Ergebnis des 2. Quartals 2020

Starke Beeinträchtigung durch COVID-19; Verkauf von Power Grids abgeschlossen

  • Auftragseingang -18% auf 6,1 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis -14%
  • Umsatz -14% auf 6,2 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis -10%
  • Ergebnis der Geschäftstätigkeit 571 Millionen US-Dollar, Marge bei 9,3%
  • Operatives EBITA1 von 651 Millionen US-Dollar, Marge1 bei 10,6%
  • Konzerngewinn +398% auf 319 Millionen US-Dollar
  • Unverwässerter Gewinn je Aktie +398% auf 0,15 US-Dollar, operativer Gewinn je Aktie1 -35% auf 0,22 US-Dollar
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit von 680 Millionen US-Dollar, robuster Cashflow für das Gesamtjahr erwartet
  • Verkauf von Power Grids am 1. Juli abgeschlossen
  • Nettobarerlöse werden wie geplant an Aktionäre ausgeschüttet

„Die COVID-19-Pandemie hat unser Ergebnis im zweiten Quartal wie erwartet deutlich beeinträchtigt. Allerdings haben wir uns gleichzeitig konsequent darauf fokussiert, die Kosten zu senken, und damit unsere Widerstandsfähigkeit erhöht. Die operativen Margen des Konzerns sind besser als erwartet ausgefallen, wobei sich der Geschäftsbereich Antriebstechnik besonders gut entwickelt hat“, sagte Björn Rosengren, CEO von ABB. „Auch wenn die Unsicherheit gross bleibt und wir vor weiteren schwierigen Quartalen stehen, ist unser Weg nach vorn klar: Wir führen unser neues Betriebsmodell wie angekündigt ein, unterziehen unser Geschäftsportfolio einer genauen Prüfung und beginnen mit unserem Aktienrückkaufprogramm.“

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN

VERÄNDERUNG

VERÄNDERUNG

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q2 2020

Q2 2019

USD

Vergleich-bare Basis

H1 2020

H1 2019

USD

Vergleich-bare Basis

Auftragseingang

6 054

7 401

-18%

-14%

13 400

15 014

-11%

-7%

Umsatz

6 154

7 171

-14%

-10%

12 370

14 018

-12%

-8%

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

571

123

+364%

944

713

+32%

Operatives EBITA1

651

825

-21%

-20%

1 287

1 591

-19%

-18%4

In % des operativen Umsatzes

10,6

11,5

-0,9 Pkt

10,4

11,4

-1,0 Pkt

Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, nach Steuern

395

(54)

n.a.

721

361

+100%

Auf ABB entfallender Konzerngewinn

319

64

+398%

695

599

+16%

Unverwässerter Gewinn je Aktie (USD)

0,15

0,03

+398%3

0,33

0,28

+16%3

Operativer Gewinn je Aktie (USD)1

0,22

0,34

-35%3

-33%3

0,52

0,64

-19%3

-18%3

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

680

0

n.a.

103

(256)

n.a.

Am 17. Dezember 2018 gab ABB den Abschluss einer Vereinbarung über den Verkauf von Power Grids bekannt. Infolgedessen werden die Ergebnisse von Power Grids als nichtfortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Konzernergebnis des 2. Quartals 2020

Zusammenfassung

Das Geschäftsumfeld war im zweiten Quartal aufgrund der sich ausweitenden COVID-19-Pandemie herausfordernd. Der deutliche Nachfragerückgang im kurzzyklischen Geschäft sorgte für einen veringerten Produktabsatz, während gleichzeitig Systeminstallationen und Serviceaktivitäten von weit reichenden Mobilitätseinschränkungen betroffen waren.Diese Entwicklungen liessen konzernweit Auftragseingang und Umsatz im zweiten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode erheblich sinken. Der Geschäftsbereich Antriebstechnik entwickelte sich besser, gestützt durch die kräftige Erholung in China und die starke Abwicklung des Auftragsbestands. Trotz intensiver Kostensenkungssmassnahmen verringerten sich die operativen Margen in den Geschäftsbereichen Elektrifizierung, Industrieautomation sowie Robotik & Fertigungsautomation gegenüber dem Vorjahresquartal, während der Geschäftsbereich Antriebstechnik seine Marge verbessern konnte.

Auftragseingang

Der Auftragseingang ging im Berichtsquartal gegenüber der Vorjahresperiode um 18 Prozent zurück (14 Prozent auf vergleichbarer Basis). Effekte aus der Währungsumrechnung wirkten sich mit 2 Prozent negativ aus. Portfolioänderungen führten ebenfalls zu einem negativen Nettoeffekt von 2 Prozent. Der Auftragsbestand lag zum Ende des Quartals 1 Prozent niedriger (Anstieg um 5 Prozent auf vergleichbarer Basis).

Überblick der Regionen

  • In Europa ging der Auftragseingang um 18 Prozent zurück (14 Prozent auf vergleichbarer Basis). In den meisten Ländern sanken die Aufträge im Wesentlichen aufgrund von Ausgangssperren deutlich. In Deutschland verringerte sich der Auftragseingang um 4 Prozent (2 Prozent auf vergleichbarer Basis), in Grossbritannien ebenfalls um 4 Prozent (Anstieg um 1 Prozent auf vergleichbarer Basis) und in der Schweiz um 3 Prozent (4 Prozent auf vergleichbarer Basis). In Italien gab der Auftragseingang deutlich um 13 Prozent nach (9 Prozent auf vergleichbarer Basis), während Finnland, Norwegen, Spanien und die Niederlande noch stärkere Einbussen verzeichneten. In Schweden legten die Aufträge dagegen um 9 Prozent zu (11 Prozent auf vergleichbarer Basis).
  • Auf dem amerikanischen Kontinent, wo fast alle Länder rückläufige Aufträge meldeten, sank der Auftragseingang um 26 Prozent (23 Prozent auf vergleichbarer Basis). In den USA gab der Auftragseingang um 25 Prozent nach (23 Prozent auf vergleichbarer Basis).
  • In der Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) gingen die Aufträge um 11 Prozent zurück (5 Prozent auf vergleichbarer Basis), wobei Indien einen Einbruch um 40 Prozent verzeichnete (33 Prozent auf vergleichbarer Basis). In China legten die Aufträge im Berichtsquartal gegenüber dem ersten Quartal 2020 zu, während sie gegenüber der Vorjahresperiode um 3 Prozent niedrigen ausfielen (Anstieg um 3 Prozent auf vergleichbarer Basis).

Überblick über Absatzmärkte

  • In der Fertigungsindustrie lagen die Aufträge in den meisten Absatzmärkten tiefer und gingen insbesondere in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie und der Maschinenbaubranche deutlich zurück. Der 3C-Sektor blieb herausfordernd, wenngleich sich zum Quartalsende positivere Tendenzen abzeichneten.
  • In der Prozessindustrie schwächten sich die Aktivitäten im Berichtsquartal erheblich ab. Das Servicegeschäft wurde sowohl durch Ausgangssperren als auch durch die kundenseitige Reduzierung von Betriebsausgaben stark gebremst. Darüber hinaus wurden mehrere Investitionsprojekte zurückgestellt, da Kunden sich auf die erwartete Nachfrageabschwächung einstellen.
  • Im Verkehrs- und Infrastruktursektor setzten sich Investitionen in den Segmenten Bahn, Elektromobilität, Wasser & Abwasser und Rechenzentren fort. Auch im Segment der Energieverteilerunternehmen war die Auftragslage robust. In den Sektoren Schifffahrt und erneuerbare Energien gingen die Aktivitäten dagegen stark zurück.
  • Der Haus- und Gebäudesektor war herausfordernd, da die Bautätigkeit durch Ausgangssperren eingeschränkt wurde.

Umsatz

Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent (10 Prozent auf vergleichbarer Basis). Effekte aus der Währungsumrechnung wirkten sich mit 2 Prozent negativ aus. Portfolioänderungen führten ebenfalls zu einem negativen Nettoeffekt von 2 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis betrug im Berichtsquartal 0,98x1, gegenüber 1,03x in der Vorjahresperiode.

Ergebnis der Geschäftstätigkeit und operatives EBITA

Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit stieg um 364 Prozent auf 571 Millionen US-Dollar. Es profitierte im Vergleich zum Vorjahresquartal insbesondere vom Wegfall einer Belastung, die 2019 im Zusammenhang mit dem Verkauf des Solarwechselrichtergeschäfts gebucht worden war. Begünstigt wurde der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal auch durch einen Nettoertrag von 86 Millionen US-Dollar aus zeitlichen Bewertungsdifferenzen bei Rohstoffen und Devisen und durch geringere Restrukturierungs- und Integrationskosten.

Das operative EBITA1 sank um 21 Prozent (20 Prozent in Lokalwährungen) auf 651 Millionen US-Dollar. Die operative EBITA-Marge1 verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 90 Basispunkte auf 10,6 Prozent. Der Geschäftsbereich Antriebstechnik konnte seine Margen gegenüber der Vorjahresperiode erhöhen, während alle anderen Geschäftsbereiche trotz verstärkter Kostensenkungsmassnahmen rückläufige Margen verzeichneten, hauptsächlich bedingt durch geringere Absatzmengen. Konzernaufwand & Sonstiges, einschliesslich Stranded Costs von 19 Millionen US-Dollar, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal.

Konzerngewinn und unverwässerter Gewinn je Aktie

Der Konzerngewinn aus fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich hauptsächlich aufgrund des genannten Wegfalls der Belastung im Solarwechselrichtergeschäft deutlich auf 395 Millionen US-Dollar. Der effektive Steuersatz von ABB belief sich auf 24,8 Prozent. Die nichtfortgeführten Aktivitäten verzeichneten einen Verlust von 49 Millionen US-Dollar. Ursächlich hierfür waren eine erhebliche nicht-operative Pensionsaufwendung und die vor allem durch COVID-19 gedämpfte operative Leistung.

Der auf ABB entfallende Konzerngewinn lag bei 319 Millionen US-Dollar und der unverwässerte Gewinn je Aktie betrug 0,15 US-Dollar, was jeweils einer Erhöhung um 398 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach. Der operative Gewinn je Aktie sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 35 Prozent3 auf 0,22 US-Dollar1.

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte 680 Millionen US-Dollar, gegenüber 0 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2019. Trotz der reduzierten Geschäftsaktivitäten verbesserte sich der Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten deutlich, während die nichtfortgeführten Aktivitäten einen Cashflow von 32 Millionen US-Dollar generierten.

Der Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten wurde insbesondere durch zeitliche Unterschiede bei Bonuszahlungen für Mitarbeitende gestützt, die in diesem Jahr im ersten Quartal und nicht wie 2019 im zweiten Quartal geleistet wurden. Auch die Zeitpunkte von Steuerzahlungen und die günstige Entwicklung des Nettoumlaufvermögens wirkten sich positiv auf den Cashflow aus. Das Nettoumlaufvermögen betrug zum Quartalsende 12,6 Prozent des Umsatzes.

Ergebnis der Geschäftsbereiche im 2. Quartal 2020

Alle Angaben zu den Geschäftsbereichen beziehen sich auf Ergebnisse des zweiten Quartals im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Elektrifizierung

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN



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VERÄNDERUNG

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q2 2020

Q2 2019

USD

Vergleich-bare Basis

H1 2020

H1 2019

USD

Vergleich-bare Basis

Auftragseingang

2 737

3 339

-18%

-12%

5 858

6 702

-13%

-7%

Auftragsbestand

4 465

4 553

-2%

+6%

4 465

4 553

-2%

+6%

Umsatz

2 764

3 272

-16%

-10%

5 537

6 329

-13%

-9%

Operatives EBITA1

348

440

-21%


666

817

-18%


In % des operativen Umsatzes

12,6%

13,5%

-0,9 Pkt


12,0%

12,9%

-0,9 Pkt


  • Der Auftragseingang wurde durch die rückläufige Nachfrage im kurzzyklischen Geschäft einschliesslich des Haus- und Gebäudesektors belastet. Auch der erhebliche Abschwung in der Öl- und Gasindustrie und Erneuerbare-Energien-Branche wirkte sich negativ aus. Einige Märkte wie Energieverteilerunternehmen, Bahn, Elektromobilität und Rechenzentren zeigten sich vergleichsweise robust. Alle Regionen verzeichneten Auftragseinbussen, wobei die Nachfrage auf dem amerikanischen Kontinent deutlich durch COVID-19 beeinträchtigt wurde.
  • Der Umsatz verringerte sich infolge des schwachen kurzzyklischen Geschäfts und eingeschränkter Projektaktivitäten, insbesondere bei Verteilerlösungen.
  • Der Margenrückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Absatzmengen zurückzuführen. Diese Entwicklung konnte durch Kostensenkungsmassnahmen und robuste Preisbildung sowie durch den gut voranschreitenden Turnaround der Bereiche GEIS und Installationsprodukte teilweise abgefedert werden.

Industrieautomation

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN



VERÄNDERUNG



VERÄNDERUNG

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q2 2020

Q2 2019

USD

Vergleich-bare Basis

H1 2020

H1 2019

USD

Vergleich-bare Basis

Auftragseingang

1 305

1 622

-20%

-17%

3 062

3 288

-7%

-4%

Auftragsbestand

5 210

5 240

-1%

+3%

5 210

5 240

-1%

+3%

Umsatz

1 382

1 580

-13%

-9%

2 844

3 098

-8%

-5%

Operatives EBITA1

115

190

-39%


259

395

-34%


In % des operativen Umsatzes

8,4%

12,1%

-3,7 Pkt


9,1%

12,8%

-3,7 Pkt


  • Der Auftragseingang ging in der Energie- und Prozessindustrie deutlich zurück und verringerte sich auch im Schifffahrtssektor, obwohl der Geschäftsbereich von einigen Grossaufträgen profitierte. Die Aufträge waren in allen Regionen tiefer und gaben insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent massiv nach.
  • Der Umsatz wurde durch den deutlichen Rückgang von Book-and-Bill-Aktivitäten belastet, insbesondere in den von Reisebeschränkungen betroffenen Servicetätigkeiten.
  • Neben niedrigeren Absatzmengen drückten auch die Unterauslastung und ein nachteiliger Geschäftsmix, vor allem aufgrund rückläufiger Serviceaktivitäten, auf die Margen.

Antriebstechnik

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN



VERÄNDERUNG



VERÄNDERUNG

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q2 2020

Q2 2019

USD

Vergleich-bare Basis

H1 2020

H1 2019

USD

Vergleich-bare Basis

Auftragseingang

1 586

1 762

-10%

-7%

3 487

3 562

-2%

0%

Auftragsbestand

3 384

3 050

+11%

+13%

3 384

3 050

+11%

+13%

Umsatz

1 583

1 641

-4%

-1%

3 093

3 246

-5%

-3%

Operatives EBITA1

279

275

+1%


509

538

-5%


In % des operativen Umsatzes

17,7%

16,7%

+1,0 Pkt


16,5%

16,6%

-0,1 Pkt


  • Der breite Abschwung im kurzzyklischen Geschäft beeinträchtigte den Auftragseingang, wenngleich die Aufträge im Bahnsektor und in der Chemiebranche stabil blieben. Der massive Auftragsrückgang auf dem amerikanischen Kontinent konnte durch die kräftige Erholung in China deutlich abgefedert werden.
  • Die robuste Umsatzentwicklung spiegelt insbesondere die starke Abwicklung des Auftragsbestands wider.
  • Das Margenwachstum wurde durch Kostenmassnahmen und den günstigen Geschäftsmix gefördert.

Robotik & Fertigungsautomation

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN



VERÄNDERUNG



VERÄNDERUNG

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q2 2020

Q2 2019

USD

Vergleich-bare Basis

H1 2020

H1 2019

USD

Vergleich-bare Basis

Auftragseingang

638

883

-28%

-25%

1 449

1 850

-22%

-19%

Auftragsbestand

1 478

1 586

-7%

-4%

1 478

1 586

-7%

-4%

Umsatz

629

845

-26%

-23%

1 300

1 696

-23%

-21%

Operatives EBITA1

43

105

-59%


102

200

-49%


In % des operativen Umsatzes

6,8%

12,3%

-5,5 Pkt


7,8%

11,8%

-4,0 Pkt


  • Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem bedeutende Grossaufträge eingegangen waren, gab der Auftragseingang im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation wie erwartet deutlich nach. Die Aktivitäten schwächten sich auf wichtigen Absatzmärkten erheblich ab, darunter die Automobilindustrie, die allgemeine Industrie und die Maschinenbaubranche. Europa und der amerikanische Kontinent verzeichneten markante Auftragseinbussen, während die Nachfrage in der Region AMEA auf schwachem Niveau verharrte.
  • Der Umsatz wurde durch abnehmende Aktivitäten im System- und Servicegeschäft und den geringeren Produktabsatz erheblich belastet.
  • Der Margenrückgang spiegelt den deutlichen Volumenrückgang wider, der durch stützende Kostenmassnahmen nicht aufgefangen werden konnte.

Konzernaufwand & Sonstiges

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN



VERÄNDE-RUNG



VERÄNDE-RUNG

(In Mio. USD, falls nicht anders angegeben)

Q2 2020

Q2 2019

USD

H1 2020

H1 2019

USD

Auftragseingang

(212)

(205)

(7)

(456)

(388)

(68)

Umsatz

(204)

(167)

(37)

(404)

(351)

(53)

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

(153)

(285)

+132

(326)

(515)

+189


Operatives EBITA1

(134)

(185)

+51

(249)

(359)

+110


  •  Das operative EBITA von Konzernaufwand & Sonstiges verbesserte sich auf -134 Millionen US-Dollar. Gründe hierfür waren die geringeren Stranded Costs und geringeren laufenden Corporate-Kosten gegenüber dem Vorjahresquartal.
  • Im zweiten Quartal 2020 wurden Stranded Costs in Höhe von 19 Millionen US-Dollar erfasst. Dadurch wurde die operative EBITA-Marge um 30 Basispunkte gemindert.

Der Auftragseingang und Umsatz von Konzernaufwand & Sonstiges umfasst hauptsächlich Eliminierungen zwischen den Segmenten.

Optimierung der Kapitalstruktur

Am 1. Juli 2020 verkaufte ABB wie geplant 80,1 Prozent der Anteile an Power Grids an Hitachi. Damit erreichte ABB einen wichtigen Meilenstein seiner im Dezember 2018 angekündigten Transformation.

ABB plant, Nettobarerlöse in Höhe von 7,6 bis 7,8 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf von Power Grids an die Aktionäre auszuschütten. ABB wird in Kürze zunächst den Rückkauf von 10 Prozent des Aktienkapitals des Unternehmens einleiten. Dies entspricht rund 180 Millionen Aktien zusätzlich zu den durch ABB selbst gehaltenen Aktien.

Im Rahmen ihres Programms zur Optimierung der Kapitalstruktur hat ABB zudem die kurzfristige revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 2 Milliarden Euro vollständig zurückgezahlt, die zur Stärkung der Liquidität angesichts von COVID-19 eingerichtet worden war. Der Konzern plant weitere Entschuldungsmassnahmen. Dazu gehören die Überprüfung bestimmter leistungsorientierter Vorsorgestrukturen und die Rückzahlung einer Anleihe im Volumen von 1 Milliarde Euro, die im Oktober 2020 fällig wird. Ausserdem will ABB ihr „Single A“-Rating aufrechterhalten.

„ABB wird sich bei der Optimierung der Kapitalstruktur in den kommenden Jahren auf die Renditen für ihre Aktionäre konzentrieren. Dazu leiten wir wie geplant das Aktienrückkaufprogramm ein und verbessern mit einer effizienten Entschuldungsstrategie das Risikoprofil und die Finanzierungskosten des Unternehmens. ABB verfügt in diesen herausfordernden Zeiten über einen stabilen Finanzrahmen und eine starke Bilanz“, sagte Timo Ihamuotila, CFO von ABB.

Fortschritte bei der Transformation

Am 10. Juni 2020 präsentierte der CEO von ABB in einem Webcast für Investoren, wie ABB künftig Mehrwert für Aktionäre, Kunden und Mitarbeitende schaffen will. Mit dem neuen Betriebsmodell „ABB Way“ wird das Unternehmen die Umstellung auf eine vollständig dezentralisierte Struktur beschleunigen. Das neue Modell umfasst vier Geschäftsbereiche – Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik und Robotik & Fertigungsautomation – mit insgesamt 18 Divisionen und einem schlanken Corporate-Center. Die 18 Divisionen werden in Zukunft die volle Verantwortung für ihre Ergebnisse und Bilanzen tragen. Das Führungsteam von ABB wird seinen Fokus vorrangig auf die Verbesserung der finanziellen Performance des Konzerns – insbesondere der Profitabilität von Divisionen, die sich schwächer entwickeln, – sowie auf ein aktives Portfoliomanagement legen. Im dritten Quartal 2020 wird auf Ebene der Divisionen ein neues Scorecard-System mit standardisierten Kennzahlen für die Leistungsmessung und zur Förderung einer kontinuierlichen Verbesserung eingeführt. Zudem ist ABB auf gutem Weg, die jährlichen Nettoeinsparungen von circa 500 Millionen US-Dollar im Rahmen des Vereinfachungsprogramms ABB-OS schneller als geplant zu erzielen.

ABB plant im November 2020 einen Kapitalmarkttag, an dem das Unternehmen weitere Details zur Portfolioentwicklung und den Strategien der Geschäftsbereiche und Divisionen bekanntgeben wird, zu veranstalten. Zudem werden in diesem Rahmen die Nachhaltigkeitsziele von ABB bis 2030 vorgestellt.

Kurzfristiger Ausblick

Die Weltwirtschaft wird 2020 voraussichtlich schrumpfen, nachdem sich der Ausblick infolge der COVID-19-Pandemie rasant verschlechtert hat. Trotz beispielloser Stimulusmassnahmen durch Regierungen und Zentralbanken in allen Teilen der Welt und einer Erholung der Wirtschaft in China im zweiten Quartal deuten Makroindikatoren weiterhin auf eine tiefgreifende globale Rezession hin, wobei das Tempo der Erholung ungewiss ist. Viele Länder sind mit anhaltenden oder neuen Einschränkungen konfrontiert, die langfristige Folgen für die Wirtschaft haben dürften.

Die Auswirkungen von COVID-19 belasten weiterhin den kurzfristigen Ausblick in vielen Absatzmärkten, insbesondere in der Öl- und Gasindustrie, der konventionellen Stromerzeugung, der Automobil- und Schifffahrtsindustrie sowie dem Haus- und Gebäudesektor. Einige Absatzmärkte wie Energieverteilerunternehmen, der Verkehrssektor, Rechenzentren und die Nahrungs- und Genussmittelbranche zeigen sich bisher relativ widerstandsfähig.

Es ist nach wie vor nicht abzusehen, wann die Auswirkungen von COVID-19 nachlassen werden. ABB rechnet bereits im dritten Quartal mit einer leichten Verbesserung des Auftragsrückgangs gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz dürfte im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter stark beeinträchtigt sein und sich frühestens im vierten Quartal etwas erholen.

ABB passt ihr operatives Geschäft und ihre Kostenbasis zur Sicherung der Profitabilität weiter an und geht davon aus, dass sich ihre operative Marge im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 stabilisieren wird. Für das Gesamtjahr erwartet ABB einen robusten Cashflow.

Weitere Informationen

Die Pressemitteilung und die Präsentationsfolien zu den Ergebnissen des zweiten Quartals 2020 sind im ABB-Medienzentrum unter www.abb.com/news und auf der Investor Relations Homepage unter www.abb.com/investorrelations verfügbar. Die Telefonkonferenz und der Webcast für Analysten und Investoren beginnen heute um 10:00 Uhr MESZ (9:00 Uhr BST). Um sich zur Telefonkonferenz anzumelden oder am Webcast teilzunehmen, besuchen Sie bitte die Website von ABB: www.abb.com/investorrelations. Eine Aufzeichnung ist nach der Veranstaltung auf der Website von ABB verfügbar.

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit die Transformation von Gesellschaft und Industrie in eine produktivere und nachhaltigere Zukunft energisch vorantreibt. Durch die Verbindung ihres Portfolios in den Bereichen Elektrifizierung, Robotik, Automation und Antriebstechnik mit Software definiert ABB die Grenzen des technologisch Machbaren und ermöglicht so neue Höchstleistungen. ABB blickt auf eine erfolgreiche Geschichte von mehr als 130 Jahren zurück. Der Erfolg des Unternehmens basiert auf dem Talent seiner rund 110.000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern.

Daten

Ergebnis des 3. Quartals 2020

23. Oktober 2020

Kapitalmarkttag

November 2020

Vorbehalte gegenüber Zukunftsaussagen

Die Pressemitteilung enthält Zukunftsaussagen sowie weitere Aussagen betreffend den Ausblick für unsere Geschäftstätigkeit, einschliesslich der Aussagen in den Abschnitten „Optimierung der Kapitalstruktur“, „Fortschritte bei der Transformation“ und „Kurzfristiger Ausblick“. Diese Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen über Faktoren, die unsere künftige Performance beeinflussen können, darunter auch über die globale Konjunkturlage sowie über die wirtschaftlichen Bedingungen in Regionen und Branchen, die für ABB die Hauptabsatzmärkte darstellen. Diese Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen werden im Allgemeinen mit Begriffen wie „rechnen mit“, „erwarten“ „glauben“, „schätzen“, „planen“, „anstreben“ oder Ähnlichem als solche bezeichnet. Es gibt jedoch viele Risiken und Unwägbarkeiten, wovon viele ausserhalb unseres Einflussbereichs liegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Zukunftsaussagen und sonstigen Aussagen in dieser Pressemitteilung abweichen und welche unsere Fähigkeit, einzelne oder alle der bekannt gegebenen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen könnten. Zu den wichtigen Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen könnten, zählen unter anderem Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem volatilen globalen Wirtschaftsumfeld und den politischen Rahmenbedingungen, Kosten aus Compliance-Aktivitäten, die Marktakzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen, Änderungen staatlicher Bestimmungen und Wechselkursschwankungen sowie weitere Faktoren, die von Zeit zu Zeit in der Korrespondenz von ABB mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), unter anderem im ABB-Geschäftsbericht auf Formular 20-F, erwähnt werden können. Obwohl ABB Ltd glaubt, dass die in solchen Zukunftsaussagen enthaltenen Erwartungen auf angemessenen Annahmen beruhen, kann das Unternehmen keine Garantien abgeben, dass sie auch tatsächlich eintreffen werden.

Zürich, 22. Juli 2020

Björn Rosengren, CEO

Hinweis: Dies ist eine Übersetzung der englischsprachigen Pressemitteilung von ABB vom 22. Juli 2020, die Sie unter www.abb.com abrufen können. Im Falle von Unstimmigkeiten gilt die englische Originalversion.

Endnotes

  1. Für eine Überleitung von Nicht-GAAP-Kennzahlen siehe den Abschnitt „Supplemental Reconciliations and Definitions“ in der beigefügten „Q2 2020 Financial Information“.
  2. Das Ergebnis profitierte insbesondere vom Vergleich mit dem Vorjahresquartal, in dem eine Belastung im Zusammenhang mit dem Verkauf des Solarwechselrichtergeschäfts gebucht worden war.
  3. Das Wachstum des Gewinns je Aktie wird mit ungerundeten Zahlen berechnet. Das Wachstum des operativen Gewinns je Aktie auf vergleichbarer Basis ist währungsbereinigt (Wechselkurse von 2019, nicht portfoliobereinigt).
  4. Währungsbereinigt (nicht portfoliobereinigt).
  5. Der Betrag stellt die Summe der fortgeführten und nichtfortgeführten Aktivitäten dar.
  6. Höchstens 10 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals des Unternehmens, einschliesslich durch ABB selbst gehaltener Aktien.

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