Ergebnis des 3. Quartals 2022: starkes Auftragswachstum, hoher Umsatz und historisch hohe operative EBITA-Marge

Ergebnis des 3. Quartals 2022: starkes Auftragswachstum, hoher Umsatz und historisch hohe operative EBITA-Marge

  • Auftragseingang +4% auf 8,2 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer1 Basis +16%
  • Umsatz +5% auf 7,4 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis +18%
  • Ergebnis der Geschäftstätigkeit 708 Millionen US-Dollar, Marge bei 9,6%
  • Operatives EBITA1 von 1 231 Millionen US-Dollar, Marge bei 16,6%
  • Unverwässerter Gewinn je Aktie 0,19 US-Dollar2, -41%
  • Cashflow aus Geschäftstätigkeit 791 Millionen US-Dollar

Zusammenfassung des CEO

Im dritten Quartal 2022 waren mehrere positive Entwicklungen zu beobachten. Das starke Auftragswachstum von 4 Prozent (16 Prozent auf vergleichbarer Basis) führte im siebten Quartal in Folge zu einem Book-to-Bill-Verhältnis von über 1. Der Umsatz profitierte von gegenüber dem Vorquartal nachlassenden Komponentenengpässen, was die Kundenbelieferung erleichterte. Auch die deutlich geringeren Unterbrechungen durch coronabedingte Lockdowns in China wirkten sich positiv aus.

Ich freue mich sehr, dass das operative EBITA gegenüber der Vorjahresperiode um 16 Prozent gestiegen ist und wir bei Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen eine hohe operative EBITA-Marge von 16,6 Prozent erzielt haben. Grund für diese hervorragende Leistung waren höhere Volumen und operative Verbesserungen wie die gute Preisgestaltung, mit denen wir die gestiegenen Rohmaterial-, Fracht- und Arbeitskosten ausgleichen konnten. Dies ist ein wichtiges Signal dafür, dass unser neuer Ansatz, der auf mehr Verantwortlichkeit, Transparenz und Schnelligkeit beruht, jetzt tatsächlich seine Wirkung zeigt. Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir unser Ziel einer operativen EBITA-Marge von mindestens 15 Prozent wahrscheinlich schon 2022 erreichen, also ein Jahr früher als geplant.

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit lag bei 791 Millionen US-Dollar und damit über dem Vorquartalswert. Für das vierte Quartal rechne ich mit einer weiteren Steigerung.

Die Aufträge legten in allen Regionen zu, angeführt von einer sehr starken Entwicklung auf dem amerikanischen Kontinent. In Europa erhöhte sich der Auftragseingang insgesamt ebenfalls deutlich, auch wenn einige unserer Kunden in Deutschland ihre Lagerbestände normalisierten. Die Region Asien, Naher Osten und Afrika verzeichnete trotz einer gewissen Schwäche in China ein Auftragsplus.

Im Berichtsquartal waren lebhafte Kundenaktivitäten mit einer insgesamt stabilen bis positiven Entwicklung in den meisten Segmenten ausser der Fertigungsindustrie zu beobachten. In Letzterer war festzustellen, dass einige Kunden in Erwartung kürzerer Lieferzeiten aufgrund nachlassender Versorgungsengpässe zu einem normalen Bestellverhalten zurückkehrten. Insgesamt erhöhte sich die Nachfrage sowohl im kurzzyklischen produktorientierten Geschäft als auch im systemorientierten Geschäft. Wechselkursänderungen belasteten den Gesamtauftragseingang in allen Geschäftsbereichen, wenngleich die zugrunde liegenden Kundenaktivitäten zunahmen. Der Auftragsbestand blieb insgesamt auf einem hohen Niveau von 19,4 Milliarden US-Dollar.

Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit ging gegenüber der Vorjahresperiode um 17 Prozent (währungsbereinigt 7 Prozent) auf 708 Millionen US-Dollar zurück. In diesem Ergebnis enthalten ist eine nicht-operative Rückstellung in Höhe von rund 325 Millionen US-Dollar für verbleibende Angelegenheiten aus dem Kusile-Altprojekt. Entsprechende Auswirkungen auf den Cashflow werden in den kommenden Quartalen erwartet. Wir sind nun dabei, diese Angelegenheit, die mit einem im Jahr 2015 vergebenen Projekt zusammenhängt, beizulegen. Das neue Betriebsmodell ABB Way orientiert sich an unserem Verhaltenskodex und ist Teil unserer regelmässigen und transparenten Geschäftsüberprüfungen.

Ich freue mich über die vielen Portfoliomanagement-Aktivitäten im Berichtsquartal. So hat der Geschäftsbereich Antriebstechnik zwei wichtige Akquisitionen in den Divisionen NEMA Motors und Traction unterzeichnet, die deren führende Marktpositionen weiter festigen werden. Hervorheben möchte ich auch unsere Investition in den Ausbau der 2020 eingeleiteten strategischen Kooperation zwischen dem Geschäftsbereich Prozessautomation und Hydrogen Optimized aus Kanada. Gemeinsam treiben wir die Einführung kosteneffizienter Grossanlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und damit die Dekarbonisierung von Branchen voran, in denen sich CO2-Emissionen nur schwer vermeiden lassen.

Des Weiteren haben wir den vorzeitigen Verkauf unserer verbleibenden Beteiligung von 19,9 Prozent am Joint Venture Hitachi Energy an Hitachi bekannt gegeben, nachdem das Unternehmen die 2018 vereinbarte Kaufoption ausgeübt hatte. Wir erwarten keine wesentlichen Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf und gehen von einem Mittelzufluss in Höhe von rund 1,4 Milliarden US-Dollar nach Abschluss der Transaktion aus, der für das vierte Quartal 2022 erwartet wird. Damit stärken wir unsere Bilanz weiter und verschaffen uns zusätzliche Flexibilität bei Entscheidungen zur Kapitalallokation. Im Hinblick auf die Division E-mobility halten wir an unseren Plänen für eine Börsenkotierung fest, gehen jedoch aufgrund der aktuellen Volatilität auf den Kapitalmärkten nicht mehr davon aus, dass diese noch in diesem Jahr erfolgen wird. Kurz nach Ende des dritten Quartals haben wir Accelleron-Aktien als Sachdividende an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Es war mir eine besondere Freude, am ersten Handelstag von Accelleron gemeinsam mit dem Managementteam die Glocke an der Schweizer Börse zu läuten. Ich wünsche dem Team als eigenständig kotiertes Unternehmen viel Erfolg.

Björn Rosengren, CEO

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