Kosteneffektive Lösung für präzise und dynamische Masse-Durchflussmessung von Gasen
ABB zeigt auf der diesjährigen Hannover Messe erstmals den SensyMaster, die neue Generation des thermischen Masse-Durchflussmessers zur Messung von Gasen. Die neuen Geräte basieren auf dem Prinzip des Heißfilm-Anemometers und zeichnen sich durch eine kurze Ansprechzeit, einen sehr großen Messbereich bei gleichzeitig einfachem und robustem Aufbau aus. Ein elektrisch beheizter Widerstand wird von dem Messmedium umströmt und abgekühlt. Der zur Wiedererlangung der Übertemperatur notwendige Strom ist direkt proportional zur Masse des vorbeiströmenden Gases.
Diese direkte Massemessung erfordert keine zusätzliche Druck- oder Temperaturkompensation in der Messung und bietet einen großen Arbeitsbereich von 1 : 150, der bei nahezu Null beginnt. Durch die sehr kleinen, in den Gasstrom hineinragenden Messelemente entsteht nur ein minimaler Druckverlust und die Ansprechzeit von 0,5 Sekunden erlaubt eine dynamische Messung und damit eine exakte Prozesssteuerung. Die hohe Genauigkeit der Messung von +/- 0, 6 Prozent vom Messwert bei gleichzeitig hoher Wiederholgenauigkeit prädestiniert den neuen SensyMaster für eine Vielzahl anspruchsvoller Anwendungen in zahlreichen Bereichen der Prozessindustrie.
Der SensyMaster ist nach den Coriolis-Durchflussmessern die zweite ABB-Gerätefamilie, die auf der neuen volldigitalen Elektronik-Plattform von ABB basiert. Sie vereinheitlicht das Erscheinungsbild, die Bedienung und letztlich auch die Wartung unterschiedlicher Messinstrumente von ABB. Das „SensorApplicationMemory“ erlaubt eine redundante Datenspeicherung zur Erhöhung der Datensicherheit. Die „EasySetup“-Funktion verkürzt die Inbetriebnahmezeit auf wenige Minuten. Über den „ApplicationSelector“ stehen bis zu acht unterschiedliche Applikationen für den flexiblen Messgeräteeinsatz zur Verfügung. Eine integrierte Datenbank ermöglicht es, eine Anzahl unterschiedlicher Prozessgase frei auszuwählen. Schließlich gewährleistet die integrierte Verifikations- und Diagnosefunktion hohe Verfügbarkeit bei gleichzeitig minimalem Wartungsaufwand. Die „SensorCheck“-Funktion dient zur Überprüfung der thermischen Messelemente.
Die verwendeten Dünnschicht-Widerstände aus Platin sind auf einem keramischen Trägermaterial aufgebracht und sorgen so für eine hervorragende Langzeitstabilität der Messungen. Gleichzeitig ist die extrem kleine Masse der Sensoren verantwortlich für schnellste Reaktionszeiten und eine Einsatztemperatur von bis zu 300 Grad Celsius. Die volldigitale Elektronik sorgt für geringes Signalrauschen und damit für höhere Genauigkeit. Kabelverbindungen über Entfernungen von bis zu 200 Meter sind möglich. Bei einem „Plug&Play“-Tausch der kompletten Elektronik bleibt durch das „ApplicationSensorMemory“ die Konfiguration vollständig erhalten. Parameter müssen nicht mehr händisch eingegeben werden und eine Neukalibrierung des Messgeräts ist überflüssig.
Neu ist auch ein modulares I/O-Konzept mit bis zu fünf Signalausgängen. Zusätzlich zu den drei Standardausgängen können Einsteckkarten installiert werden, die die Kommunikationsmöglichkeiten und die Funktionalität der Messgeräte weiter erhöhen und die automatisch von der Gerätesoftware erkannt werden. Zwei Erweiterungskarten können direkt vor Ort gesteckt werden. Sie können Stromausgänge, Digitalein- oder -ausgänge oder eine 24-V Stromversorgung beinhalten.
Die neuen Geräte sind in zahlreichen Bauformen und unterschiedlichen Genauigkeiten lieferbar. Zahlreiche Zubehörteile und unterschiedliche Nennweiten erweitern das Anwendungsspektrum. Selbstverständlich sind die neuen Geräte der SensyMaster-Familie mechanisch rückwärtskompatibel zu der bisherigen SensyFlow-Gerätereihe von ABB. Da der Preis der neuen Gerätefamilie je nach Ausführung deutlich unter dem der bisherigen Geräte liegt, bietet der SensyMaster eine kostengünstige Alternative bei gleichzeitiger Steigerung der Leistungsfähigkeit der Messgeräte.
Der SensyMaster ist in zwei Baureihen verfügbar: Die Geräte der FMT200-Reihe sind speziell für die einfache Systemintegration geeignet, wohingegen die Geräte der FMT400-Reihe in industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen. In beiden Reihen gibt es Geräte mit unterschiedlicher Genauigkeit und Funktionalität, je nach Anforderung der jeweiligen Anwendung.

Über ABB Deutschland
ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein global führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, industrielle Automation und Stromnetze mit Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation gestaltet ABB heute die Zukunft der industriellen Digitalisierung mit zwei klaren Leistungsversprechen: Strom von jedem Kraftwerk zu jedem Verbrauchspunkt zu bringen sowie Industrien vom Rohstoff bis zum Endprodukt zu automatisieren. Um zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen, verschiebt ABB als namensgebender Partner der FIA Formel E Rennsportserie die Grenzen der Elektromobilität. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 135.000 Mitarbeiter. ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 3,26 Milliarden Euro und beschäftigt 10.550 Mitarbeiter. www.abb.de