4 Aspekte rund um die Energieeffizienz in der Eisen- und Stahlerzeugung

4 Aspekte rund um die Energieeffizienz in der Eisen- und Stahlerzeugung

Eisen und Stahl sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Wir brauchen diese Metalle für den Bau der Städte, in denen wir leben, für die Fahrzeuge, die uns von A nach B bringen, und für die Waren, die wir nutzen. Der Großteil der Eisen- und Stahlproduktion ist jedoch immer noch auf traditionelle Technologien angewiesen, die auf fossilen Brennstoffen basieren.

Um eine nachhaltigere Zukunft zu ermöglichen und die globalen Klima- und Energieziele zu erreichen, muss die Eisen- und Stahlindustrie ihre Emissionen bis 2050 schätzungsweise um 50 % senken. Das bedeutet, dass die Produktionsprozesse sowohl dekarbonisiert als auch effizienter gestaltet werden müssen.

1. Die Stahlindustrie ist der weltweit größte Verbraucher von Kohle.

Die Stahlindustrie deckt 75 % ihres Energiebedarfs mit Kohle. Zusammen machen Eisen und Stahl etwa 7 % der weltweiten CO2-Emissionen aus.

2. Motorsysteme in Eisen- und Stahlwerken verlieren aufgrund von Ineffizienzen bis zu 70 % ihrer Energie

In Eisen- und Stahlwerken werden Motorsysteme u. a. für Ventilatoren, Kompressoren, Pumpen und Walzanlagen verwendet. Obwohl diese Motorsysteme insgesamt nur etwa 7 % der Energie verbrauchen, wird geschätzt, dass bis zu 70 % der Energie, die die Motoren in einem Stahlwerk verbrauchen, aufgrund von Systemineffizienzen verloren gehen und verschwendet werden.

3. Es gibt bereits Technologien für die Dekarbonisierung der Stahlproduktion

Einige Technologien, die der Branche helfen werden, den Einsatz fossiler Brennstoffe in ihren Prozessen zu reduzieren, werden bereits genutzt und befinden sich in der Entwicklung. So können beispielsweise Elektrolichtbogenöfen anstelle von Blasstahlkonvertern (engl. „Basic Oxygen Furnace“) verwendet werden, und Wasserstoff anstelle von Kohle und Koks als Reduktionsmittel.

4. Durch die Modernisierung von Motorsystemen können die Energiekosten deutlich gesenkt werden

Anwendungen in der Eisen- und Stahlindustrie haben oft variable Lasten. Das bedeutet, dass Motorsysteme, die auf eine mechanische Drehzahlregelung angewiesen sind, nicht mit ihrem optimalen Wirkungsgrad arbeiten. Werden drehzahlgeregelte Antriebe (Variable Speed Drives – VSD) zur Steuerung von Motoren eingesetzt, können diese Anwendungen viel effizienter gestaltet werden. Beispiel: Wenn man die Lüfter in einem Blasstahlkonverter mit drehzahlgeregelten Antrieben ausstattet, kann der Energiebedarf gesenkt und die damit verbundenen Kosten können um etwa 20 % reduziert werden.

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