ABB, HPE und Rittal lancieren „Secure Edge Datacenter“

Das schlüsselfertige und robuste mikromodulare Rechenzentrum wurde eigens für schwierige Umgebungsbedingungen entwickelt, hilft Kunden dabei, in Echtzeit auf Daten zu reagieren und treibt so die Digitalisierung von Industrieanlagen voran.

ABB, Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Rittal geben heute die Verfügbarkeit des „Secure Edge Datacenter“ (SEDC) für Industrie- und Telekommunikationsumgebungen bekannt. Dieses ermöglicht Kunden eine Unternehmens-IT, die sich in unmittelbarer Nähe ihrer mit Betriebstechnologie (Operational Technology – OT) betriebenen Umgebungen, Anlagen und Ausrüstung befindet. Auf diese Weise werden digitale Prozesse geschaffen, die sich durch niedrige Latenzzeiten sowie durch Sicherheit und Zuverlässigkeit auszeichnen.

Laut Gartner werden derzeit rund 10 Prozent der von Unternehmen erzeugten Daten außerhalb der herkömmlichen zentralisierten Rechenzentren oder der Cloud generiert und verarbeitet. Prognosen zufolge wird sich dieser Anteil bis zum Jahr 2022 auf 50 Prozent erhöhen.1 Deshalb wächst der Markt für so genannte mikromodulare Rechenzentren rapide. Laut 451 Research ist dieser Markt in den letzten drei Jahren um 41 Prozent gestiegen – und dieses Wachstum wird sich in Anbetracht von Initiativen wie 5G und der laufenden Konvergenz von OT und IT weiter fortsetzen.

Das SEDC reagiert auf diese Nachfrage. Das gemeinsam von ABB, HPE und Rittal entwickelte Rechenzentrum stellt eine schlüsselfertige und autarke Umgebung bereit, die für den Betrieb unter schwierigen Bedingungen optimiert wurde. Damit können Kunden in räumlicher Nähe zu ihren Industrieanlagen Daten erfassen und analysieren sowie Prozesse steuern. Somit werden Probleme rund um Latenz, Sicherheit und Zuverlässigkeit vermieden, die häufig mit der Datenkommunikation über entfernte IT-Systeme einhergehen.

Das SEDC vereinfacht in Industrieumgebungen – unabhängig vom Standort – die Implementierung von IT-Lösungen für Unternehmen. Dies ermöglicht Kunden:

  • Einen schnellen Einstieg – die Lösung wird von HPE Pointnext als vorgefertigte, geprüfte und schlüsselfertige Lösung bereitgestellt. Durch die Werksintegration der gesamten Lösung werden Qualität und Zuverlässigkeit verbessert, wodurch eine schnellere Wertschöpfung ermöglicht wird. Das SEDC ist vollständig mit einer vorkonfigurierten und auf Software basierenden Infrastruktur von HPE ausgerüstet und kann innerhalb von zwölf Wochen in Betrieb genommen werden.
  • Sichere digitale Prozesse – ein Gehäuse von Rittal mit Schutzklasse IP55 sorgt für den physischen Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und Verschmutzung und ist mit einer integrierten Kühlung und Feuerunterdrückung sowie mit einer redundanten Stromversorgung von ABB mit Reservestrom ausgestattet.
  • Einfache Skalierung ihrer Umgebung – das SEDC kann je nach IT-Last in Schritten von 5, 10 und 20 kW mit vorgefertigten Lösungen von HPE erweitert werden.
  • Kostengünstige Digitalisierung ihrer Industrieumgebungen sowie wirtschaftliche Flexibilität und Kontrolle – dank eines innovativen Designs wird auf der Standfläche eines herkömmlichen IT-Racks die Funktionalität von Unternehmens-Rechenzentren geboten. Dies beinhaltet flexible Finanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise verbrauchsabhängige Preise für die gesamte SEDC-Lösung.
  • Vermeidung von Ausfällen und weniger Vor-Ort-Einsätze – da HPE Pointnext von einer zentralen Stelle aus für die Fernüberwachung und -steuerung aller Standorte sorgt, benötigen die Kunden keine spezialisierten Mitarbeiter vor Ort.

Wenn das SEDC mit hybriden Plattformen wie HPE ProLiant für Microsoft Azure Stack ausgestattet wird, können Kunden Anwendungen an ihrem bevorzugten Standort implementieren – in der HPE-Infrastruktur im SEDC, in einem Rechenzentrum oder in der öffentlichen Cloud Microsoft Azure. Auf diese Weise werden die spezifischen Anforderungen bezüglich Leistung, Sicherheit oder der standortübergreifenden Zusammenarbeit erfüllt.

Das Secure Edge Datacenter ist nun bei HPE erhältlich. Die Lösung beinhaltet die Implementierung vor Ort und die operative Fernunterstützung durch HPE Pointnext. Sie wird auf der Hannover Messe 2018 an den Ständen von ABB (Halle 11, Stand A 35), HPE (Halle 6, Stand X) und Rittal (Halle 11, Stand E06) präsentiert.

„ABB ist bewusst, dass unsere Kunden, die neue digitale Dienstleistungen nutzen wollen und Technologien wie das IoT und Industrie 4.0 auf der Agenda haben, eine sichere und stabile Infrastruktur benötigen, die nah an ihren Industrieanlagen ist. Mit unserem Secure Edge Data Center bieten wir ihnen dafür eine standardisierte Rechenzentrumslösung“, erklärt Ciarán Flanagan, Head of Global Data Center Segment bei ABB.

“Immer mehr Unternehmen werden sich darüber bewusst, dass sie ihre Maschinen und Anlagen mit Intelligenz ausrüsten müssen, um die Werte ihrer industriellen Daten zu sichern. Das Secure Edge Datacenter rückt unternehmensweite IT-Systeme näher an die produktionstechnische Ausrüstung. Dies ermöglicht den Anwendern, die Verarbeitung riesiger Datenmengen zu beschleunigen und daraus tiefere Erkenntnisse zu gewinnen und automatische Reaktionen abzuleiten,” sagt Volkhard Bregulla, Vice President Global Sales, Manufacturing, Automotive und IoT, HPE.

„Das Edge Computing erfordert IT-Lösungen, die schnell und sicher implementiert werden können. Mit SEDC stellen wir unseren gemeinsamen Kunden eine robuste, skalierbare und sichere Komplettlösung zur Verfügung, die den Anforderungen des Internets der Dinge sowie anderen Szenarien mit einer niedrigen Latenz gewachsen ist. Auf diese Weise erhöhen wir unsere Reichweite und können Unternehmen schnell und bedarfsgerecht mit fortschrittlichen Komplettlösungen für Rechenzentren helfen“, sagte Andreas Keiger, Executive Vice President Global Business Unit IT, Rittal.

Über ABB Deutschland

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein global führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, industrielle Automation und Stromnetze mit Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation gestaltet ABB heute die Zukunft der industriellen Digitalisierung mit zwei klaren Leistungsversprechen: Strom von jedem Kraftwerk zu jedem Verbrauchspunkt zu bringen sowie Industrien vom Rohstoff bis zum Endprodukt zu automatisieren. Um zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen, verschiebt ABB als namensgebender Partner der FIA Formel E Rennsportserie die Grenzen der Elektromobilität. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 135.000 Mitarbeiter. ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 3,26 Milliarden Euro und beschäftigt 10.550 Mitarbeiter. www.abb.de

Endnotes

  1. What Edge Computing Means for Infrastructure and Operations Leaders, Rob van der Meulen, Gartner, Oktober 2017.
  2.  Suppliers of micro-modular datacenters think big by going small, 451 Research, February 2018.

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