in Lugano. © SBB
Christian Vitta, Regierungspräsident Kanton Tessin, eröffnete die Feierlichkeiten in Lugano. © SBB

Mit einer Länge von 15,4 Kilometern ist der Ceneri-Basistunnel nach dem Lötschberg- und dem Gotthard-Basistunnel das drittgrösste Bauprojekt der NEAT und überdies der fünftlängste Bahntunnel der Schweiz. Dank der Flachbahn durch die Alpen können mehr Güter auf der Schiene transportiert werden. Zudem verkürzen sich die Fahrzeiten zwischen Nord und Süd und das Tessin erhält eine attraktive S-Bahn.

Nachhaltige Lösungen von ABB im Einsatz

ABB ist für die Umsetzung dieses wegweisenden Projekts wichtige Partnerin. «Wir liefern sowohl für den Ceneri-Basistunnel als auch die Giruno-Züge von Stadler eine breite Palette innovativer und energieeffizienter ABB-Technologien und treiben so massgeblich die nachhaltige Mobilität im Bahnsektor voran», führt Robert Itschner, Vorsitzender der Geschäftsleitung ABB Schweiz, aus.

Die Partnerschaft von ABB und SBB im Rahmen der NEAT unterstreicht die grosse Innovationskraft und breite Expertise von ABB im Bahnsektor und ist ein weiterer Meilenstein in der langen und erfolgreichen Zusammenarbeit dieser beiden führenden Unternehmen.

Der Giruno wird auf den Namen «Ceneri 2020» getauft. © SBB
Der Giruno wird auf den Namen «Ceneri 2020» getauft. © SBB

Ceneri-Basistunnel – Ausbau mit Produktpalette von ABB

Im neuen Ceneri-Basistunnel steckt wie auch schon im Jahrhundertbauwerk Gotthard eine breite Produktpalette von ABB. Für die 50-Hz-Tunnelinfrastruktur setzte ABB gasisolierte Mittelspannungsschaltfelder ein. Die Schaltanlagen sind äusserst kompakt gebaut. Durch den Verbund von bis zu fünf Feldern zu einem voll funktionsfähigen Schaltanlagenblock ist es möglich, die Anlagen im Störungsfall innerhalb kürzester Zeit komplett auszutauschen.

Darüber hinaus wurden Schutz- und Steuereinheiten geliefert. Mehrere Trockentransformatoren von ABB gewährleisten die Energieversorgung im Tunnel sowie diejenige des Notnetzes. Für das Belüftungssystem lieferte das Unternehmen die Mittelspannungs- und Niederspannungsverteilung inklusive Antriebstransformatoren und Umrichtern. Ebenfalls zum Lieferumfang gehören das Steuerungssystem, die Programmierung und Kommunikation, die Instrumentierung und die Sensorik des gesamten Belüftungssystems.

Der getaufte Giruno enthält ABB-Lösungen – der Zug fährt nun nach neuem Fahrplan. © SBB
Der getaufte Giruno enthält ABB-Lösungen – der Zug fährt nun nach neuem Fahrplan. © SBB

Giruno-Zug ab sofort fahrplanmässig im Einsatz

Mit der geplanten Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende Dezember 2020 fährt der frisch getaufte Giruno-Zug «Ceneri 2020» dann regelmässig durch die NEAT. Den Namen Giruno erhielt der von Stadler gefertigte Hochgeschwindigkeitszug übrigens von der SBB – das stammt aus dem Rätoromanischen und heisst Bussard. Zum ersten Mal fuhr der «lachende Bussard» im Mai 2019 am Hauptbahnhof Zürich ein. Seither kommen Giruno auf verschiedenen Strecken zur Probe zum Einsatz, ab dem 19. August werktags auch auf der Gotthardstrecke durch den Gotthard-Basistunnel. Mit dem Fahrplanwechsel ab dem 15. Dezember 2019 fahren sie nun im regulären Betrieb auf den Routen von Basel/Zürich bis Lugano/Chiasso und ab Frühjahr 2020 weiter bis nach Mailand.

ABB treibt den Giruno an

Der Hochgeschwindigkeitszug fährt mit 200 km/h auf den Schweizer Schienen, bei einer Testfahrt durch den Gotthard-Basistunnel erreichte er problemlos 275 km/h. Seinen Antrieb erhält der Giruno von ABB. In jedem der rund 200 Meter langen Triebzüge sind vier von ABB in Turgi gefertigte Traktionsstromrichter eingebaut, zwei von ABB in Genf produzierte Traktionstransformatoren sowie neun von ABB in Turgi entwickelte und hier gefertigte Batterieladegeräte Bordline BC, die nicht mehr mit konventionellen Leistungshalbleitern auf Siliziumbasis ausgerüstet sind, sondern weit kompakteren Siliziumkarbid-Halbleitern.

Viel Andrang bei der Taufe. © SBB
Viel Andrang bei der Taufe. © SBB

Links

Kontaktieren Sie uns

Downloads

Diesen Artikel teilen

Facebook LinkedIn Twitter WhatsApp