Seit der Erfindung des Dampfkompressionszyklus im Jahr 1834 hat sich die HLK-Branche zwischen den 1930er und 1990er Jahren von der Verwendung natürlicher Kältemittel zu
synthetischen Kältemitteln wie FCKW und HFKW entwickelt. Heute schließt sich der Kreis und die Branche kehrt zu natürlichen Kältemitteln und modernen HFO-Gemischen wie A2L zurück, die Nachhaltigkeit, Sicherheit und Leistung vereinen.
Der Übergang zu A2L-Kältemitteln wird in erster Linie durch strenge Vorschriften zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen vorangetrieben. Bis 2027 wird die Verwendung von Kältemitteln mit einem Treibhauspotenzial (GWP) über 150 in verschiedenen Anwendungs-
bereichen eingeschränkt werden. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen veranlassen Unternehmen dazu, ihre HLK-Anlagen an diese neuen Standards anzupassen, um sowohl ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt als auch ihrer betrieblichen Effizienz gerecht zu werden.
Einer der wichtigsten Vorteile von A2L-Kältemitteln ist ihre geringere Auswirkung auf die globale Erwärmung. Beispielsweise haben Kältemittel wie R-32 einen GWP-Wert von 675, der deutlich unter dem von herkömmlichen Kältemitteln wie R-410A liegt, dessen GWP-Wert bei etwa 2.088 liegt. Diese Verringerung des GWP-Werts bedeutet, dass durch den Einsatz von A2L-Kältemitteln die Gesamt-CO2-Bilanz von HLK-Anlagen erheblich gesenkt werden kann, was im Einklang mit den globalen Nachhaltigkeitszielen steht.
Trotz ihrer Umweltvorteile stellen A2L-Kältemittel jedoch aufgrund ihrer Entflammbarkeit eine Herausforderung dar. Sie gelten zwar als sicherer als A3-Kältemittel (A2L-Kältemittel haben eine niedrigere Entflammbarkeitsgrenze (LFL) und eine geringere Verbrennungswärme als A3-Kältemittel), dennoch müssen bei der Konstruktion von Kältemaschinen, die A2L-Kältemittel verwenden, bestimmte sicherheitsrelevante Vorschriften berücksichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie in den entsprechenden Abschnitten der Norm IEC 60335.