Überspannungsschutz

Schutz elektrischer Anlagen

Transiente Überspannungen sind eine unterschätzte Gefahr für moderne elektrische Anlagen. Ob durch Blitzeinschläge, Schaltvorgänge oder Netzstörungen – schon kleine Spannungsspitzen können massive Schäden verursachen. Besonders problematisch ist, elektronische Bauteile reagieren überaus sensibel auf diese Spannungsschwankungen und können durch thermischen und mechanischen Stress ausfallen oder zerstört werden. Mit dem richtigen Schutzkonzept wird die elektrische Anlage vor transienten Überspannungen geschützt, dass erhöht nicht nur die Verfügbarkeit ihrer elektrischen Anlage, sondern schützt Ihre Investition vor Schäden.


Die Hauptursachen von transienten Überspannungen sind:

  • Direkter Blitzeinschlag
  • Indirekter bzw. ferner Blitzeinschlag
  • Atmosphärische Auswirkungen von Blitzen
  • Schalthandlungen innerhalb und außerhalb der elektrischen Anlage


Überspannungsschutz ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern eine gesetzliche Anforderung und eine wirtschaftliche Investition. Mit den richtigen SPDs, fachgerecht installiert nach den Normen DIN VDE 0100-443 und DIN VDE 0100-534, schützen Sie Ihre Anlage zuverlässig vor den Risiken transienter Überspannungen – und sichern damit Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und Personenschutz.

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Entdecken Sie unsere Produktneuheiten 2026

Die Produktneuheiten wurden speziell für aktuelle Anforderungen in Gebäuden und Energieverteilungen entwickelt und kombinieren hohe Schutzwirkung mit einfacher Installation und zuverlässigem Betrieb. Erfahren Sie, wie Sie Anlagen, Gebäude und sensible Technik noch effizienter vor Überspannungen schützen können.

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MAXIMALER SCHUTZ IM NETZSEITIGEN ANSCHLUSSRAUM
OVR ZP

Die neuen OVR ZP Kombi-Ableiter bieten kompakten Blitz- und Überspannungsschutz direkt für die 40-mm-Sammelschiene. Die werkzeuglose Montage ermöglicht eine besonders schnelle und einfache Installation. Der Schutz beginnt unmittelbar ab der Sammelschiene und sorgt für eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Mit energetisch koordinierter Schutzwirkung vereint der OVR ZP die Schutzklassen Typ 1, Typ 2 und Typ 3 in einem Gerät. Endgeräte werden so zuverlässig vor Blitz- und Überspannungen geschützt. In Kombination mit ESV-Modul und SH-Schalter S750 entsteht eine kompakte, perfekt abgestimmte Systemlösung für den netzseitigen Anschlussraum.

Verfügbar Ende Q3

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ZWEI FUNKTIONEN IN EINEM GERÄT
Einspeise- und Spannungsversorgungsmodul (ESV-Modul)

Das neue ESV-Modul kombiniert N/PE-Einspeisung und Spannungsversorgung für intelligente Messsysteme in einer kompakten 1-TE-Einheit. In Verbindung mit dem OVR ZP entsteht eine platzsparende Komplettlösung für den netzseitigen Anschlussraum. Die Spannungsabgriffe erfolgen über einen integrierten 25kA-Sicherungsautomaten, wodurch Absicherung und Wartung einfach realisiert werden können. Das Modul erfüllt die Anforderungen der VDE-AR-N 4100 für den Einsatz in Zählerverteilungen. Die werkzeuglose Montage auf Sammelschienen ermöglicht eine schnelle Installation. Bewegliche Phasenkontakte sowie integrierte N/PE-Klemmen sorgen für flexible Einspeisemöglichkeiten der Sammelschiene und eine sichere Verdrahtung.

Verfügbar Ende Q3

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MAXIMALE LEISTUNG AUF MINIMALEM RAUM
OVR 100 kA 4TE

Die OVR T1-T2-T3 Kombi-Ableiter vereinen dreifachen Schutz in einer kompakten 4-TE-Bauform. Mit bis zu 100 kA Blitzstromableitvermögen decken sie die Schutzklassen Typ 1, Typ 2 und Typ 3 in einem Gerät ab. Sie sind für alle gängigen Netzsysteme geeignet und ideal für Zweckbau, Industrie und Niederspannungsverteilungen. Die kompakte Bauform spart wertvollen Platz im Schaltschrank. Intelligente Features wie TS-Kontakt für Fernüberwachung und doppelte PE-Klemme erhöhen Sicherheit und Transparenz. Das Kompaktmodul-Konzept ermöglicht zudem einen schnellen und einfachen Modulwechsel.

Verfügbar Anfang Q3

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UNTERBRECHUNGSFREIER SCHUTZ MIT INTEGRIERTER VORSICHERUNG
OVR+ T1-T2-T3 100kV

Die OVR+ T1-T2-T3 Kombi-Ableiter bieten bis zu 100 kA Blitzstromableitvermögen und integrierter Vorsicherung für maximale Anlagenverfügbarkeit. Sie sind für TT-, TN- und IT-Netzsysteme geeignet und vielseitig in Zweckbau, Industrie sowie Niederspannungsanlagen einsetzbar. Die energetisch koordinierte Schutzwirkung sorgt für optimalen Endgeräteschutz bei einem Schutzpegel von ≤ 1,5 kV. Leckstromfreie Funkenstrecken gewährleisten hohe Betriebssicherheit und Folgestromlöschung bis 100 kA eff. Der integrierte TS-Kontakt ermöglicht eine zuverlässige Fernüberwachung inklusive optischer Statusanzeige. Verschiedene Varianten und netzformspezifische Ausführungen bieten maximale Flexibilität bei der Planung und Installation.

Verfügbar Anfang Q3

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Unsere Tipps zum Überspannungsschutz

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Warum ist Überspannungsschutz unverzichtbar?

Ein modernes Gebäude ist voller empfindlicher Elektronik – von intelligenten Heizungs- und Lüftungssystemen über Rechenzentren bis hin zu Telekommunikationsanlagen. Bereits kleine Überspannungen, die den Nennwert von zum Bespiel 230 Volt überschreiten, können zu Fehlfunktionen, Totalausfällen oder im schlimmsten Fall zu Funkenbildung und Bränden führen. Ein zuverlässiger Überspannungsschutz verhindert kostspielige Ausfallzeiten, sichert Ihre Investitionen und schützt vor Personenschäden und Brandrisiken.

 


Normative Anforderungen und Pflichten

Die DIN VDE 0100-443 schreibt klare Richtlinien vor: Diese Norm beschreibt verbindlich, wann Überspannungsschutzmaßnahmen erforderlich sind. Der Schutz gegen transiente Überspannungen ist in Deutschland nicht optional – er ist gesetzlich verpflichtend, wenn die Folgen von Überspannungen Auswirkungen haben auf:

 

  • Menschenleben (Sicherheitsanlagen, medizinische Betriebsmittel)
  • Öffentliche Dienste (Ausfall kritischer Infrastruktur)
  • Gewerbliche und industrielle Aktivitäten (Betriebsunterbrechungen)
  • Gebäude mit sensiblen Einrichtungen oder bei Freileitungseinspeisungen
  • Wohngebäude mit modernen elektronischen Verbrauchern**

Die wichtigsten Normen für den Überspannungsschutz

Der Überspannungsschutz wird durch mehrere zusammenhängenden Normen reguliert:

 

DIN VDE 0100-443 Schutz bei transienten Überspannungen infolge atmosphärischer Einflüsse oder von Schaltvorgängen: Legt fest, unter welchen Voraussetzungen Überspannungsschutz zwingend erforderlich ist und bewertet das Risiko transienter Überspannungen durch atmosphärische Entladungen und Schaltvorgänge.

 

DIN VDE 0100-534 Überspannungs-Schutzeinrichtungen (SPDs): Definiert konkret die Anforderungen an die Auswahl und Installation von Überspannungsschutzgeräten (SPDs).

 

IEC 61643 / DIN EN IEC 61643 Teil 11 Überspannungsschutzgeräte für den Einsatz

in Niederspannungsanlagen mit Wechselspannungen – Anforderungen und Prüfungen: Die internationale Basis-Norm für Überspannungsschutzgeräte mit neuesten Anforderungen und Prüfverfahren für Wechsel- und Gleichstromanwendungen.

 

DIN EN 62305 Teil 1-4 / VDE 0185-305 Teil 1-4 Blitzschutznorm: Bei direktem Blitzschutz und Blitzableitern gelten zusätzliche Anforderungen nach der Blitzschutz-Norm.

 

Normenreihe DIN EN 62305 Die Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305) besteht aus folgenden vier Teilen:

DIN EN 62305-1 (VDE 0185-305-1), Blitzschutz – Teil 1: Allgemeine Grundsätze

DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2), Blitzschutz – Teil 2: Risiko-Management

DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3), Blitzschutz – Teil 3: Schutz von baulichen Anlagen und Personen

DIN EN 62305-4 (VDE 0185-305-4), Blitzschutz – Teil 4: Elektrische und elektronische Systeme in baulichen Anlagen.


Welche Anwendungen beschreibt die DIN VDE 0100-443 und welche Anwendungen werden durch die DIN VDE 0185-305 beschrieben?

Die DIN VDE 0100-443 berücksichtigt neben induzierten Überspannungen aus Blitzeinwirkungen auch Überspannungen aufgrund direkter Blitzeinschläge in das Niederspannungsversorgungsnetz (Schadensquelle S3).


Die DIN VDE 0100-443 regelt nicht den Schutz bei Überspannungen durch direkte Blitzeinschläge in die bauliche Anlage (Schadensquelle S1) und Blitzeinschlägen neben der baulichen Anlage (Schadensquelle S2). Für diese Fälle ist die DIN VDE 0185-305 maßgeblich.


Spezielle Anforderungen für Hochrisiko-Anlagen mit Explosionsrisiko oder potenziellen Umweltauswirkungen müssen auch die Normen DIN VDE 0185-305 und zusätzlich die DIN VDE 0165 (Sicherheit elektrischer Geräte) berücksichtigt werden.


Wie sieht ein typisches mehrstufiges Schutzkonzept aus?

1. Aus technischer Sicht werden Überspannungs-Schutzeinrichtungen (SPDs) installiert, damit eine Spannungsbegrenzung entsprechend der Isolationskoordination der elektrischen Anlage sichergestellt wird, um gefährliche Funkenbildung und daraus resultierende Brände zu vermeiden. Mit dem richtigen Schutz-Konzept funktioniert die elektrische Anlage unbeeindruckt von Blitz- und Überspannung.

2. Nach der DIN VDE 0100-443 ist für jede neue elektrische Anlage seit 2016 ein Überspannungsschutz vorzusehen. Betrachtet werden nur die Folgen einer Überspannung aus Richtung des Versorgungsnetzes. Die Norm behandelt den Schutz der elektrischen Anlage aus Richtung des Versorgungsnetzes. Der Schutz gegen den direkten Blitzeinschlag,in oder neben einem Gebäude wird nicht in der DIN VDE 0100-443 behandelt, sondern in der Blitzschutznorm DIN VDE 0185-305 Teil 1-4. In der Norm ist der äußere Blitzschutz und der innere Blitzschutz mit dem mehrstufigen Blitzschutzzonenkonzept beschrieben.

Ist energieseitig Überspannungsschutz gefordert, wird für andere Systeme, wie z. Bsp. das Telefon, zusätzlich der Überspannungsschutz empfohlen.

DIN VDE 0100-534 (VDE 0100 Teil 534): 2016-10 Die Norm beschreibt die Auswahl und Errichtung von Überspannungs-Schutzeinrichtungen die nach der DIN VDE 0100-443 sowie durch die Blitzschutz Norm DIN VDE 0185-305 Teil 1 bis 4 oder durch andere Bestimmungen gefordert sind. 
Für ein Gebäude ohne äußeren Blitzschutz gilt, der SPD am „Einbauort 1“ ist Pflicht und alle weiteren Schutzmaßnahmen sind eine Empfehlung. 

Wann muss ein zusätzlicher Überspannungsschutz eingebaut werden?


Was ist der Speisepunkt der elektrischen Anlage?

Bei Anlagen, die aus dem öffentlichen Energieversorgungsnetz gespeist werden, befindet sich der Speisepunkt typischerweise in unmittelbarer Nähe der Gebäudehauptverteilung – etwa bei der zentralen Zähleranlage. Für Anlagen mit Mittelspannungseinspeisung dagegen stellt die Niederspannungshauptverteilung den Speisepunkt der elektrischen Anlage dar.


Erfahren Sie hier mehr über die Geschichte unserer Überspannungs-Schutzgeräte



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In modernen Gebäudeinstallationen kommen immer mehr sensible elektronische Helfer und Systeme zum Einsatz, die in unserem Leben für mehr Sicherheit und Komfort sorgen. Überspannungs-Schutzeinrichtungen werden eingesetzt, um die Auswirkungen der Überspannungen auf die elektrische Installation sowie die Endgeräte auf ein verträgliches Niveau zu begrenzen und Zerstörungen zu verhindern.

Es muss also darauf geachtet werden, dass der Schutzpegel der Überspannungs-Schutzeinrichtung kleiner als die Isolationsfestigkeit der Betriebsmittel und der Installation am Einbauort ist. Dies wird auch Isolationskoordination genannt.

Je nach Art der Überspannung und der Anwendung werden verschiedene Typen von Überspannungs-Schutzeinrichtungen (SPD) unterschieden.

Die Entscheidungskriterien, wann eine Schutzmaßnahme ergriffen werden muss, ist in der Norm DIN VDE 0100-443 beschrieben. Sobald durch Überspannungen in der elektrischen Anlage Schäden zu erwarten sind, müssen Überspannungs-Schutzeinrichtungen errichtet werden. Diese Norm behandelt den Schutz der elektrischen Anlage aus Richtung des Energieversorgernetzes. Neu ist, dass auch direkte Blitzeinschläge in den letzten Mast der Versorgungsleitungen berücksichtigt werden. Der Schutz bei direkten Blitzeinschlägen in die Versorgungsleitung bedingt den Einbau von Typ 1 geprüften Überspannungs-Schutzeinrichtungen. Der Schutz gegen den direkten Blitzeinschlag, in oder neben einem Gebäude wird nicht in der DIN VDE 0100-443 behandelt, sondern in der Blitzschutznorm DIN VDE 0185-305 Teil 1-4. In dieser Norm ist der äußere Blitzschutz und der innere Blitzschutz mit dem mehrstufigen Blitzschutzzonenkonzept beschrieben.

Überspannungs-Schutzeinrichtungen im Rahmen des mehrstufigen Blitzschutzzonenkonzeptes sind in der Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305) beschrieben. Zusammen gefasst beschreibt die DIN VDE 0100- 443 den Schutz vor Überspannungen aus Richtung der Versorgungsleitung und die Blitzschutznorm DIN VDE 0185-305 Teil 1-4 den Schutz vor dem Blitzeinschlag in ein Gebäude und neben einem Gebäude. Für beide Normen gilt, die Auswahl und Errichtung von Überspannungs-Schutzeinrichtungen muss nach der Norm DIN VDE 0100-534 ausgeführt werden. 
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ABB hat technologische Kompetenz und langjährige Erfahrungen im Blitz- und Überspannungsschutz. Wir bieten Ihnen eine breite Produktpalette auf dem neuesten Stand der Technik an, mit der Sie komplette Lösungen effizient und wirtschaftlich ausführen können. Unser ABB-Labor kann Tests an AC Überspannungsschutzgeräten entsprechend IEC 61643-11 und an Photovoltaik Überspannungsschutzgeräten entsprechend EN 50539-11 durchführen. Unsere Schulungen decken das gesamte Spektrum des System- und Produktprogramms ab und informieren praxisnah sowohl über allgemeine als auch spezielle Themen.

 

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