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Vorsicherung, Überlastschutz und Back-Up Schutz

Koordination mit Vorsicherung, Überlast-/ Back-Up Schutz


Koordination mit Vorsicherung

Bemessungsschaltvermögen und Bemessungskurzschlussstrom
  1. Das Bemessungsschaltvermögen Im ist die Fähigkeit eines RCCB einen Kurzschlussstrom einschalten, führen und ausschalten zu können.
  2. Das Bemessungsfehlerschaltvermögen IΔm ist die Fähigkeit eines RCCB einen Fehlerkurzschlussstrom einschalten, führen und ausschalten zu können.
  3. Der Bemessungskurzschlussstrom Inc ist der Kurzschlussstrom, den der RCCB aushalten kann, ohne dass seine Funktion beeinträchtigt wird.
  4. Der Bemessungsfehlerkurzschlussstrom IΔc ist der Fehlerkurzschlussstrom, den der RCCB aushalten kann, ohne dass seine Funktion beeinträchtigt wird.
  • Diese vier Werte bezeichnen die Funktion des Gerätes bei unterschiedlichen Kurzschlussströmen.
  • Die DIN EN 61008-1 (VDE 0664-10) erfordert eine bestimmte Abfolge der Prüfungen für die  Deklaration des Kurzschlussvermögens.

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen ohne eingebauten Überstromschutz können Kurzschlussströme nur in einem begrenzten Umfang führen und selber abschalten. Um auch bei hohen Kurzschlussströmen in der elektrischen Anlage keinen unzulässigen Schaden zu erleiden, müssen RCDs Kurzschlussschutzeinrichtungen zugeordnet werden. Der Bemessungs-Kurzschlussstrom in Verbindung mit einem selektiven Hauptleitungsschutzschalter oder einer Schmelzsicherung von 63 A Bemessungsstrom oder einem vom Hersteller angegebenen anderen Bemessungsstrom wird in Ampere ohne Einheitenzeichen in einem Rechteck angegeben.

Fehlt die maximale Bemessungsstromangabe über der Sicherung, so gilt die Mindestforderung in Deutschland mit Bemessungsstrom 63 A.


Überlastschutz und Back-Up Schutz

Überlastschutz und Back-Up Schutz für Fehlerstrom-Schutzschalter


Zur Vermeidung einer Überlastung von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) ohne integrierten Überstromschutz ist zu beachten:
Der maximal mögliche Betriebsstrom der elektrischen Anlage darf den Bemessungsstrom der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung nicht überschreiten.

Tabellen zum Back-Up Schutz und Überlastschutz für Fehlerstrom-Schutzschalter (RCCBs) sind online im „Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) Anwendungshandbuch” unter „Überlastschutz und Back-Up Schutz“ sowie unter „Back-Up Schutz Koordinationstabellen“ verfügbar.

Die technischen Daten der Fehlerstrom-Schutzschalter F200 geben zum Thema Überlastschutz folgenden Satz an:
„Der maximal mögliche Betriebsstrom darf den Bemessungsstrom der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung nicht überschreiten.“ 

Die Lösung 1 ist:
Der maximale Nennstrom der Sicherungsautomaten S200 (pro Phase nach dem FI) darf den Bemessungsstrom pro Phase des Fehlerstrom-Schutzschalters F200 nicht überschreiten. 

Die Lösung 2 ist: 
Die Vorsicherung mit einer Kurzschlussschutzeinrichtung (SCPD: Short Circuit Protection Devices) mit einem Bemessungsstrom (thermischer Schutz bzw. Überlastschutz) kleiner oder gleich dem Bemessungsstrom des betreffenden FI-Schutzschalters bieten die „Back-Up Schutz Koordinationstabellen“ online im („Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) Anwendungshandbuch“) zugleich den Überlastschutz des ABB Fehlerstrom-Schutzschalters der Baureihe F200.

Somit bietet z. B. eine ≤ 40 A Vorsicherung (S200, S700, S750, S800 oder gG) den Back-Up Schutz und den Überlastschutz für einen abgangsseitigen Fehlerstrom-Schutzschalter der Baureihe F202 40A oder F204 40A. 


Diese und weitere technische Koordinationstabellen zu Back-Up Schutz und Selektivität siehe online im ABB SOC-Tool.